
280 Follower
"Über mir die Vögel und hier auf der Erde ich, die ich mit ihnen fliege." Eva ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen an dem sie nicht so recht weiter weiß. Ihre Ehe schon vor Jahren gescheitert und ihre Tochter hat sich von ihr zurückgezogen. Die Musikkarriere hat sie schon aufgegeben, als Sophie noch klein war. Einzig Luise, Evas beste Freundin seit Kindertagen, bietet Halt. Bei einem Besuch bei ihr in Schweden findet Eva einen jungen, verletzten Kranich und mit ihm beginnt eine aufregende Reise, nicht nur den Kranichen hinterher. Mit einem alten Dreigang-Fahrrad, einem Zelt und großer Unsicherheit im Gepäck macht sich Eva auf eine Roadtour durch verschiedene Länder, immer der kleinen Selma, dem Kranichmädchen hinterher. Doch was als Begleitung der Kraniche beginnt, wird schon bald zu einer Reise zu sich selbst. Durch Wind und Wetter, mit tollen Begegnungen, mal weinend, mal lachend, überdenkt sie Vergangenes. Besonders die Entfremdung zu ihrer Tochter erfüllt sie mit Trauer. Durch Rückblicke erfahren wir immer mehr darüber. Trost und Bereicherung findet sie in der Natur und im Schaffen zuvor Undenkbarem. 80 Kilometer am Tag fahren, Reifen reparieren, offen auf Menschen zugehen. Sie lädt sich eine App herunter um Vogelgezwitscher bestimmen zu können (ist das so ein Ding wenn man älter wird? Habe ich auch letzten Sommer gemacht). "Manchmal vergesse ich fast, warum ich diese Reise mache - das ich eigentlich einen jungen Kranich begleite." .... "Und ich bilde mir ein, sie alle sehen sofort was ich bin. Eine mittelalte Frau auf einem mittelalten Fahrrad, die sich etwas vorgenommen hat, dass sehr viel zu groß für sie ist." Mit jedem Kilometer wächst ihr Vertrauen in die Menschen und ihr Zutrauen in sich selbst. Und hätte ich nicht eine Freundin, die mehrmals im Jahr Fahrradtouren unternimmt und dabei die tollsten Menschen trifft und bewegende Begegnungen hat, ich hätte der Geschichte vielleicht nicht glauben können. Was bin ich froh, zwei Tage am Stück quasi durchweg lesen zu können und das Buch in einem Rutsch zu genießen, inklusive Tränen am Schluss. Sehr, sehr große Leseempfehlung 💙💙💙

16. März 2026
"Über mir die Vögel und hier auf der Erde ich, die ich mit ihnen fliege." Eva ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen an dem sie nicht so recht weiter weiß. Ihre Ehe schon vor Jahren gescheitert und ihre Tochter hat sich von ihr zurückgezogen. Die Musikkarriere hat sie schon aufgegeben, als Sophie noch klein war. Einzig Luise, Evas beste Freundin seit Kindertagen, bietet Halt. Bei einem Besuch bei ihr in Schweden findet Eva einen jungen, verletzten Kranich und mit ihm beginnt eine aufregende Reise, nicht nur den Kranichen hinterher. Mit einem alten Dreigang-Fahrrad, einem Zelt und großer Unsicherheit im Gepäck macht sich Eva auf eine Roadtour durch verschiedene Länder, immer der kleinen Selma, dem Kranichmädchen hinterher. Doch was als Begleitung der Kraniche beginnt, wird schon bald zu einer Reise zu sich selbst. Durch Wind und Wetter, mit tollen Begegnungen, mal weinend, mal lachend, überdenkt sie Vergangenes. Besonders die Entfremdung zu ihrer Tochter erfüllt sie mit Trauer. Durch Rückblicke erfahren wir immer mehr darüber. Trost und Bereicherung findet sie in der Natur und im Schaffen zuvor Undenkbarem. 80 Kilometer am Tag fahren, Reifen reparieren, offen auf Menschen zugehen. Sie lädt sich eine App herunter um Vogelgezwitscher bestimmen zu können (ist das so ein Ding wenn man älter wird? Habe ich auch letzten Sommer gemacht). "Manchmal vergesse ich fast, warum ich diese Reise mache - das ich eigentlich einen jungen Kranich begleite." .... "Und ich bilde mir ein, sie alle sehen sofort was ich bin. Eine mittelalte Frau auf einem mittelalten Fahrrad, die sich etwas vorgenommen hat, dass sehr viel zu groß für sie ist." Mit jedem Kilometer wächst ihr Vertrauen in die Menschen und ihr Zutrauen in sich selbst. Und hätte ich nicht eine Freundin, die mehrmals im Jahr Fahrradtouren unternimmt und dabei die tollsten Menschen trifft und bewegende Begegnungen hat, ich hätte der Geschichte vielleicht nicht glauben können. Was bin ich froh, zwei Tage am Stück quasi durchweg lesen zu können und das Buch in einem Rutsch zu genießen, inklusive Tränen am Schluss. Sehr, sehr große Leseempfehlung 💙💙💙
16. März 2026








