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Romane

Elbwärts

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Über das Buch

Ein junges Paar kommt nach Jahren zurück in die Sächsische Schweiz. Seiner Freundin verschweigt der Erzähler, dass ihn ein Schuldgefühl gegenüber Vito treibt, dem Schulfreund, der damals beim gemeinsamen Klettern ein Bein verlor. Er sucht Vergebung und erinnert sich – an den Unfall, den öffentlichen Tadel in der Schule beim sozialistischen Fahnenappell, an den Bruch. Die Rückkehr ist schwer: Neben Apfelbäumen, Elbwiesen und Sandsteinfelsen gibt es auch das Sommercamp der Neonazis und die misstrauischen Dorfbewohner. Thilo Krause erzählt von einer fremdgewordenen Heimat, in der sich das Paar zu verlieren droht.

Editionen (3)

ISBN9783742416766
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum21.08.20

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

1 Rezensionen

2,8

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  • pauline64
    pauline64

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    4,0

    Meine vollständige Rezension findet sich in der Leipziger Zeitung Nr. 82 (http://www.leipziger-zeitung.info/die-neue-leipziger-zeitung-nr-82-grosse-anspannung-und-bewegte-buerger/). Hier nur so viel: Ein Mann zieht mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter in ein Dorf in der Sächsischen Schweiz. Die Frau heißt Christina, die Tochter wird immer nur „die Kleine“ genannt und das Dorf liegt neben jenem, in dem der Mann aufgewachsen ist. Der Erzähler trifft dort alte und neue Freunde, verliert sich in Erinnerungen und versucht beim Streunern durch die Dörfer, die sogenannte Stadt-die-keine-ist und das Elbsandsteingebirge seinen Platz zu finden ─ in diesen Orten, dieser Gesellschaft und seiner Familie. Thilo Krauses neuer Roman „Elbwärts“ porträtiert eine Region und ihre Menschen, ohne auf Vollständigkeit zu bestehen. Anschaulich und genau setzt Krause kurze, prägnante Sätze, die an Schritte erinnern, die wir als Leserinnen und Leser gemeinsam mit dem zugezogenen Mann gehen. Sie sind alles andere als zielgerichtet, vielmehr ein planloses Durch-die-Gegend-Ziehen. So fängt der Roman, obwohl aus der Perspektive eines jungen Vaters geschrieben, die Stimmung einer traurig-schönen Kindheit und Jugend auf dem Dorf ein. Hier ist man trotz der leerstehenden Häuser und der Weite der Natur nie allein. „Und ich wusste auch, dass das Dorf mir folgte. Gardinen hoben sich oder wehten ins Freie. Köpfe erschienen im Halbdunkel und verschwanden. Ich beobachtete und wurde beobachtet.“

    26. Jan. 2023

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