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Die Verlassenen

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Über das Buch

Kein Mensch ist vor den Momenten sicher, die alles von Grund auf ändern

Johannes blickt zurück auf eine ostdeutsche Kindheit, die von feinen Rissen durchzogen war. Der frühe Tod seiner Mutter, das rätselhafte Verschwinden seines Vaters. All seine Fragen dazu blieben unbeantwortet, weshalb er noch als Erwachsener vorsichtig tastend durchs Leben geht. Als Johannes in einer alten Kiste auf einen Brief stößt, verändert dieser Fund nicht nur seine Zukunft, sondern vor allem seine Vergangenheit als Kind der Vorwende-DDR. Seine Erinnerungen sortieren sich neu und mit ihnen sein Blick auf das eigene Leben.

In eindringlicher Dichte und mit kraftvoller Klarheit erzählt Matthias Jügler von Verlust und Verrat, vom Wert des Erinnerns und den drängenden Fragen einer ganzen Generation. Ein warmherziger, leuchtender Roman von außergewöhnlicher sprachlicher Intensität.

»›Die Verlassenen‹ erscheint als ein berückendes, als ein tiefschwarzes Zeugnis ostdeutscher Erinnerungskultur und darin als eines der besten Bücher dieses Literaturfrühlings.« Deutschlandfunk, Büchermarkt, Jan Drees

Editionen (4)

ISBN9783641266585
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum01.03.21
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

21 Bewertungen

3 Rezensionen

4,1

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  • 4,0

    Eine interessante, bedrückend Familiengeschichte. Mich haben der Erzähstil und die Einblicke in die DDR Vergangenheit sehr gefesselt. Spannend waren auch die abgedruckten original Dokumente im Buch. Ein paar Fragen hätte ich gerne noch geklärt bekommen, das Ende kam dann doch irgendwie schnell.

    15. Okt. 2024

  • krippo
    krippo

    5 Follower

    5,0

    Berührend.

    8. Sept. 2024

  • moriread
    moriread

    3 Follower

    5,0

    Ein stiller, intensiver Roman über DDR-Vergangenheit, Verrat und Verlust – nüchtern erzählt und gerade deshalb berührend

    "Die Verlassenen" von Matthias Jügler ist ein intensiver, intimer und zutiefst menschlicher Rückblick auf das Leben in der DDR. Der Roman zeigt eindringlich die grausamen Folgen von Bespitzelung und Vertrauensmissbrauch. Aus der Perspektive eines inzwischen erwachsenen Kindes blickt die Geschichte auf vergangene Ereignisse zurück und macht deutlich, wie weit deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Wie die Hauptfigur Johannes mit Verlust und Verlassensein umgeht, wird ganz nüchtern und unaufgeregt erzählt – ohne jede Gefühlsduselei. Gerade diese sachliche, beinahe zurückhaltende Erzählweise macht den Roman besonders berührend. Ein melancholisches, zugleich sehr menschenfreundliches Buch über Erinnerung, Verlust und die langen Schatten der Vergangenheit.

    5 Tage vor

Autorin / Autor

Über Matthias Jügler

Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, studierte Skandinavistik und Kunstgeschichte in Greifswald sowie Oslo und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seine Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2022 mit dem Klopstock-Preis für Literatur des Landes Sachsen-Anhalt, 2024 mit dem Rheingau Literatur Preis. »Maifliegenzeit« (2024) stand auf der Shortlist des Evangelischen Buchpreises 2025. Jügler lebt in Leipzig, wo er auch als freier Lektor arbeitet.

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