Blick ins Buch

Jugendbücher

Die rote Zora und ihre Bande

4,0(68)
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Über das Buch

Erst verliert der Junge Branko seine Mutter und sein Zuhause, dann wird er des Diebstahls verdächtigt und eingesperrt. Doch er wird befreit: Zora, das Mädchen mit den roten Haaren, nimmt ihn in ihrer Bande auf. Die Kinder hausen allein in einer alten Burg, schlagen sich durchs Leben und halten auch in Hunger und Not fest zusammen. Nichts kann ihre Freundschaft erschüttern – bis die Bürger des Küstenstädtchens sich dazu entschließen, Zora und ihre wilde Bande hinter Gitter zu bringen …

Kurt Helds Abenteuergeschichte gilt als eines der wichtigsten Kinderbücher der Gegenwart und ist ein zeitloses Plädoyer für Gerechtigkeit, Solidarität und Menschlichkeit. Ein Lieblingsbuch seit Generationen.

Mit Vignetten von Felicitas Horstschäfer und einem Vorwort von Kirsten Boie

Bei Antolin gelistet

Editionen (16)

ISBN9783737362597
VerlagFischer Sauerländer
Erscheinungsdatum01.01.90
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

68 Bewertungen

8 Rezensionen

4,0

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  • milynya
    milynya

    31 Follower

    4,0

    Nostalgie und Abenteuer

    Auf diesen Reread war ich sehr gespannt. Ich hatte 'Die Rote Zora' zwar mal als Kind gelesen, aber an die Handlung konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, nur an das Gefühl, von diesen unabhängigen, mutigen Kindern, der Uskoken-Bande, zu lesen. Und natürlich von Zora, die die Mutigste und Schlauste von ihnen allen war und deswegen die Anführerin der Jungs! Von diesem Gefühl der Bewunderung und des Abenteuers kam tatsächlich viel wieder zurück, gepaart mit einer seltsamen Nostalgie. Aber natürlich war es nicht dasselbe, das Buch nochmal als Erwachsene zu lesen. Als Kind stand natürlich das Abenteuer im Vordergrund und die clevere Art, wie die Bande den Gendarmen ein Schnippchen schlagen oder die Ungerechtigkeit strafen. Als Erwachsene mochte ich die Message, dass diese Kinder vielleicht 'Spitzbuben' und 'Taugenichtse' sind, aber wer hat wirklich Schuld daran? Sie selbst oder die Gesellschaft, die sich als Waisen nicht richtig um sie gekümmert hat? Irgendwo hat 'Die rote Zora' eine sehr liebevolle, optimistische Message, auch wenn es nicht beschönigt wird, dass es auch herzlose Menschen gibt und dass die meisten Menschen oft beides sein können. Ein sehr lohnenswertes Buch mit tollem Schauplatz :)

    31. Juli 2025

  • maric82
    maric82

    118 Follower

    4,0

    Ein Zeitloser Jugendroman, der an die Menschlichkeit rührt Die rote Zora und ihre Bande waren mir bis vor wenigen Jahren vor dieser Neuauflage nicht bekannt. Dabei handelt es sich doch um ein sehr bekanntes und vor allem langlebiges Jugendbuch, das Generationen prägte. Nach der Lektüre kann man da wirklich sagen - zurecht. Die Sprache wirkt zwar ein wenig antiquiert, was dem Buch aber nicht anlasten sollte, da es eben so ist, dass ältere Geschichten eine andere Sprache haben. Dafür ist die Geschichte im Allgemeinen doch sehr aktuell und auf jeden neue Generation anwendbar. Es geht um eine Bande von mittellosen und meist elternlosen Kindern, die in der Hafenstadt Senj (im heutigen Kroatien gegenüber dem südlichen Zipfel der Insel Krk gelegen) ihr Dasein fristen müssen. Sie halten sich mit kleinen Diebereien über Wasser und müssen sich den reicheren Kindern der Stadt erwehren. So bringen sie nach und nach einem Teil der Stadt gegen sich auf. Aber sie schaffen auch ehrliche Arbeit und das schätzen und sehen der andere Teil der Bevölkerung. Das Buch handelt nun davon, wie Branko erst seine Mutter, dann sein zu Hause verliert und dann bei Zora und ihrer Bande unterkommt. Sie erleben allerhand Abenteuer , aber auch Ungerechtigkeit, und davon handelt dieses Buch. Diese Geschichte ist zeitlos und kann über Generationen hinweg gelesen werden. Sehr zu empfehlen und wahrhaftig ein Klassiker der Jugendliteratur.

    11. Aug. 2024

  • jen85bey
    jen85bey

    21 Follower

    5,0

    Nach dem Tod seiner Mutter, ist Branko auf sich alleine gestellt. Obwohl viele der Bewohner Senji, seinen Vater Milan Babitsch einem erfolgreichen Geiger als Freund sehen möchte ihm keiner helfen. Schon kurze Zeit später gerät er in Schwierigkeiten, kann aber von der roten Zora befreit werden und ist von nun an Teil ihrer Bande. Von da an erlebt er viele Abenteuer und begeht aus Hunger viele spitzbübische Taten.

    Weiterhin ist “Die rote Zora und ihre Bande” eins meiner Lieblingsbücher: die Freundschaft und Zusammenhalt der Kinder ist einmalig. Auch das der Autor im Jahr 1941 ein Mädchen zur Anführerin macht ist bemerkenswert. Sie ist die deutlich bessere Pipi Langstrumpf. Ich bin nach wie vor von der beschriebenen Natur beeindruckt. Es gebe es zu, dass ich dieses Mal über die Länge der Kapitel gestolpert (20-30 Seiten) bin: ich habe es mit 12 Jahren wahrscheinlich nicht so war genommen (habe das Buch damals verschlungen), hat es mich jetzt viele Jahre später manchmal gestört. Ob es daran liegt das die Kapitel/Geschichte teilweise sehr langatmig ist (für Erwachsene) oder ob wir in einer immer schneller werdenden Welt leben und es nicht mehr gewohnt sind, wie auch immer es ist es Wert gelesen zu werden und ist ein echter Klassiker der Jugendliteratur. 5 von 5 Sternen.

    Nach dem Tod seiner Mutter, ist Branko auf sich alleine gestellt. Obwohl viele der Bewohner Senji, seinen Vater Milan Babitsch einem erfolgreichen Geiger als Freund sehen
möchte ihm keiner helfen. Schon kurze Zeit später gerät er in Schwierigkeiten, kann aber von der roten Zora befreit werden und ist von nun an Teil ihrer Bande. Von da an erlebt er viele Abenteuer und begeht aus Hunger viele spitzbübische Taten.

    14. Juni 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Kurt Held

Kurt Held wurde 1897 in Jena geboren. Er war verheiratet mit der bekannten Kinderbuchautorin Lisa Tetzner (u.a. "Die Kinder aus Nr. 67"); sie lebten nach dem Zweiten Weltkrieg in Carona bei Lugano. Er starb am 9.12.1959. "Die rote Zora und ihre Bande" ist sein Hauptwerk.

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