Blick ins Buch

Historische Romane

Die Psychoanalytikerin

4,1(39)
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Über das Buch

Ein packender Roman über eine Frau, die sich früh in der Männerdomäne der Psychoanalyse behauptet und ein unfassbares Geheimnis aufdeckt

Hamburg 1920: Die Psychoanalytikerin Vera hat die Praxis ihres Mannes im Stadtteil Uhlenhorst übernommen, nachdem er fünf Jahre zuvor im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Ihre Patienten haben die unterschiedlichsten seelische Narben – die meisten aufgrund ihrer Kriegsvergangenheit. Als es unter ihnen zu mysteriösen Todesfällen kommt, bittet Kommissar Bender Vera um Hilfe. Sie soll tiefer in der Vergangenheit der Betroffenen bohren, ein Zusammenhang scheint naheliegend. Dann wird der gesichtsverletzte ehemalige Soldat Willi Schuster von seiner Frau als vermisst gemeldet – wieder ein Patient von Vera. Und ihr wird klar: Offenbar rächt sich jemand an dessen ehemaligem Regiment …

Editionen (1)

ISBN9783641282622
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum15.10.25
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

39 Bewertungen

9 Rezensionen

4,1

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  • brillenschlange78
    brillenschlange78

    556 Follower

    4,5

    Sehr spannend

    Vera Albers versucht durch Psychoanalyse Menschen zu helfen. So sind auch der Kriegszitterer Hermann Braun und die zarte junge Johanna Schuster bei ihr Patienten. Als Hermann Braun und sein frührer Kriegskamerad Lamottke ermordet werden, wird Vera durch die Polizei als Zeugin befragt. Durch ihre Menschenkenntnis und die Arbeit mit Braun kann sie hilfreiche Hinweise geben. Johanna wird immer ängstlicher, denn ihr Mann Willi war im selben Regiment wie die 2 Mordopfer. Und so fürchtet sie un das Leben ihres Mannes. So nach und nach reift in Vera ein Gedanke wer der Mörder sein könnte und dann wird es auch für sie brenzlig. Gleichzeitig schnüffelt die angehende Reporterin und Volontärin von Veras Vater, Alma Lehmann, in der Geschichte rum und bringt damit nicht nur sich in Gefahr. Melanie Metzenthin hat wieder mal einen tollen Roman verfasst. Angesiedelt im Hamburg der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts spürt man den Flair dieser Zeit. Die Protagonisten entwickeln sich glaubwürdig weiter und vor allem die 2 Kriminalpolizisten sind mir sehr sympathisch. Der Fall ist komplex und sehr spannend, die psychoanalytischen Diagnosen zeugen von Metzenthins Sachverstand durch ihren eigenen Beruf. Es würde mich freuen mehr über Vera Albers lesen zu dürfen.

    8. Dez. 2025

  • ro_ke
    ro_ke

    483 Follower

    5,0

    Atmosphärischer Histo-Krimi mit Tiefgang: spannend, psychologisch dicht, moralisch komplex und sehr fesselnd vertont -positive Überraschung!

    2. Apr. 2026

  • andrea.karminrot
    andrea.karminrot

    50 Follower

    4,0

    Es war spannend, die Analytikerin und den Kommissar zu begleiten und lange habe ich gebraucht, bis mir selber klar wurde, wer der Mörder gewesen sein könnte.

    1920 war es nicht üblich, dass eine Frau als eine Psychoanalytikerin arbeitet. Nur wenige Frauen haben ohnehin zu dieser Zeit studiert und schon gar nicht Medizin. Vera Albers ist Witwe und hat die Praxis ihres Mannes übernommen, der im ersten großen Krieg gefallen ist. Sie ist eine attraktive Frau, die eigentlich den Zeitungsverlag ihres Vaters übernehmen sollte. Aber sie hatte eigene Pläne. Sie hat Fortbildungen genommen und sich mit der Psychoanalytik beschäftigt. Ihr Mentor betreut sie weiterhin, wenn sie Fragen hat oder wenn sie selber in einer Krise stecken sollte. Er ist es auch, der ihr immer wieder mal einen Patienten schickt. Meistens Menschen, die im ersten großen Krieg mit nervösen Leiden zurückkamen. Psychoanalytik wurde im Jahre 1896 von Sigmund Freud geprägt. Wobei der Analytiker dem Patienten nur unter die Seelenarme greift, damit dieser sich selber „heilen“ kann. Vera ist eine aufgeweckte Person. Sie betreut ihre Patienten mit einer Sachlichkeit, die ihr selber manchmal etwas schwerfällt. Aber sie kann sich sehr gut zurücknehmen und stellt immer wieder die richtigen Fragen, damit sich ihre Klienten öffnen. Sie hält ihnen einen Spiegel vor, der die Sicht auf die Probleme verdeutlicht. Sie hat eine hübsche Patientin, die sich in ihrer Ehe mit einem entstellten Mann überfordert fühlt. Genau diese Person bringt Vera aber an ihre Grenzen. Und als es eines Tages zu einem Mordfall kommt, in den einer ihrer Patienten involviert ist, kommt noch viel mehr in dem Leben der Psychoanalytikerin durcheinander. Natürlich stellt sich schnell die Frage, wer der kaltblütige und hinterlistige Mörder gewesen sein könnte. Kriminalkommissar Bender nimmt die Ermittlungen auf. Es geht quer durch Hamburg der 1920 Jahre. Es war spannend, die Analytikerin und den Kommissar zu begleiten und lange habe ich gebraucht, bis mir selber klar wurde, wer der Mörder gewesen sein könnte. Die Figuren sind allesamt so sympathisch, dass ich niemanden den Mord und auch die folgenden Morde nicht zugetraut hätte. Auch wenn der Leser mit Kriegsverletzungen konfrontiert wird, die einem eine Gänsehaut über den Rücken jagt, ist es ein interessanter und unterhaltsamer Schmöker, den man mal gerne an einem Wochenende verschlingen kann. Rubi und ich hoffen jedenfalls auf weiter Bücher mit der intelligenten Psychoanalytikerin Vera Albers. Immerhin könnte man am Ende der Geschichte noch einen Epilog lesen, der auf mehr hindeuten könnte.

    Es war spannend, die Analytikerin und den Kommissar zu begleiten und lange habe ich gebraucht, bis mir selber klar wurde, wer der Mörder gewesen sein könnte.

    22. Nov. 2025

3 von 9 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 339%
natalia.k
natalia.k6. Nov. 2025

„Dieses Jahrhundert, meine Liebe, wird das Jahrhundert der Frauen. Und ein kluger Mann wie ich schlägt sich rechtzeitig auf die richtige Seite.“ ❤️

Seite 25065%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Melanie Metzenthin

Melanie Metzenthin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt und als Fachärztin für Psychiatrie arbeitet. Mit der Vergangenheit ihrer Heimatstadt fühlt sie sich ebenso verbunden wie mit der Geschichte der Medizin, was in vielen ihrer Romane zum Ausdruck kommt. »Die Hafenschwester. Als wir zu träumen wagten« ist ihr erster Roman im Diana Verlag und der Auftakt zu einer Serie.

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