Blick ins Buch

Romane

Es bleibt doch in der Familie

4,4(42)
Softcover17,00 €E-Book14,99 €
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Was wir erben, wenn wir erben
Eine winzige Rheininsel, Fluch und Segen einer Erbschaft und eine bewegende Suche nach Identität

Die Schwestern Marlene, Esther und Nicole erleben, wie die Aussicht auf eine Erbschaft auch höchst Unliebsames zu Tage fördert: Neid, Misstrauen, längst vergessen geglaubte Erinnerungen und das gut gehütete Lebensgeheimnis der Erblasserin und ihres vor Jahrzehnten verstorbenen Ehemanns. Ihre Tante Klara hat ihren sechs Nichten und Neffen ihr altes Haus auf der Insel Hohenwerth und ihren gesamten Besitz vermacht, zu gleichen Teilen allerdings auch einem völlig Unbekannten, ihrer großen Liebe. Marlene und ihre Schwestern müssen sich fragen, was sie hier eigentlich erben und wie hoch der Preis ist, den sie alle zu zahlen haben.

Editionen (1)

ISBN9783651001459
VerlagFISCHER Scherz
Erscheinungsdatum24.09.25
Seitenzahl384

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelAnschaulichMinimalistischNachdenklichSpannend

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

18 Rezensionen

4,4

Tippen zum Filtern

  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    673 Follower

    5,0

    Christiane Wünsche zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, ich habe alle ihre Familienromane sehr gern gelesen und auch mit dem neuesten Es bleibt doch in der Familie hat sie meine Erwartungen erfüllt. Es geht um eine Erbengemeinschaft und deren Umgang mit dem Erbe nach dem Tod ihrer Tante Klara. Klara lebte seit ihrer Heirat in den 1950er Jahren auf der Rheininsel Hohenwerth. Die Insel ist vom Festland aus nur mit dem Boot erreichbar, Klara lebte dort seit dem frühen Tod ihres Mannes ganz alleine. Bis zu einem Vorfall in den Achtziger Jahren lud sie ihre beiden Schwestern und deren Kinder jeden Sommer zu sich auf die Insel ein. Sie hat ihr Erbe zu gleichen Teilen den sechs Kindern ihrer Schwestern und einer unbekannten siebten Person vermacht, die sie in ihrem Testament als ihre große Liebe bezeichnet. Klaras älteste Nichte Marlene hatte den meisten Kontakt zu ihrer Tante. Sie lebt allein und arbeitet als Klavierlehrerin. Klaras Klavier ist das einzige, das die erben möchte. Sie ist traurig darüber, dass Klara ihr nie von ihrer großen Liebe erzählt hatte. Der Roman ist aus der Perspektive der drei Schwestern Marlene, Esther und Nicky geschrieben. Esther ist verheiratet, hat zwei Söhne und wird bald Oma. Nicky ist geschieden und hat eine erwachsene Tochter, ihr Zwillingsbruder Andy lebt mit seinem Mann in Australien. Bei der Testamentseröffnung gibt es neben der Enthüllung der Identität von Klaras großer Liebe eine weitere Überraschung für die Familie. Ihnen wird eine Frist von vier Wochen eingeräumt, um zu entscheiden, wie sie mit dem Erbe verfahren wollen, Klaras einzige Bedingung ist, dass die Entscheidung einmütig getroffen wird. Marlene ist mein Lieblingscharakter in dem Roman, sie ist meiner Meinung nach die Einzige unter Klaras Neffen und Nichten, die das Erbe verdient hatte. „Ihr wurde schmerzlich bewusst, dass sie ihr bisheriges Leben lang auf der Suche gewesen war, was sie als Frau eigentlich ausmachte. In früheren Zeiten hätte man sie vielleicht als alte Jungfer eingestuft, als kinderlose unverheiratete Frau ohne Aussicht, eine eigene Familie zu gründen und damit in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Doch obwohl es sie schmerzte, kein Kind zu haben, war sie zu keiner Zeit gesellschaftlich geächtet oder wegen ihres Singledaseins angefeindet worden.“ Ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder Andi, der aufgrund seiner Homosexualität oft angefeindet wurde. Marlene findet Antworten auf ihre Fragen in Peters Tagebüchern, doch was damals wirklich passiert ist, erfahren wir erst am Ende des Romans. Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen, da immer wieder neue Fragen aufgetaucht sind, auf die ich Antworten haben wollte, allen voran: Wer war Klaras große Liebe und war Peters Tod wirklich ein Unfall? Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung von Michael, der seine ignorante und arrogante Einstellung zu Menschen, die in seinen Augen nicht „normal“ sind, überdacht hatte. Als Familienmensch habe ich mich auch sehr darüber gefreut, dass sich die sechs Cousins und Cousinen im Zuge der Erbangelegenheit wieder angenähert hatten. Christiane Wünsche hat erneut einen spannenden und interessanten Roman geschrieben, den ich sehr gern weiterempfehle.

    22. Sept. 2025

  • hazelmauz
    hazelmauz

    150 Follower

    4,5

    In welche Familie wir hineingeboren werden können wir uns (leider) nicht aussuchen. Doch was wir aus unserem Leben machen, können wir heute selbst bestimmen. In den 50-ger Jahren sah das komplett anders aus. Die Frau hatte ihre Rolle, der Mann hatte seine Rolle - und alles war perfekt. Doch was ist das für ein Leben, das nicht so läuft. Wo man sich anders fühlt, anders als die Anderen. Diese Geschichte erzählt davon. Was für Qualen, was für ein Versteckspielen - heute fast nicht mehr vorstellbar. Erst der Tod lüftet hier das Familiengeheimnis. Die Dynamik innerhalb dieser Familie, sehr authentisch beschrieben. Eine klare Leseempfehlung von mir.

    26. Dez. 2025

  • heidi4
    heidi4

    100 Follower

    4,0

    Ich mag die Romane von Christiane Wünsche sehr gerne. Mit diesem Buch ist ihr wieder ein toller Familienroman gelungen, mit einem Thema an dem viele Familien leider zerbrechen. Es geht um das Thema Erbschaft, auch um Misstrauen, Neid und Identität. Es ist sehr feinfühlig und bewegend geschrieben, in kurzen Kapiteln, aus der Sicht der drei Schwestern Marlene, Esther und Nicole. Die Charaktere wirken authentisch und man kann sich gut in sie hinein versetzen. Am liebsten mochte ich Marlene. Das Buch hat mich in seinem Bann gezogen und macht nachdenklich. Man denkt an die eigene Familie und Verwandtschaft. Für mich ist Frieden in der Familie wichtiger als Geld und Erbschaft und ich hoffe dass ich den Frieden auch weiterhin erhalten kann. Das Ende hat mir gut gefallen. Klare Leseempfehlung !

    29. März 2026

3 von 18 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Christiane Wünsche

Ihren Lebenstraum, Autorin zu werden, erfüllte Christiane Wünsche sich 2013 mit der Veröffentlichung ihres ersten Kriminalromans. Mit ihren vielschichtigen Familienromanen wurde sie auch überregional bekannt. »Aber Töchter sind wir für immer« und »Heldinnen werden wir dennoch sein« stiegen auf Anhieb in die Spiegel-Bestsellerliste ein.Die Autorin wurde 1966 in Lengerich in Westfalen geboren, lebt aber seit der Kindheit im Rheinland, wo sie mit zwei Schwestern aufwuchs. Kaarst am Niederrhein ist längst zu ihrer Wahlheimat geworden, in der auch einige ihrer Geschichten spielen. Christiane Wünsche hat eine erwachsene Tochter und ein Enkelkind. Wenn ihre große Familie zusammenkommt, sitzen fast zwanzig Personen an einem Tisch. Sie sind ihr Kraftquell und Inspiration zugleich.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick