Blick ins Buch

Krimis

Die Bestie von Dresden. Kriminalrat Gustav Heller 3

4,3(27)
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Über das Buch

Dresden, Mai 1883. Eine Eilmeldung stört jäh die sonnige Frühjahrsstimmung: Aus dem Zoologischen Garten ist ein Tiger entkommen. Panik bricht aus, und die Polizei, auch Kriminalrat Gustav Heller, ist angehalten, die Bevölkerung zu beruhigen. Zwei Tage später kommt die nächste Schreckensnachricht – ganz in der Nähe des Zoos wird ein Toter gefunden. Das Opfer, ein junger Mann aus reichem Haus, wurde bestialisch ermordet. Als weitere Morde folgen, scheint sicher: Ein Serienmörder geht um, der die Kinder gut situierter Dresdner Bürger im Visier hat. Gustav Heller steht vor seiner größten Herausforderung! Ungekürzte Lesung mit Achim Buch 1 mp3-CD | ca. 11 h 9 min

Editionen (2)

ISBN9783742436719
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum19.02.26

Rezensionen & Bewertungen

27 Bewertungen

7 Rezensionen

4,3

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  • kathleensbuecher
    kathleensbuecher

    88 Follower

    5,0

    Durchweg spannend!

    Mich konnte das Buch von der 1. Seite an fesseln. Der Fall, der Kriminalrat Heller und seinen Assistenten Schrumm nicht zur Ruhe kommen ließ, war für mich durchweg spannend. Die Zeit um 1883 wurde sehr gut dargestellt und hatte eine ganz besondere Atmosphäre. Die Geschehnisse und Beschreibungen der Vorfälle empfand ich teilweise schon ziemlich heftig 🫣 aber umso mehr bekam der Fall seine Spannung! Ich wollte immer mehr erfahren, wie alles zusammenhängt und wer hier sein Unwesen treibt! Die Handlung war bildhaft beschrieben und trotz, dass so viele Personen involviert waren, verlor ich nicht den Überblick. Hellers persönliche Sorgen um seine Kinder wie auch die Hintergründe zum Fall haben mich berührt 🥹 Ich bin wieder einmal begeistert von der Schreibweise des Autors und von seinem spannenden Buch, das ich nur weiterempfehlen kann! 👏

    8. März 2026

  • hasirasi2
    hasirasi2

    218 Follower

    4,5

    Mensch oder Tier? Im Mai 1883 gerät Dresden in Aufruhr: Ein neu im Zoo angekommener bengalischer Tiger entkommt, weil ein Pfleger die Käfigtür nicht ordnungsgemäß verschlossen hat. Ausgerechnet Kriminalrat Gustav Heller und sein Assistent Schrumm sollen das Tier lebend wieder einfangen. Unterstützung erhalten sie vom berühmten Schriftsteller Karl May, den der Zoo als Experten für die Großwildjagd hinzuzieht. Doch statt des Tigers stoßen sie auf die verstümmelte Leiche eines jungen Mannes. Oberflächlich betrachtet, deuten die Spuren auf ein Tier als Täter hin. Aber dann wird eine weitere Leiche gefunden. Damit ist klar: „Etwas viel Gefährlicheres als ein wilder Tiger läuft in der Stadt herum.“ (S. 127) Jemand hat es offenbar auf wohlhabende Söhne und Töchter aus gutem Hause abgesehen. Hellers Vorgesetzte sind schnell überzeugt, den Schuldigen gefunden zu haben: ein kürzlich entlassener Zuchthäusler wird verhaftet. Doch die Morde gehen weiter. Handelt seine Bande eigenständig weiter oder sitzt der Falsche hinter Gittern, wie Heller meint? Unerwartete Unterstützung erhält der Gefangene von einem bislang völlig unbekannten, sehr ehrgeizigen Anwalt sowie der freien Presse, die den Fall genüsslich ausschlachtet. Diese Ermittlungen entwickeln sich zu Hellers bislang schwierigstem Fall. Er tritt auf der Stelle und fühlt sich von seinen Vorgesetzten ausgebremst. Mehr als einmal legt er sich mit ihnen an. „Was, wenn niemand wirklich die Wahrheit sucht? Wenn alles, was uns als Wahrheit verkauft wird, nur zum Erhalt der Macht und der alten Ordnung dient? (S. 173) Zusätzlich kommt ihm bei den Befragungen immer wieder ein mysteriöser Fremder zuvor, der unter wechselnden Namen und Berufsbezeichnungen das Vertrauen (oder die Angst?) der Verdächtigen ausnutzt. Woher kennt er Hellers nächste Schritte? Der wachsende Druck durch die Presse und den undurchsichtigen Anwalt verschärfen die Situation zusätzlich. Auch privat gerät Hellers Leben aus dem Gleichgewicht. Die Einblicke in die Familien der Opfer lassen ihn erkennen, dass auch er kein besonders guter Vater gewesen ist. Sein Sohn Albert hat sich von der Familie losgesagt und widersetzt sich den Zukunftsplänen seines Vaters. Seine Tochter wird zunehmend schwächer – wie lange kann sie ihrer Krankheit noch trotzen? Kriminalassistent Schrumm hält Heller zudem den Spiegel vor: Mit seiner schroffen Art stößt er viele Menschen vor den Kopf. Gleichzeitig überrascht Schrumm ihn mit klugen Überlegungen zu Täter und Motiv. „Manchmal kam es ihm sogar so vor, als sei Schrumm der bessere Kriminalpolizist.“ (S. 120) Dafür hat Schrumm im Privatleben ein delikates Problem, dass Heller nur allzu gern mit spitzen Bemerkungen kommentiert. Obwohl die brutalen Morde einen verstörenden und bis zuletzt verwirrenden Hintergrund haben, leidet die Spannung stellenweise darunter, dass sich Heller häufiger mit seinen Vorgesetzten auseinandersetzt und in Grübeleien sowie private Konflikte abgleitet. Dennoch ist „Die Bestie von Dresden“ ein atmosphärisch dichter historischer Krimi mit viel Lokalkolorit und einem nicht immer sympathischen, aber überzeugendem Ermittler.

    25. Feb. 2026

  • irveliest
    irveliest

    87 Follower

    5,0

    Spannender, vielschichter Fall für Gustav Heller, beruflich störrisch-brillant, privat muss er jedoch Federn lassen. Schrumm entwickelt sich überraschend, die historische Atmosphäre wird einmal mehr gekonnt eingefangen. Mitreißend gelesen.

    7. Apr. 2026

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Frank Goldammer

Frank Goldammer, Jahrgang 1975, ist gelernter Handwerksmeister und begann schon früh mit dem Schreiben. Seine historischen Kriminalromane landen regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Goldammer lebt mittlerweile als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.

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