Blick ins Buch

Romane

Ich und Kaminski

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Über das Buch

Manuel Kaminski ist ein Maler von Weltrang, seit Langem zurückgezogen lebend, es heißt, er sei erblindet. Der Kunsthistoriker Sebastian Zöllner will nun eine Biografie über den großen Mann schreiben, für die eigene Karriere verspricht er sich davon einiges. Doch ist Eile geboten, denn wer weiß, wie viele Jahre dem betagten Künstler in seinem Domizil in den Alpen noch gegeben sind. Zöllner macht sich auf den Weg. Leider ist der Maler von einem ganzen Hofstaat umgeben, und als es dem Biographen endlich gelingt, die Bewacher loszuwerden und Kaminski auf eine tagelange Reise mitzunehmen, muss er erkennen, dass er dem Alten in keiner Weise gewachsen ist ...

Editionen (8)

ISBN9783732484188
Verlagargon
Erscheinungsdatum23.09.25

Rezensionen & Bewertungen

75 Bewertungen

11 Rezensionen

3,6

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  • snoops
    snoops

    62 Follower

    2,5

    Naja

    In Teilen unterhaltsam, aber mehr leider nicht.

    14. März 2024

  • 4,0

    Nicht mein Lieblingsbuch von Kehlmann, aber die Charakterentwicklung war großartig. Besonders die letzten 30 Seiten stellen die gesamte Geschichte auf den Kopf.

    4. Juni 2022

  • aristipp_girl
    aristipp_girl

    69 Follower

    3,0

    Sebastian Zöllner, selbstgefälliges Bürschchen, soll eine Biografie über den zurückgezogen lebenden Maler Manuel Kaminsky schreiben. Kaminsky ist blind und gesundheitlich angeschlagen. Die Tochter entpuppt sich für Zöllner als Problemfaktor, die den Vater vor ihm abschirmt. Zöllner, der wenig an Kaminskys Leben, sondern nur an einem sensationellen Aufhänger interessiert ist, sorgt dafür allein mit Kaminsky zu sein, durchschnüffelt das Haus, findet Briefe, konfrontiert Kaminsyky mit seiner Jugendliebe, von der er glaubt sie sei tot und dann gehts rund. Die beiden begeben sich auf einen Roadtrip. Schnell wird klar, Kaminsky ist nicht der senile alte Sack, der von der Tochter bevormundet wird. Ganz süffisant durchkreuzt er Zöllners Pläne und erteilt ihm eine Lektion, muss aber dennoch selber in Konfrontration mit seiner Jugendliebe einiges wegstecken, bzw. stellt sich die Sache ein wenig anders dar als gedacht. Der Roman wird selbstgefällig, eitel aus der Ich-Perspektive Sebastian Zöllners erzählt. Kehlmann versteht sich darauf, schweren Themen eine spritzige Leichtigkeit zu verpassen. Sehr unterhaltsame Tonalität. Ironische Szenen und lebendige Dialoge, die teilweise schon arg an der Klamaukgrenze schrabbeln. Die Charaktere sind vielschichtig und komplex gestaltet. Gerade Zöllner ist trotz seiner negativen Eigenschaften und der narzisstischen Persönlichkeitsstruktur sehr facettenreich, dynamisch angelegt. Das Thema Kunst und Künstlerdasein wird sehr seicht bespielt. Von Bildungsdünkel sind wir hier weit entfernt. Im Grunde geht es ehr in der Quintessenz um Ruhm und Vergänglichkeit. Am Ende kennt dich eh keiner mehr. Auch wenn dieses Buch eins der kantigeren von Kehlmann ist, die ich mehr mag, weil sie noch nicht so perfekt durchgeplant sind, lese ich auch hier bereits die Struktur, die Motive und Absichten zu klar heraus. Und das ist tatsächlich seltsam, da der Text sprachlich sehr leicht daher kommt, haftet ihm dennoch eine steife Note der bewussten Inszenierung an. Er fühlt sich nicht echt an. Ein künstliches Kunstprodukt.

    3. Sept. 2024

3 von 11 Rezensionen

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