Welche Frau würde sich nicht gerne den perfekten Mann malen? Comiczeichnerin Nellie hat schlimmen Liebeskummer, da fällt ihr zufällig eine alte tibetische Zeichenkladde in die Hände. In diese zeichnet Nellie ihren Traumprinzen: stark, edel und dreitagebärtig. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, hat der Prinz das Zeichenblatt verlassen und steht leibhaftig vor ihr. Mit Schwert und Kettenhemd. Gemeinsam mit dem ungestümen Prinzen namens Retro macht Nellie sich in Berlin auf die Suche nach dem Geheimnis der magischen Kladde. Dabei erlebt das ungleiche Paar jede Menge Abenteuer: Nellie und Retro kämpfen gegen Söldner und einen Chihuahua, sie fliehen vor der Polizei und stellen fest, dass böse Kräfte mit der Magie der Zeichenkladde die Welt zerstören wollen. Das größte Abenteuer jedoch, das die beiden zu bestehen haben, ist das der Liebe.
Wie die meisten Bücher von David Safier habe ich auch dieses verschlungen. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht es zu lesen.
Sympathische und unterhaltsame Charaktere und man fiebert mit.
Wer gerne eine lustige und einfallsreiche Geschichte lesen möchte, wäre mit diesem Buch bestens aufgehoben!
17. Juni 2024
5,0
Lustig
Wie die meisten Bücher von David Safier habe ich auch dieses verschlungen. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht es zu lesen.
Sympathische und unterhaltsame Charaktere und man fiebert mit.
Wer gerne eine lustige und einfallsreiche Geschichte lesen möchte, wäre mit diesem Buch bestens aufgehoben!
Fantasy Drift, reale Welt und wieder ein echter Safier
David Safier macht’s wieder. Und zwar mit einem Knall, einem Grinsen und einem kleinen Kloß im Hals. Traumprinz ist genau das, was man erwartet – und dann doch wieder nicht. Der Autor, bekannt durch Werke wie Mieses Karma oder Jesus liebt mich, legt erneut eine herrlich schräge, aber erstaunlich tiefgründige Geschichte vor, die irgendwo zwischen Fantasy, RomCom und Philosophie-Snack pendelt.
Worum geht’s (bis etwa zur Mitte)?
Wir treffen auf Rosa – eine Frau, die das mit der Liebe endgültig abgehakt hat. Enttäuscht, frustriert, zynisch, wie man’s eben kennt, wenn Tinder zur einzigen Hoffnung verkommen ist. Und dann – zack – passiert das Unglaubliche: Ein waschechter Ritter springt aus einem Buch! Nein, kein Tinder-Date, kein Midlife-Crisis-Trip – ein echter, schimmernder, höflich-nerviger Mittelalter-Kavalier. Traumprinz deluxe. Sir Lancelot meets Waschmaschine.
Ab da geht's rund: Zwei Welten prallen aufeinander, Missverständnisse pflastern den Weg, und die Dialoge zwischen Ritter und Realistin sind einfach Gold wert. Rosa versucht, ihn in ihre Welt zu integrieren (Spoiler: funktioniert mäßig), während der Ritter mit Ehre, Mut und ziemlich mittelalterlichen Vorstellungen von Frauenrollen aufwartet. Was erstmal nach Slapstick klingt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem Nachdenkstück über Liebe, Sehnsucht und den Mut, sich selbst zu hinterfragen.
Und was macht das mit mir?
Tja – sagen wir’s so: Ich hab gelacht. Und dann... na ja, plötzlich lag da so ein Spiegel auf dem Nachttisch.
David Safier hat mal wieder dieses geniale Talent, mit einer scheinbar lockeren Geschichte mitten ins Herz zu treffen. Zwischen all dem Klamauk und den absurden Situationen – wie der Ritter versucht, mit Google Maps zurechtzukommen – steckt eine Botschaft, die einen nicht mehr loslässt: Was bedeutet eigentlich Liebe heute? Und wie oft halten wir sie für selbstverständlich?
Ich bin jetzt seit 25 Jahren mit meiner Frau zusammen – und ja, nach diesem Buch kam ich ins Grübeln. Ob ich ihr tatsächlich jeden Tag zeige, dass sie mir wichtig ist. Oder ob ich manchmal einfach wie ein bockiger Nebencharakter in meinem eigenen Liebesroman bin. Da holt Safier einen wirklich runter von der ironischen Meta-Ebene und packt einen genau da, wo’s zählt.
Fazit:
Traumprinz ist nicht nur Fantasy, es ist nicht nur Klamauk – es ist eine charmante Erinnerung daran, dass Liebe aktiv ist, lebendig sein will und mehr braucht als Blumen zum Hochzeitstag. David Safier beweist wieder, dass Unterhaltung nicht dumm sein muss und dass Bücher uns zum Lachen UND Nachdenken bringen können.
Oder, wie man’s zusammenfassen könnte:
Safier kann’s einfach. Wieder mal. Und wie!
Jetzt wartet nur noch der letzte Teil der Miss Merkel-Reihe im Bücherregal – der Urlaub kann kommen. Und meine Frau bekommt heute Abend Blumen. Einfach so.
26. Juni 2025
5,0
Fantasy Drift, reale Welt und wieder ein echter Safier
David Safier macht’s wieder. Und zwar mit einem Knall, einem Grinsen und einem kleinen Kloß im Hals. Traumprinz ist genau das, was man erwartet – und dann doch wieder nicht. Der Autor, bekannt durch Werke wie Mieses Karma oder Jesus liebt mich, legt erneut eine herrlich schräge, aber erstaunlich tiefgründige Geschichte vor, die irgendwo zwischen Fantasy, RomCom und Philosophie-Snack pendelt.
Worum geht’s (bis etwa zur Mitte)?
Wir treffen auf Rosa – eine Frau, die das mit der Liebe endgültig abgehakt hat. Enttäuscht, frustriert, zynisch, wie man’s eben kennt, wenn Tinder zur einzigen Hoffnung verkommen ist. Und dann – zack – passiert das Unglaubliche: Ein waschechter Ritter springt aus einem Buch! Nein, kein Tinder-Date, kein Midlife-Crisis-Trip – ein echter, schimmernder, höflich-nerviger Mittelalter-Kavalier. Traumprinz deluxe. Sir Lancelot meets Waschmaschine.
Ab da geht's rund: Zwei Welten prallen aufeinander, Missverständnisse pflastern den Weg, und die Dialoge zwischen Ritter und Realistin sind einfach Gold wert. Rosa versucht, ihn in ihre Welt zu integrieren (Spoiler: funktioniert mäßig), während der Ritter mit Ehre, Mut und ziemlich mittelalterlichen Vorstellungen von Frauenrollen aufwartet. Was erstmal nach Slapstick klingt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem Nachdenkstück über Liebe, Sehnsucht und den Mut, sich selbst zu hinterfragen.
Und was macht das mit mir?
Tja – sagen wir’s so: Ich hab gelacht. Und dann... na ja, plötzlich lag da so ein Spiegel auf dem Nachttisch.
David Safier hat mal wieder dieses geniale Talent, mit einer scheinbar lockeren Geschichte mitten ins Herz zu treffen. Zwischen all dem Klamauk und den absurden Situationen – wie der Ritter versucht, mit Google Maps zurechtzukommen – steckt eine Botschaft, die einen nicht mehr loslässt: Was bedeutet eigentlich Liebe heute? Und wie oft halten wir sie für selbstverständlich?
Ich bin jetzt seit 25 Jahren mit meiner Frau zusammen – und ja, nach diesem Buch kam ich ins Grübeln. Ob ich ihr tatsächlich jeden Tag zeige, dass sie mir wichtig ist. Oder ob ich manchmal einfach wie ein bockiger Nebencharakter in meinem eigenen Liebesroman bin. Da holt Safier einen wirklich runter von der ironischen Meta-Ebene und packt einen genau da, wo’s zählt.
Fazit:
Traumprinz ist nicht nur Fantasy, es ist nicht nur Klamauk – es ist eine charmante Erinnerung daran, dass Liebe aktiv ist, lebendig sein will und mehr braucht als Blumen zum Hochzeitstag. David Safier beweist wieder, dass Unterhaltung nicht dumm sein muss und dass Bücher uns zum Lachen UND Nachdenken bringen können.
Oder, wie man’s zusammenfassen könnte:
Safier kann’s einfach. Wieder mal. Und wie!
Jetzt wartet nur noch der letzte Teil der Miss Merkel-Reihe im Bücherregal – der Urlaub kann kommen. Und meine Frau bekommt heute Abend Blumen. Einfach so.