Der Buchdrucker der Medici

Der Buchdrucker der Medici

Taschenbuch
4.01
ReformationBuchhandlung Wagnersche ThaliaGeschichte 1639-2006Pest

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Beschreibung

Inmitten der Wirren des Dreißigjährigen Krieges lässt sich der Buchdruckergeselle Michael Wagner in Innsbruck nieder. Wenig später hält Wagner einen Brief der Tiroler Landesfürstin Claudia de' Medici in Händen, in dem sie ihn zum Hofdrucker ernennt. Welche Zukunft liegt vor der Wagner'schen Hofdruckerei und Buchhandlung? Welche Bücher werden dort in den Regalen stehen, welche Menschen in den Geschäftsräumen ein und aus gehen? Christoph W. Bauer schickt Michael Wagner selbst auf die Reise. Er lässt ihn durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte bis in unsere Gegenwart streifen, voller Neugier, Erstaunen und auch Befremden über die Umbrüche, denen er begegnet. Seine Chronik eines Unternehmens wird so zugleich zu einem unterhaltsamen, leichtfüßigen Streifzug durch mehrere Jahrhunderte der Geschichte des Buches und des Büchermachens. Folgen Sie dem Hofbuchdrucker auf seiner mitreißenden Tour d’Horizon durch fast 400 Jahre Geschichte: Tauchen Sie ein in das Getümmel des barocken Innsbruck, erleben Sie die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, den Ausbruch der Pest, den Tiroler Volksaufstand 1809 und die unrühmlichen Irrwege des Ersten und Zweiten Weltkrieges aus der Sicht des Buchdruckers, der über seinem Geschäft und seinen Nachfahren wacht - und so manches Mal ungläubig den Kopf schüttelt, die Augen verschließt oder sich ärgert. Es ist eine lebendige, brillant recherchierte Alltagsgeschichte, der Christoph W. Bauer hier pulsierendes Leben einhaucht. Eine Erzählung, in der sich die großen Umbrüche und Herausforderungen der vergangenen Jahrhunderte spiegeln und nicht zuletzt ein großes Lesevergnügen, das mit spielerischer Leichtigkeit einige hundert Jahre Geschichte einfängt und erlebbar macht. ***Leichtfüßiger Streifzug durch die Geschichte des gedruckten Buches - gut recherchiert, eindrucksvoll erzählt, ein kurzweiliges Lesevergnügen.***

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Tatsachenberichte
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
184
Preis
12.95 €

Beiträge

1
Alle
4

Der Buchdrucker der Medici war anders als ich es erwartet habe. Es fügen sich ein wenig fragmentarisch Abschnitte zusammen, dabei ist stets präsent Michael Wagner. Zuerst verfolgen wir ihn in seiner Anfangszeit, wie er sich seine Offizin aufbaut, ausbaut und führt, wie sie an seinen Sohn geht, an seinen Enkel, Urenkel und wie sie dann aus der Familie ausbricht und in andere Hände wandert. Wagner ist ab einem bestimmten Zeitpunkt gestorben, jedoch begleitet er den Leser bis in die neuste Zeit. Dabei wird der Wandel des Gewerbes beschrieben und auch von Wagner beurteilt, er ist stets präsent und betrachtet mit Argusaugen sein Lebenswerk. Ich fand es wirklich sehr aufschlussreich und interessant geschrieben. Ich habe eine fließendere Erzählung erwartet und keine Erzählung, die mich über mehrere Jahrhunderte bringt. Der Wandel war schön dargestellt und immer als Rückbezug zum einstigen hatte man Wagner dabei, der selbst wie ein Leser wirkte, finde ich. Der genau wie wir als Leser schaut und bangt und sich fragt, was als nächstes kommt, ob sich seine Offizin hält oder nicht. Ein bisschen schwierig fand ich hin und wieder die Übergänge, die kamen sehr ruckartig manchmal, wobei es an gewissen Stellen auch passend war, deshalb möchte ich da gar nicht so viel herummeckern. In der Mitte hatte ich einen kleinen Hänger, da ging es eher schleppend voran. Dennoch hat mich das Buch wirklich sehr begeistert und ich bin froh, dass ich es aus der Stöberkiste mitgenommen habe! 4/5 Sternis

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