Ein mitreißender Mafia-Thriller
Der kleine Vito entkommt als Einziger einem Massaker in seinem Heimatort auf Sizilien. Er flieht nach New York und wird als Erwachsener zum gefürchteten Paten der amerikanischen Mafia. Aber ihn beherrscht nur ein Gedanke: Er will den Mord an seiner Familie rächen.
«Im New York der 30er Jahre haben einige italienische Großfamilien die Stadt unter sich aufgeteilt. Wetten, Bestechung und Schmuggel gehören zu den krummen Geschäften der Männer, die ihrem Paten Don Vito Corleone absolute Treue geschworen haben. Alles läuft nach den festen Regeln der ehrenwerten Gesellschaft ab – bis ein Bandenkrieg ausbricht. Mario Puzo beschreibt das Bandenmilieu detailgetreu und unheimlich mitreißend. Keine Angst vor den vielen Seiten, die hat man in null Komma nix gelesen.» (Brigitte)
Was für ein Buch! Absolut atmosphärisch! Tolle, spannende Charakter und sehr interessante Story.
Teilweise ein kleines bisschen langatmig, aber sehr angenehm zu lesen!
Super Klassiker, ein Muss für jeden Mafia Fan!
9. März 2026
4,0
Grandioser Klassiker des Mafia Genres!
Was für ein Buch! Absolut atmosphärisch! Tolle, spannende Charakter und sehr interessante Story.
Teilweise ein kleines bisschen langatmig, aber sehr angenehm zu lesen!
Super Klassiker, ein Muss für jeden Mafia Fan!
Der Roman spielt im Jahr 1945 und erzählt die Geschichte der New Yorker Mafiafamilie Corleone. Don Vito Corleone, der nach einem Blutbad aus Sizilien in die USA geflohen ist, hat sich dort als mächtiger Pate ein Mafia-Imperium aufgebaut. Durch Erpressung, Glücksspiel, Schmuggel und Prostitution sichert er seiner Familie enorme Profite und schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Michael Corleone, der sich zunächst bewusst vom Mafia-Geschäft seiner Familie distanziert. Doch durch die Gewalt, die seiner Familie angetan wird, wird er zunehmend hineingezogen. Aus Pflichtgefühl und Rachedurst übernimmt er Verantwortung, begeht selbst Morde und flieht schließlich nach Sizilien. Dort erkennt er jedoch, dass er dem Mafia-Leben nicht entkommen kann: Selbst in der Heimat seiner Familie holen ihn Gewalt und Verlust ein...
Mir hat besonders die Darstellung von Vito Corleones Autorität gefallen: Wenn er spricht, wird deutlich, dass er nichts beweisen muss, andere fügen sich ihm ganz selbstverständlich. Ebenso überzeugend ist die Entwicklung Michaels vom außenstehenden Sohn zum erbarmungslosen Mafiaboss. Er bildet das tragische Herz des Romans 💔
1. Feb. 2026
4,5
Brutal, spannend und von Macht durchzogen.
Der Roman spielt im Jahr 1945 und erzählt die Geschichte der New Yorker Mafiafamilie Corleone. Don Vito Corleone, der nach einem Blutbad aus Sizilien in die USA geflohen ist, hat sich dort als mächtiger Pate ein Mafia-Imperium aufgebaut. Durch Erpressung, Glücksspiel, Schmuggel und Prostitution sichert er seiner Familie enorme Profite und schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Michael Corleone, der sich zunächst bewusst vom Mafia-Geschäft seiner Familie distanziert. Doch durch die Gewalt, die seiner Familie angetan wird, wird er zunehmend hineingezogen. Aus Pflichtgefühl und Rachedurst übernimmt er Verantwortung, begeht selbst Morde und flieht schließlich nach Sizilien. Dort erkennt er jedoch, dass er dem Mafia-Leben nicht entkommen kann: Selbst in der Heimat seiner Familie holen ihn Gewalt und Verlust ein...
Mir hat besonders die Darstellung von Vito Corleones Autorität gefallen: Wenn er spricht, wird deutlich, dass er nichts beweisen muss, andere fügen sich ihm ganz selbstverständlich. Ebenso überzeugend ist die Entwicklung Michaels vom außenstehenden Sohn zum erbarmungslosen Mafiaboss. Er bildet das tragische Herz des Romans 💔
Mario Puzos Roman "Der Pate" aus dem Jahr 1969 ist ein wegweisendes Meisterwerk. Man kann sich kaum einen pointierteren Einstieg vorstellen. Die Tochter des Dons feiert Hochzeit und wir werden hineingezogen in die Welt der italo-amerikanischen Mafia.
Puzo lässt uns Zeuge werden, wie Bittsteller vor dem Paten um Audienz flehen und etabliert dabei auf meisterhafte Weise die zentralen Motive von Macht, Loyalität und familiärer Bindung.
Kay Adams, die Freundin von Michael Corleone, dient dabei als wichtige Identifikationsfigur für den Leser. Diese ist zu Beginn des Epos genauso uninformiert wie wir und wird stellvertretend für den Leser in die Familienangelegenheiten der Corleones eingeführt.
Puzos Erzählstil ist dabei bemerkenswert: Er wechselt mühelos zwischen den verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen, wodurch ein komplexes und vielschichtiges Bild der Familie Corleone entsteht.
Hierdurch schafft Puzo uns eine Zugänglichkeit, die auch genrefremde Leser stets auf die nächste Seite zwingt. Puzo entführt uns in eine faszinierende, aber auch erschreckende Welt. Er beschreibt die Rituale und Traditionen der Mafia mit einer Detailgenauigkeit, die den Leser in ihren Bann zieht. Doch immer wieder bricht diese Romantisierung auf, wenn die brutale Realität der Gewalt und des Verrats schonungslos offenbart wird. So entsteht ein ständiges Wechselbad der Gefühle, das uns zwischen Faszination und Abscheu schwanken lässt.
Als besonders eindrückliches Beispiel wird oft die Metapher des 'Paten' als Marionettenspieler, der im Hintergrund die Fäden zieht und die Geschicke seiner Familie lenkt, genutzt. Viel mehr gleicht das Leiten der Familienangelegenheiten in dem Werk einem Schachspiel, in dem Bauern bewegt und geopfert werden, um wichtigere Figuren des Konkurrenten aus der Deckung oder in eine Falle zu locken. Durch die Erzähldauer von mehreren Jahrzehnten, erleben wir zwangsweise, was die Zeit mit den Figuren im Roman anstellt. Vor allem wird uns aber gezeigt, dass die Menschen hier neben Gangsterhabitus und -Attitüde auch Gefühle, Leiden und Unsicherheiten verkörpern. Dieses Werk hat unsere Narrative der Mafia geprägt wie kein anderes und zerbricht sie doch von innen heraus. Kleine Fehler bedeuten ein umfängliches Scheitern, welches dann entweder den Tod oder eine gehobene Form der Versklavung bedeutet.
Nebenbei bemerkt ist dies ein Buch, welches wie kaum ein anderes durch die Verfilmung bereichert wurde. Hierbei geht es nicht um den kommerziellen Erfolg, sondern um die Visualisierung der Vorstellungen. Mahnt man bei vielen Werken noch an, dass man immer erst die Romanvorlage lesen sollte, damit das geistige Auge sich sein eigenes Bild von den Charakteren machen kann, so gibt es keinen passenderen Don Vito Corleone als Marlon Brando. Obendrein schrieb Puzo das Drehbuch gemeinsam mit Coppola, weshalb wir bis auf obligatorische Kürzungen die nahezu gleiche Geschichte erleben. Dennoch sollte man sich vor dem Schauen des ganzen Films erst dem Printwerk hingeben, da ohnehin kein Mensch der westlichen Welt jemals dieses Buch ergreifen wird, ohne vorher zumindest das Konterfei des Paten auf Postern gesehen zu haben. Interessant hierbei ist, dass wir im Buch zumeist von einem personalen Erzähler begleitet werden, welcher uns zumindest an den Gedanken selektiver Charaktere teilhaben lässt.
Der Film verzichtet hierauf völlig und wir müssen immer selbst darauf kommen, warum eine Person jetzt gerade genauso handelt. So zeigen uns in diesem Werk vor allem die Augen der Frauen in dieser von Männern regierten Verbrecherwelt, was diese Mafiaromantik aus den "Helden" macht.
Fühlt man sich doch teilweise wirklich wie auf einer typischen Heldenreise, bei der man sich dabei erwischt mit Figuren mitzufiebern und ihnen die Daumen beim Bewältigen ihrer Aufgaben drückt, werden wir immer wieder schmerzlich daran erinnert, dass wir eigentlich der "Bösen" Seite über die Schulter schauen.
Letztendlich hat mich dieses Epos mehr mitgerissen als ich es jemals erwartet hätte. Hatte ich anfangs Respekt vor dem Umfang, der zahlreichen italienischen Namen und der ganzen Mafiawelt, so machte Puzo mir mit seinem Bestseller definitiv ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann.
6. Apr. 2025
5,0
Mario Puzos Roman "Der Pate" aus dem Jahr 1969 ist ein wegweisendes Meisterwerk. Man kann sich kaum einen pointierteren Einstieg vorstellen. Die Tochter des Dons feiert Hochzeit und wir werden hineingezogen in die Welt der italo-amerikanischen Mafia.
Puzo lässt uns Zeuge werden, wie Bittsteller vor dem Paten um Audienz flehen und etabliert dabei auf meisterhafte Weise die zentralen Motive von Macht, Loyalität und familiärer Bindung.
Kay Adams, die Freundin von Michael Corleone, dient dabei als wichtige Identifikationsfigur für den Leser. Diese ist zu Beginn des Epos genauso uninformiert wie wir und wird stellvertretend für den Leser in die Familienangelegenheiten der Corleones eingeführt.
Puzos Erzählstil ist dabei bemerkenswert: Er wechselt mühelos zwischen den verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen, wodurch ein komplexes und vielschichtiges Bild der Familie Corleone entsteht.
Hierdurch schafft Puzo uns eine Zugänglichkeit, die auch genrefremde Leser stets auf die nächste Seite zwingt. Puzo entführt uns in eine faszinierende, aber auch erschreckende Welt. Er beschreibt die Rituale und Traditionen der Mafia mit einer Detailgenauigkeit, die den Leser in ihren Bann zieht. Doch immer wieder bricht diese Romantisierung auf, wenn die brutale Realität der Gewalt und des Verrats schonungslos offenbart wird. So entsteht ein ständiges Wechselbad der Gefühle, das uns zwischen Faszination und Abscheu schwanken lässt.
Als besonders eindrückliches Beispiel wird oft die Metapher des 'Paten' als Marionettenspieler, der im Hintergrund die Fäden zieht und die Geschicke seiner Familie lenkt, genutzt. Viel mehr gleicht das Leiten der Familienangelegenheiten in dem Werk einem Schachspiel, in dem Bauern bewegt und geopfert werden, um wichtigere Figuren des Konkurrenten aus der Deckung oder in eine Falle zu locken. Durch die Erzähldauer von mehreren Jahrzehnten, erleben wir zwangsweise, was die Zeit mit den Figuren im Roman anstellt. Vor allem wird uns aber gezeigt, dass die Menschen hier neben Gangsterhabitus und -Attitüde auch Gefühle, Leiden und Unsicherheiten verkörpern. Dieses Werk hat unsere Narrative der Mafia geprägt wie kein anderes und zerbricht sie doch von innen heraus. Kleine Fehler bedeuten ein umfängliches Scheitern, welches dann entweder den Tod oder eine gehobene Form der Versklavung bedeutet.
Nebenbei bemerkt ist dies ein Buch, welches wie kaum ein anderes durch die Verfilmung bereichert wurde. Hierbei geht es nicht um den kommerziellen Erfolg, sondern um die Visualisierung der Vorstellungen. Mahnt man bei vielen Werken noch an, dass man immer erst die Romanvorlage lesen sollte, damit das geistige Auge sich sein eigenes Bild von den Charakteren machen kann, so gibt es keinen passenderen Don Vito Corleone als Marlon Brando. Obendrein schrieb Puzo das Drehbuch gemeinsam mit Coppola, weshalb wir bis auf obligatorische Kürzungen die nahezu gleiche Geschichte erleben. Dennoch sollte man sich vor dem Schauen des ganzen Films erst dem Printwerk hingeben, da ohnehin kein Mensch der westlichen Welt jemals dieses Buch ergreifen wird, ohne vorher zumindest das Konterfei des Paten auf Postern gesehen zu haben. Interessant hierbei ist, dass wir im Buch zumeist von einem personalen Erzähler begleitet werden, welcher uns zumindest an den Gedanken selektiver Charaktere teilhaben lässt.
Der Film verzichtet hierauf völlig und wir müssen immer selbst darauf kommen, warum eine Person jetzt gerade genauso handelt. So zeigen uns in diesem Werk vor allem die Augen der Frauen in dieser von Männern regierten Verbrecherwelt, was diese Mafiaromantik aus den "Helden" macht.
Fühlt man sich doch teilweise wirklich wie auf einer typischen Heldenreise, bei der man sich dabei erwischt mit Figuren mitzufiebern und ihnen die Daumen beim Bewältigen ihrer Aufgaben drückt, werden wir immer wieder schmerzlich daran erinnert, dass wir eigentlich der "Bösen" Seite über die Schulter schauen.
Letztendlich hat mich dieses Epos mehr mitgerissen als ich es jemals erwartet hätte. Hatte ich anfangs Respekt vor dem Umfang, der zahlreichen italienischen Namen und der ganzen Mafiawelt, so machte Puzo mir mit seinem Bestseller definitiv ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann.