Schwestern im Geiste
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Beschreibung
Diedenhofen, 1911. Zwischen Pauline Martin und dem preußischen Hauptmann Erich hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Auch wenn Pauline sich manchmal nach mehr sehnt, ist eine Liebesbeziehung für sie als Lehrerin undenkbar. Noch stärker als zuvor konzentriert sie sich auf ihre Schützlinge und stellt eine zusätzliche Lehrkraft ein. Rhona O’Meally soll ihren Schülerinnen nicht nur die englische Sprache, sondern auch die irische Kultur näherbringen. Rhona sorgt für frischen Wind, hat jedoch ein gefährliches Geheimnis. Als es im Pensionat zu Diebstählen kommt und in Diedenhofen vermehrt antipreußische Schmierereien auftauchen, gerät Pauline selbst unter Verdacht. Die politischen Spannungen verhärten sich – in der Moselstadt und in ganz Europa –, und Pauline muss für ihre Zukunft kämpfen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Marie Pierre ist in einer deutsch-französischen Familie aufgewachsen. Ihre Studienzeit im lothringischen Metz sowie ihre Familiengeschichte inspirierten sie dazu, sich intensiv mit der Vergangenheit ihrer Heimatregion zu befassen. Besonders der Geschichte und Kultur Lothringens ist sie sehr verbunden. Unter dem Namen Maria W. Peter schreibt sie Romane und Theaterstücke über die historischen Konflikte zwischen Deutschland und Frankreich und wurde unter anderem mit dem Literaturpreis Homer ausgezeichnet. Das Leben ihrer Großtante, die nach der Jahrhundertwende ein Mädchenpensionat im lothringischen Bouzonville besuchte, war vielleicht der zündende Funke zu Marie Pierres aktueller Reihe.
Beiträge
Fesselnd, unterhaltsam und sehr sehr gut!
Im Pensionat an der Mosel kehrt keine Ruhe ein... Diedenhofen, 1911: Eigentlich hatte Schulleiterin Pauline Martin auf ein ruhigeres Schuljahr gehofft, denn die Unruhestifterin Suzette des letzten Jahres ist nicht mehr da und die Schülerinnen, die nun neu an der Schule sind, wirken zwar wissbegierig und aufgeweckt, sorgen aber nicht für Unruhe. Auch die neue Lehrerin Rhona O´Meally sorgt für weniger Arbeitsbelastung bei den beiden Lehrerinnen Pauline und Eleonore Schmitt. Da die Irin englische Muttersprachlerin ist und zudem sehr musikalisch, wird sie die Schülerinnen in Englisch und Musik unterrichten. Sie tut es auf eine eher unkonventionelle Art, was sich schon an der ersten Lektüre "Oliver Twist" zeigt. So findet sie schnell eine Verbindung zu den meisten ihrer Schülerinnen. Einzig Charlotte von Schwegat zeigt sich an nichts interessiert, denn sie erhofft sich eine baldige Verlobung mit dem Studienfreund ihres Bruders, Theodor Bernheim. Als die beiden jungen Männer dem Mädchenpensionat einen Besuch abstatten, sorgen sie aber leider für nachhaltige Unruhen. Denn Theos Tanz mit der jüdischen Schülerin Esther zieht Charlottes Unmut auf sich und diese beginnt mit einer Hetzkampagne gegen die ruhige Mitschülerin und Zimmernachbarin. Als dann auch noch antipreußische Schmierereien an zwei Häusern in Diedenhofen auftauchen und zeigen, dass die Bevölkerung auch nach vierzig Jahren preußischer Besatzung immer noch gegen die Deutschen sind, ruft das Polizeiwachtmeister Schrotherr auf den Plan, denn für ihn ist das ganze Mädchenpensionat ein einziger Schandfleck in der beschaulichen Stadt. Zusätzlich geschehen zwei Diebstähle aus den Zimmern der Mädchen, was Charlotte zusätzlich erzürnt und ihren Bruder zu einer Anzeige bei der Polizei bewegt. Schon befindet sich Pauline wieder mitten in polizeilichen Ermittlungen und ist froh, im preußischen Hauptmann Ernst von Pliesnitz einen Unterstützer zu haben. Denn es steht schon wieder viel mehr als nur der gute Ruf ihrer Schule auf dem Spiel... Marie Pierre gelingt es in diesem zweiten Band rund um das Pensionat an der Mosel nahtlos an den ersten Teil anzuknüpfen. Die Handlung ist durchgehend sehr fesselnd und zeigt neben dem Leben der jungen Frauen in ihrem Internat auch die Spannungen zwischen den Franzosen, die im besetzten Elsass-Lothringen leben und den preußischen Besatzern. Da der Erzählstil der Autorin sehr flüssig ist und sie geschickt zwischen den verschiedenen Personen und deren Erzählperspektiven wechselt, kommt es nie zu langatmigen oder gar langweiligen Momenten. Da mir bereits der erste Band der Reihe sehr gut gefallen hat, wollte ich nun unbedingt die Fortsetzung lesen. Und ich habe mich wieder sofort in der Handlung wohlgefühlt, hatte keinerlei Probleme, mich an alle Personen und Begebenheiten zu erinnern, obwohl es doch schon einige Zeit her ist, dass ich den Reihenauftakt gelesen habe. Ich liebe es, wie die Autorin in diesem Roman neben dem Leben der jungen Frauen, der Lehrerinnen und anderen Personen auch die Zeitgeschichte erlebbar und auf eine bewegende Art und Weise nachvollziehbar und nahbar macht. Ein großartiger zweiter Teil, der neugierig auf den dritten und leider schon letzten Band der Reihe macht.

Schwestern im Geiste ist der zweite Band der historischen Trilogie um das Pensionat an der Mosel und schließt nahtlos an Band 1 an. Wir schreiben das Jahr 1911, Schauplatz ist Diedenhofen, Lothringen, seit 40 Jahren unter preußischer Flagge, noch immer wehrt sich die Bevölkerung dagegen. Marie Pierre lässt die historischen Fakten sehr lebendig einfließen. Im Anschluss gibt es ein sehr ausführliches und aufschlussreiches Nachwort - immer einer Genuss in den Romanen der Autorin. Institutsleiterin Pauline ist es wichtig, ihre Schützlinge zu eigenständigen jungen Frauen zu erziehen, egal aus welchen Gesellschaftsschichten sie kommen. Dementsprechend sind Konflikte größeren und kleineren Ausmaßes nicht zu verhindern. Und immer geht es um das Ansehen des Pensionates. Auch hier gibt es wieder mehrere spannende Vorfälle, die u. a. Hauptmann Ehrich von Pliesnitz vom preußischen Militär auf den Plan rufen, um gewisse Anschuldigungen zu entkräften. Zwischen Erich und Pauline besteht inzwischen eine tiefe Freundschaft, wenn nicht sogar mehr. Im Weg stehen beiden ihre gesellschaftliche Stellung. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, mitreißen, spannend und unglaublich bildhaft. Marie Pierre hat wieder wunderbare Figuren kreiert, jede für sich mit ihren eigenen Geschichten. U. a. Rhona O‘Meally, die als Lehrerin Pauline im Pensionat unterstützt. Mit ihr fließt im Buch ein Stück irische Geschichte ein. Die Schülerin Esther David aus Lothringen bringt ein sehr bewegendes Stück jüdischer Geschichte ein, sie hat mit erheblichen Vorurteilen zu kämpfen. Vincent Lehmann, Gärtner im Pensionat, den wir schon vom ersten Band kennen, trägt noch ein geheimnisvolles Detail seiner Herkunft in sich - die Auflösung ist überraschend und emotional. Zu allen Figuren gibt es ein ausführliches Personenverzeichnis, so dass diese problemlos eingeordnet werden können. Neben einen sehr gelungenen Cover, welches sich perfekt in die Reihe einfügt, gibt es im Buchdeckel vorn historische Fotos von Diedenhofen, somit kann man sich das Setting noch einmal viel besser vorstellen. Im hinteren Buchdeckel sind alle drei Bände abgebildet. Insgesamt ist es eine überaus spannende Fortsetzung, in denen Marie Pierre historische Fakten und Fiction perfekt verknüpft. Es ist spannend, die Entwicklung einiger Figuren zu verfolgen (Pauline, Erich, Vincent, Thomas). Ich bin wieder absolut begeistert und gebe eine klare Kaufempfehlung und fünf Sterne. Ein großes Dankeschön an Marie Pierre für das Rezensionsexemplar.
Viel los im Mädchenpensionat.
Inhalt: 1911. Sehnsüchtig erwartet Pauline Martin, Leiterin des Mädchenpensionats für höhere Töchter in Diedenhofen, die neue irische Lehrerin Rhona O'Meally. Pauline freut sich über die Unterstützung, merkt aber schon bald, dass Rhona manchmal ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legt. Zudem macht die Schülerin Charlotte Ärger, indem sie sich immer öfter im Ton gegenüber ihrer jüdischen Mitschülerin Esther vergreift. Als es auch noch zu Diebstählen im Pensionat und zu Schmierereien gegen das preußische Militär in der Stadt kommt, fällt der Verdacht der Polizei sofort auf Pauline oder jemanden ihrer Angestellten. Der gute Ruf der Schule gerät in Gefahr. Pauline wendet sich deshalb an den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz, der ihr schon einmal geholfen hat und für den sie fast mehr empfindet als nur Freundschaft...... Leseeindruck: "Schwestern im Geiste" ist der 2. Band der Trilogie um das Mädchenpensionat an der Mosel. Leiterin Pauline muss dieses Mal gleich an mehreren Fronten kämpfen. Hilfreich zur Seite stehen ihr Hauptmann Erich von Pliesnitz und ihr Gärtner Vincent Lehmann. Wie bereits in Band 1 werden die Geschehnisse rund um das Pensionat erzählt. Es gab viel zu lesen und die Geschichten empfand ich als interessant und spannend. Allerdings gab es meiner Meinung nach auch immer mal wieder ein paar Wiederholungen. Ich habe mit Entsetzen verfolgt wie Charlotte sich gegenüber ihrer Mitschülerin Esther verhalten hat. Das war auch einer der Erzählstränge, die ich interessant und die Lösung am Ende gelungen fand. Gut hat mir auch die tiefe Freundschaft zwischen Pauline und Hauptmann Erich von Pliesnitz gefallen sowie die Dialoge zwischen den beiden. Hier bin ich auf Band 3 gespannt, ob daraus nicht doch noch mehr wird. Endlich wurde auch das letzte Geheimnis um den Gärtner Vincent Lehmann gelüftet. Darauf war ich nämlich sehr neugierig. Weniger gut hat mir hingegen die Erzählung um die neue Lehrerin gefallen. Mir hätten die geschichtlichen Gegebenheiten rund um Lothringen gereicht, die von Irland fand ich im Zusammenhang nicht unbedingt notwendig. Der Täter in Bezug auf die Diebstähle und Schmierereien hat mich überrascht. Ein Frage dazu hätte ich jedoch noch, die ich nicht wirklich zufriedenstellend aufgeklärt finde. Fazit: "Schwestern im Geiste" ist eine tolle Fortsetzung der Pensionat an der Mosel Reihe. Sie verwebt geschichliches mit den Erzählungen um eine starke Frau. Auch wenn ich Band 1 etwas besser fand, gebe ich doch gerne eine Leseempfehlung.

Dieser 2. Teil steht in meinen Augen seinem Vorgänger in nichts nach, ganz im Gegenteil. Alles Positive, was ich zu Band 1 für erwähnenswert hielt, trifft auf dieses Buch ebenfalls zu. Außerdem hat mich hier die Story noch mehr überzeugt. Spannend und gekonnt erzählt führt die Autorin ihre Leser:innen durch die Geschichte. Ich freue mich auf den Abschluss der Trilogie.
Nicht nur im Kaiserreich brodelt es, sondern auch in Pauline Martins Mädchenpensionat, in der sie sich bemüht, trotz aller politischen Spannungen und unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe ihre Mädchen zu verantwortungsbewussten, selbstständigen Frauen zu erziehen, mit Gerechtigkeitssinn und einem gesunden Miteinander. Doch leider sehen das nicht alle Mädchen so und Pauline hat alle Hände voll zu tun, um die Wogen zu glätten und ihr Pensionat nicht in Verruf bringen zu lassen. Sie muss sich so mancher Herausforderung stellen, Argwohn, Unterstellungen, Vorwürfe und hochnäsiges, arrogantes Verhalten bringen sie an ihre Grenzen und doch gelingt es ihr mit ihrer durchdachten, ruhigen und rücksichtsvollen aber auch direkten und verständnisvollen Art eine zugängliche Leiterin zu bleiben, die sich Zeit nimmt für die Bedürfnisse ihrer anvertrauten Schülerinnen, aber auch so manche Eskapade im Keim erstickt. Ich hab so einige Male den Hut gezogen, wie sie auf Streitereien, auf Anschuldigungen, Erpressung und etliche merkwürdige Vorkommnisse reagiert, deren Verdacht teilweise auf sie und ihr Pensionat fällt. Auch die neue Lehrerin Rhona O´Mealley ist eine Bereicherung, trägt aber auch ein gefährliches Geheimnis mit sich, das gravierende Folgen hat. Auch die bereits im ersten Teil sanft aufkeimenden Gefühle zu dem preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz nehmen etwas an Fahrt auf, was mir sehr gefallen hat, kann man doch bei beiden durch ihre sehr unterschiedlichen Ansichten, Wünsche und Hoffnungen auch ein Stück hinter ihre Mauern gucken. Was die Recherche über das von Unruhen und Umwälzungen geprägte Kaiserreich betrifft, was Auswirkung auf ganz Europa und die Menschen, die zwischen den Grenzen leben und das Mächteringen ertragen müssen, aber auch gewisse festliche Abläufe zur damaligen Zeit, so hat die Autorin hier sehr viel Spannung und geschichtliche Hintergründe aufgebaut und dies mit der Handlung im Pensionat wunderbar verknüpft. Die Charaktere sind vielfältig, was viele Gefühle beim Lesen geweckt hat. Die Szenenwechsel zwischen dem, was in der Schule aber auch politisch vor sich geht, sind gut verwoben und bilden so einen wirklich unterhaltsamen, gefühlvollen Rahmen, der nur ab und zu ein paar kleinere Längen aufwies, wo mir das Tempo ein wenig gedrosselt wurde. Im Anhang findet man noch ein paar persönliche Hinweise und Worte der Autorin, ein Glossar für Fachbegriffe und Fremdwörter und Reisetipps für die Region, in der der Roman spielt. Das Cover ähnelt dem des 1.Teils, hat also Wiedererkennungswert und zeigt auch gleich, in welcher Epoche der Roman spielt.

Beschreibung
Diedenhofen, 1911. Zwischen Pauline Martin und dem preußischen Hauptmann Erich hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Auch wenn Pauline sich manchmal nach mehr sehnt, ist eine Liebesbeziehung für sie als Lehrerin undenkbar. Noch stärker als zuvor konzentriert sie sich auf ihre Schützlinge und stellt eine zusätzliche Lehrkraft ein. Rhona O’Meally soll ihren Schülerinnen nicht nur die englische Sprache, sondern auch die irische Kultur näherbringen. Rhona sorgt für frischen Wind, hat jedoch ein gefährliches Geheimnis. Als es im Pensionat zu Diebstählen kommt und in Diedenhofen vermehrt antipreußische Schmierereien auftauchen, gerät Pauline selbst unter Verdacht. Die politischen Spannungen verhärten sich – in der Moselstadt und in ganz Europa –, und Pauline muss für ihre Zukunft kämpfen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Marie Pierre ist in einer deutsch-französischen Familie aufgewachsen. Ihre Studienzeit im lothringischen Metz sowie ihre Familiengeschichte inspirierten sie dazu, sich intensiv mit der Vergangenheit ihrer Heimatregion zu befassen. Besonders der Geschichte und Kultur Lothringens ist sie sehr verbunden. Unter dem Namen Maria W. Peter schreibt sie Romane und Theaterstücke über die historischen Konflikte zwischen Deutschland und Frankreich und wurde unter anderem mit dem Literaturpreis Homer ausgezeichnet. Das Leben ihrer Großtante, die nach der Jahrhundertwende ein Mädchenpensionat im lothringischen Bouzonville besuchte, war vielleicht der zündende Funke zu Marie Pierres aktueller Reihe.
Beiträge
Fesselnd, unterhaltsam und sehr sehr gut!
Im Pensionat an der Mosel kehrt keine Ruhe ein... Diedenhofen, 1911: Eigentlich hatte Schulleiterin Pauline Martin auf ein ruhigeres Schuljahr gehofft, denn die Unruhestifterin Suzette des letzten Jahres ist nicht mehr da und die Schülerinnen, die nun neu an der Schule sind, wirken zwar wissbegierig und aufgeweckt, sorgen aber nicht für Unruhe. Auch die neue Lehrerin Rhona O´Meally sorgt für weniger Arbeitsbelastung bei den beiden Lehrerinnen Pauline und Eleonore Schmitt. Da die Irin englische Muttersprachlerin ist und zudem sehr musikalisch, wird sie die Schülerinnen in Englisch und Musik unterrichten. Sie tut es auf eine eher unkonventionelle Art, was sich schon an der ersten Lektüre "Oliver Twist" zeigt. So findet sie schnell eine Verbindung zu den meisten ihrer Schülerinnen. Einzig Charlotte von Schwegat zeigt sich an nichts interessiert, denn sie erhofft sich eine baldige Verlobung mit dem Studienfreund ihres Bruders, Theodor Bernheim. Als die beiden jungen Männer dem Mädchenpensionat einen Besuch abstatten, sorgen sie aber leider für nachhaltige Unruhen. Denn Theos Tanz mit der jüdischen Schülerin Esther zieht Charlottes Unmut auf sich und diese beginnt mit einer Hetzkampagne gegen die ruhige Mitschülerin und Zimmernachbarin. Als dann auch noch antipreußische Schmierereien an zwei Häusern in Diedenhofen auftauchen und zeigen, dass die Bevölkerung auch nach vierzig Jahren preußischer Besatzung immer noch gegen die Deutschen sind, ruft das Polizeiwachtmeister Schrotherr auf den Plan, denn für ihn ist das ganze Mädchenpensionat ein einziger Schandfleck in der beschaulichen Stadt. Zusätzlich geschehen zwei Diebstähle aus den Zimmern der Mädchen, was Charlotte zusätzlich erzürnt und ihren Bruder zu einer Anzeige bei der Polizei bewegt. Schon befindet sich Pauline wieder mitten in polizeilichen Ermittlungen und ist froh, im preußischen Hauptmann Ernst von Pliesnitz einen Unterstützer zu haben. Denn es steht schon wieder viel mehr als nur der gute Ruf ihrer Schule auf dem Spiel... Marie Pierre gelingt es in diesem zweiten Band rund um das Pensionat an der Mosel nahtlos an den ersten Teil anzuknüpfen. Die Handlung ist durchgehend sehr fesselnd und zeigt neben dem Leben der jungen Frauen in ihrem Internat auch die Spannungen zwischen den Franzosen, die im besetzten Elsass-Lothringen leben und den preußischen Besatzern. Da der Erzählstil der Autorin sehr flüssig ist und sie geschickt zwischen den verschiedenen Personen und deren Erzählperspektiven wechselt, kommt es nie zu langatmigen oder gar langweiligen Momenten. Da mir bereits der erste Band der Reihe sehr gut gefallen hat, wollte ich nun unbedingt die Fortsetzung lesen. Und ich habe mich wieder sofort in der Handlung wohlgefühlt, hatte keinerlei Probleme, mich an alle Personen und Begebenheiten zu erinnern, obwohl es doch schon einige Zeit her ist, dass ich den Reihenauftakt gelesen habe. Ich liebe es, wie die Autorin in diesem Roman neben dem Leben der jungen Frauen, der Lehrerinnen und anderen Personen auch die Zeitgeschichte erlebbar und auf eine bewegende Art und Weise nachvollziehbar und nahbar macht. Ein großartiger zweiter Teil, der neugierig auf den dritten und leider schon letzten Band der Reihe macht.

Schwestern im Geiste ist der zweite Band der historischen Trilogie um das Pensionat an der Mosel und schließt nahtlos an Band 1 an. Wir schreiben das Jahr 1911, Schauplatz ist Diedenhofen, Lothringen, seit 40 Jahren unter preußischer Flagge, noch immer wehrt sich die Bevölkerung dagegen. Marie Pierre lässt die historischen Fakten sehr lebendig einfließen. Im Anschluss gibt es ein sehr ausführliches und aufschlussreiches Nachwort - immer einer Genuss in den Romanen der Autorin. Institutsleiterin Pauline ist es wichtig, ihre Schützlinge zu eigenständigen jungen Frauen zu erziehen, egal aus welchen Gesellschaftsschichten sie kommen. Dementsprechend sind Konflikte größeren und kleineren Ausmaßes nicht zu verhindern. Und immer geht es um das Ansehen des Pensionates. Auch hier gibt es wieder mehrere spannende Vorfälle, die u. a. Hauptmann Ehrich von Pliesnitz vom preußischen Militär auf den Plan rufen, um gewisse Anschuldigungen zu entkräften. Zwischen Erich und Pauline besteht inzwischen eine tiefe Freundschaft, wenn nicht sogar mehr. Im Weg stehen beiden ihre gesellschaftliche Stellung. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, mitreißen, spannend und unglaublich bildhaft. Marie Pierre hat wieder wunderbare Figuren kreiert, jede für sich mit ihren eigenen Geschichten. U. a. Rhona O‘Meally, die als Lehrerin Pauline im Pensionat unterstützt. Mit ihr fließt im Buch ein Stück irische Geschichte ein. Die Schülerin Esther David aus Lothringen bringt ein sehr bewegendes Stück jüdischer Geschichte ein, sie hat mit erheblichen Vorurteilen zu kämpfen. Vincent Lehmann, Gärtner im Pensionat, den wir schon vom ersten Band kennen, trägt noch ein geheimnisvolles Detail seiner Herkunft in sich - die Auflösung ist überraschend und emotional. Zu allen Figuren gibt es ein ausführliches Personenverzeichnis, so dass diese problemlos eingeordnet werden können. Neben einen sehr gelungenen Cover, welches sich perfekt in die Reihe einfügt, gibt es im Buchdeckel vorn historische Fotos von Diedenhofen, somit kann man sich das Setting noch einmal viel besser vorstellen. Im hinteren Buchdeckel sind alle drei Bände abgebildet. Insgesamt ist es eine überaus spannende Fortsetzung, in denen Marie Pierre historische Fakten und Fiction perfekt verknüpft. Es ist spannend, die Entwicklung einiger Figuren zu verfolgen (Pauline, Erich, Vincent, Thomas). Ich bin wieder absolut begeistert und gebe eine klare Kaufempfehlung und fünf Sterne. Ein großes Dankeschön an Marie Pierre für das Rezensionsexemplar.
Viel los im Mädchenpensionat.
Inhalt: 1911. Sehnsüchtig erwartet Pauline Martin, Leiterin des Mädchenpensionats für höhere Töchter in Diedenhofen, die neue irische Lehrerin Rhona O'Meally. Pauline freut sich über die Unterstützung, merkt aber schon bald, dass Rhona manchmal ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legt. Zudem macht die Schülerin Charlotte Ärger, indem sie sich immer öfter im Ton gegenüber ihrer jüdischen Mitschülerin Esther vergreift. Als es auch noch zu Diebstählen im Pensionat und zu Schmierereien gegen das preußische Militär in der Stadt kommt, fällt der Verdacht der Polizei sofort auf Pauline oder jemanden ihrer Angestellten. Der gute Ruf der Schule gerät in Gefahr. Pauline wendet sich deshalb an den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz, der ihr schon einmal geholfen hat und für den sie fast mehr empfindet als nur Freundschaft...... Leseeindruck: "Schwestern im Geiste" ist der 2. Band der Trilogie um das Mädchenpensionat an der Mosel. Leiterin Pauline muss dieses Mal gleich an mehreren Fronten kämpfen. Hilfreich zur Seite stehen ihr Hauptmann Erich von Pliesnitz und ihr Gärtner Vincent Lehmann. Wie bereits in Band 1 werden die Geschehnisse rund um das Pensionat erzählt. Es gab viel zu lesen und die Geschichten empfand ich als interessant und spannend. Allerdings gab es meiner Meinung nach auch immer mal wieder ein paar Wiederholungen. Ich habe mit Entsetzen verfolgt wie Charlotte sich gegenüber ihrer Mitschülerin Esther verhalten hat. Das war auch einer der Erzählstränge, die ich interessant und die Lösung am Ende gelungen fand. Gut hat mir auch die tiefe Freundschaft zwischen Pauline und Hauptmann Erich von Pliesnitz gefallen sowie die Dialoge zwischen den beiden. Hier bin ich auf Band 3 gespannt, ob daraus nicht doch noch mehr wird. Endlich wurde auch das letzte Geheimnis um den Gärtner Vincent Lehmann gelüftet. Darauf war ich nämlich sehr neugierig. Weniger gut hat mir hingegen die Erzählung um die neue Lehrerin gefallen. Mir hätten die geschichtlichen Gegebenheiten rund um Lothringen gereicht, die von Irland fand ich im Zusammenhang nicht unbedingt notwendig. Der Täter in Bezug auf die Diebstähle und Schmierereien hat mich überrascht. Ein Frage dazu hätte ich jedoch noch, die ich nicht wirklich zufriedenstellend aufgeklärt finde. Fazit: "Schwestern im Geiste" ist eine tolle Fortsetzung der Pensionat an der Mosel Reihe. Sie verwebt geschichliches mit den Erzählungen um eine starke Frau. Auch wenn ich Band 1 etwas besser fand, gebe ich doch gerne eine Leseempfehlung.

Dieser 2. Teil steht in meinen Augen seinem Vorgänger in nichts nach, ganz im Gegenteil. Alles Positive, was ich zu Band 1 für erwähnenswert hielt, trifft auf dieses Buch ebenfalls zu. Außerdem hat mich hier die Story noch mehr überzeugt. Spannend und gekonnt erzählt führt die Autorin ihre Leser:innen durch die Geschichte. Ich freue mich auf den Abschluss der Trilogie.
Nicht nur im Kaiserreich brodelt es, sondern auch in Pauline Martins Mädchenpensionat, in der sie sich bemüht, trotz aller politischen Spannungen und unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe ihre Mädchen zu verantwortungsbewussten, selbstständigen Frauen zu erziehen, mit Gerechtigkeitssinn und einem gesunden Miteinander. Doch leider sehen das nicht alle Mädchen so und Pauline hat alle Hände voll zu tun, um die Wogen zu glätten und ihr Pensionat nicht in Verruf bringen zu lassen. Sie muss sich so mancher Herausforderung stellen, Argwohn, Unterstellungen, Vorwürfe und hochnäsiges, arrogantes Verhalten bringen sie an ihre Grenzen und doch gelingt es ihr mit ihrer durchdachten, ruhigen und rücksichtsvollen aber auch direkten und verständnisvollen Art eine zugängliche Leiterin zu bleiben, die sich Zeit nimmt für die Bedürfnisse ihrer anvertrauten Schülerinnen, aber auch so manche Eskapade im Keim erstickt. Ich hab so einige Male den Hut gezogen, wie sie auf Streitereien, auf Anschuldigungen, Erpressung und etliche merkwürdige Vorkommnisse reagiert, deren Verdacht teilweise auf sie und ihr Pensionat fällt. Auch die neue Lehrerin Rhona O´Mealley ist eine Bereicherung, trägt aber auch ein gefährliches Geheimnis mit sich, das gravierende Folgen hat. Auch die bereits im ersten Teil sanft aufkeimenden Gefühle zu dem preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz nehmen etwas an Fahrt auf, was mir sehr gefallen hat, kann man doch bei beiden durch ihre sehr unterschiedlichen Ansichten, Wünsche und Hoffnungen auch ein Stück hinter ihre Mauern gucken. Was die Recherche über das von Unruhen und Umwälzungen geprägte Kaiserreich betrifft, was Auswirkung auf ganz Europa und die Menschen, die zwischen den Grenzen leben und das Mächteringen ertragen müssen, aber auch gewisse festliche Abläufe zur damaligen Zeit, so hat die Autorin hier sehr viel Spannung und geschichtliche Hintergründe aufgebaut und dies mit der Handlung im Pensionat wunderbar verknüpft. Die Charaktere sind vielfältig, was viele Gefühle beim Lesen geweckt hat. Die Szenenwechsel zwischen dem, was in der Schule aber auch politisch vor sich geht, sind gut verwoben und bilden so einen wirklich unterhaltsamen, gefühlvollen Rahmen, der nur ab und zu ein paar kleinere Längen aufwies, wo mir das Tempo ein wenig gedrosselt wurde. Im Anhang findet man noch ein paar persönliche Hinweise und Worte der Autorin, ein Glossar für Fachbegriffe und Fremdwörter und Reisetipps für die Region, in der der Roman spielt. Das Cover ähnelt dem des 1.Teils, hat also Wiedererkennungswert und zeigt auch gleich, in welcher Epoche der Roman spielt.











