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Die Macht der Moral

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Über das Buch

Warum fühlt es sich oft so an, als würde die Hälfte der Bevölkerung in einem anderen moralischen Universum leben? Warum bedeuten "Gerechtigkeit" und "Freiheit" für verschiedene Menschen so unterschiedliche Dinge? Warum geraten wir ständig wegen unserer Weltanschauungen aneinander, selbst wenn wir im Grunde dasselbe wollen? Der Sozialpsychologe Jonathan Haidt zeigt: Die Antwort liegt in unserer Moral - die weit weniger auf Rationalität und Logik gründet als auf Intuition und Sozialtrieb. Moral bringt uns dazu, individuelle Interessen zu überwinden und mit anderen zu kooperieren; zugleich aber macht sie uns blind für die Perspektiven anderer Gruppen. So haben sich im Lauf der Evolution und Geschichte zwischen Gemeinschaften und Kulturen sehr unterschiedliche moralische Intuitionen herausgebildet. Haidt erklärt, wie diese uns sozial binden, aber auch blenden, etwa im politischen Dauerstreit zwischen Progressiven und Konservativen. Sein Buch hilft uns, nicht nur unser individuelles Verhalten besser zu verstehen, sondern auch die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der Gegenwart - und über weltanschauliche Gräben hinweg zueinanderfinden. Zu diesem Hörbuch gibt es Zusatzmaterial. Eine Anleitung zum Download finden Sie im FAQ des Shops und der argon-Webseite.

Editionen (1)

ISBN9783732487882
Verlagargon Sachhörbuch
Erscheinungsdatum17.04.26

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4,0

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  • wildeskopfkino
    wildeskopfkino

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    4,0

    Warum wir moralisch oft aneinander vorbeireden

    Manchmal schlägt man ein Sachbuch auf und denkt nach wenigen Seiten: Na super, jetzt erklärt mir jemand, warum beim Familienessen wieder alle laut werden, sobald Politik auf den Tisch kommt. Die Macht der Moral von Jonathan Haidt ist genau so ein Buch. Es nimmt einen an die Hand und sagt: Ruhig Blut, Menschen sind nicht automatisch dumm, böse oder komplett falsch abgebogen, nur weil sie moralisch anders ticken. Und ja, das musste mein innerer Stammtisch erst einmal verdauen. Haidt erklärt verständlich, warum Moral oft weniger mit kühler Logik zu tun hat und viel mehr mit Bauchgefühl, Zugehörigkeit und alten inneren Schaltkreisen. Klingt erst trocken, ist aber erstaunlich spannend. Plötzlich schaut man auf Diskussionen im Alltag ganz anders. Nicht mehr nur: Warum versteht der das denn nicht? Sondern eher: Ah, der startet moralisch einfach von einem anderen Punkt. Besonders stark ist das Buch, wenn es zeigt, wie Moral Menschen verbinden kann, aber uns gleichzeitig blind macht. Dieser Gedanke bleibt hängen. Man fühlt sich ertappt, manchmal sogar ein bisschen erwischt mit heruntergelassener Diskussionshose. Ganz leicht ist das Buch nicht immer. Es ist kein Sofa Snack, sondern eher ein kräftiger Kaffee ohne Zucker. Wach macht es aber definitiv. Wer verstehen möchte, warum Gesellschaft, Politik und Weltanschauungen so schnell aneinanderknallen, bekommt hier richtig viel Futter für Kopf und Herz. Für mich ein kluges, wichtiges und überraschend menschliches Sachbuch, das nicht belehrt, sondern den Blick weitet.

    Warum wir moralisch oft aneinander vorbeireden

    5. Juni 2026

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