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Romane

Herr und Knecht

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Über das Buch

Trotz eines drohenden Schneesturms macht sich der gierige Kaufmann Brechunow mit seinem gehorsamen Knecht Nikita auf den Weg durch die eisige Steppe, um ein lukratives Geschäft abzuwickeln. Aber dann verirren sich Herr und Knecht – und angesichts des immer näher rückenden Todes beginnen die Standesunterschiede zwischen den beiden ungleichen Gefährten auf wundersame Weise zu verschwinden. Boris Aljinovic liest diese bildgewaltige Erzählung, mit der Tolstoi eine zeitlose Parabel auf die Macht der Nächstenliebe geschaffen hat, in voller Länge. Ungekürzte Lesung mit Boris Aljinovic 1 mp3-CD | ca. 2 h 3 min

Editionen (5)

ISBN9783742413857
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum13.03.20

Rezensionen & Bewertungen

18 Bewertungen

3 Rezensionen

4,0

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  • laetizia
    laetizia

    46 Follower

    4,5

    Wenig Seiten, unglaubliche Tiefe

    Leo Tolstoi's Herr und Knecht war das zweite Buch, welches ich gelesen habe. Und ich finde keine wirklichen Worte dafür. Ich liebe Tolstoi's Schreibstil; er bringt alles sehr auf den Punkt und nutzt eine klare Sprache. Dieses scheinbar kleine Büchlein von ca. 80 Seiten ist keinesfalls ein Werk, das man "wegliest", sondern es regt unglaublich zum Nachdenken an. Hier wird wieder einmal deutlich gemacht, dass Gesellschaftspositionen und Wohlstand keinerlei Rolle spielen, wenn es ums Überleben geht. Und was mir besonders gut gefallen hat; das man in genau solchen Situationen erkennt, woran man bei seinen Mitmenschen ist. Ein unglaublich eindringliches Buch, welches mich noch lange beschäftigen wird. Einen Stern habe ich abgezogen, weil es hin und wieder ein paar kleine Längen gab und ich anfangs nicht gleich in die Geschichte fand.

    Wenig Seiten, unglaubliche Tiefe

    9. Apr. 2024

  • maxi_books
    maxi_books

    8 Follower

    4,0

    Ein Werk das zum Nachdenken gemacht und gedacht ist und dass es, wenn man sich darauf einlässt. 😊

    Ein grandioses Werk, dessen wahrhaftige Bedeutung leider erst auf den letzten Seiten ersichtlich wird, weshalb ich auch nur 4 von 5 Sternen geben kann. Der Anfang war etwas schwierig. Im Verlauf des kurzen Werkes allerdings immer Fesselnder. 🙏 Trotz dessen eine klare lese Empfehlung. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass man auch noch Tage nach dem Lesen des Werkes über den Inhalt nachdenkt. 😉

    30. Aug. 2023

  • alighieri
    alighieri

    10 Follower

    4,5

    Thematisch schwer, aber leicht und schnell zu lesen.

    Tolstoi schafft es in diesem 80 Seiten eine Situation aufzubauen, die an das essentielle im Menschen appelliert. Man hinterfragt dabei selbst das Verhältnis zu anderen Menschen und den Wert des Lebens und Schaffens. Letztendlich findet Tolstoi durch seine Charakter eine Antwort darauf, was im Leben wirklich Wert hat. Dies wird den Charakteren jeweils in ihrer Konfrontation mit dem Tod im eisigen russischen Winter bewusst. Die inneren Monologe von Wassilij und Nikita stellen zunächst die Unterschiedlichkeit von "Herr" und " Knecht" heraus, zwischen Verlustangst und Stoizismus, sowie Egoismus und Gleichgültigkeit. Dabei vollzieht jedoch Wassilij im Verlauf eine bemerkenswerte Wendung in seiner Wertschätzung für Nikita. Die Szenerie des völligen Verloren- und Hoffnungslos-Seins wird auf eine schauerliche Art und Weise treffend vermittelt. Gedanken an die französischen Soldaten im Russlandfeldzug, sowie den Überlebenskampf in Stalingrad kommen auf. Kategorien wie "Freund" und "Feind" oder "Herr" und "Knecht" verschwimmen im Angesicht des Todes völlig zu "Mensch" und "Mensch". "Klopft doch an Armenhütten und Königspaläste gleichen Fußes der bleiche Tod" ~ Horaz

    16. Nov. 2024

Autorin / Autor

Über Leo Tolstoi

Leo Tolstoi, geboren 1828, entstammt einem russischen Adelsgeschlecht. Ab 1851 leistete er seinen Militärdienst als Teil der zaristischen Armee im Kaukasuskrieg. Bereits durch seine danach veröffentlichten Kriegsberichte erlangte er Bekanntheit als Schriftsteller. Seine Hauptwerke »Krieg und Frieden« und »Anna Karenina« entstanden in den 60er- und 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts. 1910 starb Tolstoi infolge einer Lungenentzündung.

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