
279 Follower
"Wenn Sie nun nicht mehr Hrotsvit von Reinhausen sein konnte, dann könnte sie Hrotsvit von Gandersheim werden, die helle, laute Stimme des Stifts." Frauen kommen bis heute in der Welt der Literatur nicht gleichberechtigt mit Männern vor. Sarah Raich hat in diesem Roman der ersten deutschen Dichterin ein Denkmal gesetzt, die vielleicht auch eine der ersten deutschen Feministinnen war. Sie verleiht einer starken Frau eine Stimme, die auch heute noch wichtig ist, gehört zu werden. "Sie wollte Herzen und Seelen bewegen. Sie wollte Männer zum Verstummen bringen." Sarah Raich erzählt die Geschichte einer eigenwilligen Frau die unabhängig sein möchte und sich gegen die Zwänge des Patriarchats im frühen Mittelalter auflehnt. Sie versucht mutig zu sein hat sie doch so viele Wörter auf ihrer Seele, die heraus wollen. "Alles muss gewagt werden, alles muss gewagt werden." Inspiriert von den Texten der griechischen Dichterin Sappho, wagt sich Hrotsvit daran, eigene Gedichte zu schreiben. Sie möchte gehört werden diese Hrotsvit und sie möchte anderen Frauen ihre Stimme geben. "Ihr müsst lauter sein, noch viel lauter." Auch die Schuldgefühle, die so viele Frauen nach einer Vergewaltigung empfinden, wandelt sie in Verse um. "Wenn die Seele nicht zustimmt, dann gibt es keine Schuld." Mir haben ganz besonders die Teile des Romans gefallen, in denen es um die Geschichte von Hrotsvit ging. Wut hatte ich auf manch unsympathischen Wegbegleiter. Etwas verloren hat mich die Geschichte, wenn es um diesen Wiederling ging. Absolute Leseempfehlung 🫶
6. Mai 2024
"Wenn Sie nun nicht mehr Hrotsvit von Reinhausen sein konnte, dann könnte sie Hrotsvit von Gandersheim werden, die helle, laute Stimme des Stifts." Frauen kommen bis heute in der Welt der Literatur nicht gleichberechtigt mit Männern vor. Sarah Raich hat in diesem Roman der ersten deutschen Dichterin ein Denkmal gesetzt, die vielleicht auch eine der ersten deutschen Feministinnen war. Sie verleiht einer starken Frau eine Stimme, die auch heute noch wichtig ist, gehört zu werden. "Sie wollte Herzen und Seelen bewegen. Sie wollte Männer zum Verstummen bringen." Sarah Raich erzählt die Geschichte einer eigenwilligen Frau die unabhängig sein möchte und sich gegen die Zwänge des Patriarchats im frühen Mittelalter auflehnt. Sie versucht mutig zu sein hat sie doch so viele Wörter auf ihrer Seele, die heraus wollen. "Alles muss gewagt werden, alles muss gewagt werden." Inspiriert von den Texten der griechischen Dichterin Sappho, wagt sich Hrotsvit daran, eigene Gedichte zu schreiben. Sie möchte gehört werden diese Hrotsvit und sie möchte anderen Frauen ihre Stimme geben. "Ihr müsst lauter sein, noch viel lauter." Auch die Schuldgefühle, die so viele Frauen nach einer Vergewaltigung empfinden, wandelt sie in Verse um. "Wenn die Seele nicht zustimmt, dann gibt es keine Schuld." Mir haben ganz besonders die Teile des Romans gefallen, in denen es um die Geschichte von Hrotsvit ging. Wut hatte ich auf manch unsympathischen Wegbegleiter. Etwas verloren hat mich die Geschichte, wenn es um diesen Wiederling ging. Absolute Leseempfehlung 🫶
6. Mai 2024





