Blick ins Buch

Romane

Was wäre wenn

3,6(8)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Ein Anruf aus dem Hospiz: Ihr Kindheitsfreund Yigal, den Lizzie vierzig Jahre lang nicht gesehen hat, bittet sie, sein letzter Besuch kurz vor seinem Tod zu sein. Aber warum ausgerechnet sie? Yigals Erfahrungen in der israelischen Armee machten ihn zum Aktivisten gegen die Politik seines Heimatlandes. Als Tochter einer Holocaust-Überlebenden hielt Lizzie ihn für einen Verräter und wandte sich von ihm ab. Jetzt stellt sie sich der Frage, wer damals wen verraten hat. In den frühen Morgenstunden und voller Erinnerungen im Gepäck macht Lizzie sich auf den Weg. In der Hoffnung, den Kindheitsfreund noch ein letztes Mal sehen zu können.

Editionen (3)

ISBN9783742416919
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum20.08.21

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

1 Rezensionen

3,6

Tippen zum Filtern

  • joanna_ohne_h
    joanna_ohne_h

    54 Follower

    4,0

    Zuerst: Es ist das dritte Buch, das ich von Doron gelesen habe. Man merkt, dass ein anderer Übersetzer am Werk ist, aber da Mirjam Pressler verstorben ist, bringt es nichts, darüber zu meckern, zumal der neue Übersetzer durchaus seine Arbeit beherrscht. Dann; Triggerwarnungen: Das Buch enthält die Themen Krieg, PTBS, Shoah und Folter, Hospiz und Tod. Meine Meinung: Ich liebe Dorons Erzählstil mit Rückblicken in die Vergangenheit, doch dieses Buch war mir zu viel, weshalb ich nur vier Sterne geben kann. Die Rückblenden sind nicht chronologisch, was zwar realistisch ist, aber nicht gut für den Lesefluss. Das Motiv der Mutter kennt man aus anderen Geschichten von ihr, Yigals Geschichte ist auch nicht neu, aber sie berührt. Ich musste mir beim Lesen mehrmals die Tränen verkneifen. Besonders hat mir gefallen, dass das Buch zwar aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, die Hauptfigur aber jemand anders ist. Wie die Geschichte der beiden miteinander verwoben ist, fand ich beim Lesen sehr spannend, mitzuerleben. Die Analogien sind wie immer grandios, Dorons Sprache ist bildhaft ohne kitschig zu sein. Das Buch packt einen – wie jedes Buch von Doron – nicht gerade in Watte, ist aber aufgrund seiner Kürze durchaus zum Durchlesen geeignet. SPOILER-Warnung ab hier! Yigal hat den Glauben an den Staat Israel verloren, Lizzies Mutter hatte ihn nie. Am Ende stehen beide gewissermaßen auf derselben Seite. Die Parallelen zwischen beiden Geschichten und beiden psychischen Zuständen sind enorm und wichtig, um zu verstehen, worum es in dem Buch geht.

    17. Feb. 2023

Autorin / Autor

Über Lizzie Doron

Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman »Ruhige Zeiten« wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman-Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeanette-Schocken Preis, 2018 den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. 2019 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin für Weltliteratur an der Universität Bern. Lizzie Doron lebt in Tel Aviv und Berlin.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick