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Das Buch bietet eine Vielzahl an Charakteren und eine interessante Prämisse, wobei beides nicht völlig genutzt wird.
Die Charakterbeschreibungen, die ich normalerweise mache, lasse ich bei diesem Buch mal weg, da wir 5 verschiedene Perspektiven haben und alle Personen nicht so tiefgründig ausgearbeitet sind. Die Handlung war interessant und durch die unterschiedlichen Charaktere, die jeweils abwechselnd ein Kapitel hatten, auch dynamisch. Leider waren unsere Protagonisten selbst sehr stereotypisch gestaltet: Ephyra als beschützende Schwester, die bis zum Äußersten geht und außer dieser Liebe und einem nicht vorhandenen Loyalitätsgefühl nicht viel bietet. Hassan Seif als im Exil lebender Prinz, der sein Volk und seine Eltern retten will, aber nicht weiß wie, und sich daher an jede noch so kleine Chance klammert, wobei er alles und jeden riskiert. Anton als Vagabund, der Glücksspiel liebt und vor seiner grausamen Vergangenheit flieht, die einige Geheimnisse birgt. Jude Adlai Weatherbourne als Glaubenskrieger mit Selbstzweifeln und Gefühlen, die ihm eigentlich verboten sind. Beru als gefügige Schwester, die eigentlich mit Ephyras Handeln nicht einverstanden ist, aber gleichzeitig nicht nein sagen kann. Sicherlich haben sie alle ihre Berechtigung und manche von ihnen, wie Ephyra (und Beru), sind mir aufgrund ihrer interessanten Vergangenheit auch ans Herz gewachsen, aber wirklich tiefgründig wurde es selten. Das war im Angesicht der Anzahl der Charaktere auch eher schwierig. Dass das problematisch sein kann, merkt man spätestens, wenn man feststellt, dass ein Charakter, den man nicht so gut findet (Hassan für mich), sehr viel Aufmerksamkeit bekommt und man trotzdem kaum etwas über ihn sagen kann. Im Allgemeinen dachte ich, dass sich alle schon in diesem Buch begegnen und zusammenarbeiten, aber das passiert nur begrenzt und an keiner Stelle treffen sich alle auf einmal. Irgendwie verständlich, aber irgendwie auch schade. Die Geschichte an sich bot durchaus Spannung und vor allem am Ende gab es ein bis zwei Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Trotzdem hat mir etwas gefehlt und manche Handlungsstränge waren zu offensichtlich. Zudem war der Bösewicht kaum präsent und mehr eine abstrakte Gefahr. Man könnte daher sagen, dass das ganze Buch eine Art Einleitung ist. Es passieren zwar Dinge, aber die versprochene "große Dunkelheit" bleibt ein Randthema bis zum nächsten Teil. Die Welt war faszinierend, aber zum Teil verstehe ich nicht, wie in einer scheinbar "mittelalterlichen" Welt eine Eisenbahn existiert. Es ist etwas verwirrend. Der Schreibstil war flüssig. Das Cover ist passend, aber nicht ganz mein Geschmack.

10. Juli 2025
Das Buch bietet eine Vielzahl an Charakteren und eine interessante Prämisse, wobei beides nicht völlig genutzt wird.
Die Charakterbeschreibungen, die ich normalerweise mache, lasse ich bei diesem Buch mal weg, da wir 5 verschiedene Perspektiven haben und alle Personen nicht so tiefgründig ausgearbeitet sind. Die Handlung war interessant und durch die unterschiedlichen Charaktere, die jeweils abwechselnd ein Kapitel hatten, auch dynamisch. Leider waren unsere Protagonisten selbst sehr stereotypisch gestaltet: Ephyra als beschützende Schwester, die bis zum Äußersten geht und außer dieser Liebe und einem nicht vorhandenen Loyalitätsgefühl nicht viel bietet. Hassan Seif als im Exil lebender Prinz, der sein Volk und seine Eltern retten will, aber nicht weiß wie, und sich daher an jede noch so kleine Chance klammert, wobei er alles und jeden riskiert. Anton als Vagabund, der Glücksspiel liebt und vor seiner grausamen Vergangenheit flieht, die einige Geheimnisse birgt. Jude Adlai Weatherbourne als Glaubenskrieger mit Selbstzweifeln und Gefühlen, die ihm eigentlich verboten sind. Beru als gefügige Schwester, die eigentlich mit Ephyras Handeln nicht einverstanden ist, aber gleichzeitig nicht nein sagen kann. Sicherlich haben sie alle ihre Berechtigung und manche von ihnen, wie Ephyra (und Beru), sind mir aufgrund ihrer interessanten Vergangenheit auch ans Herz gewachsen, aber wirklich tiefgründig wurde es selten. Das war im Angesicht der Anzahl der Charaktere auch eher schwierig. Dass das problematisch sein kann, merkt man spätestens, wenn man feststellt, dass ein Charakter, den man nicht so gut findet (Hassan für mich), sehr viel Aufmerksamkeit bekommt und man trotzdem kaum etwas über ihn sagen kann. Im Allgemeinen dachte ich, dass sich alle schon in diesem Buch begegnen und zusammenarbeiten, aber das passiert nur begrenzt und an keiner Stelle treffen sich alle auf einmal. Irgendwie verständlich, aber irgendwie auch schade. Die Geschichte an sich bot durchaus Spannung und vor allem am Ende gab es ein bis zwei Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Trotzdem hat mir etwas gefehlt und manche Handlungsstränge waren zu offensichtlich. Zudem war der Bösewicht kaum präsent und mehr eine abstrakte Gefahr. Man könnte daher sagen, dass das ganze Buch eine Art Einleitung ist. Es passieren zwar Dinge, aber die versprochene "große Dunkelheit" bleibt ein Randthema bis zum nächsten Teil. Die Welt war faszinierend, aber zum Teil verstehe ich nicht, wie in einer scheinbar "mittelalterlichen" Welt eine Eisenbahn existiert. Es ist etwas verwirrend. Der Schreibstil war flüssig. Das Cover ist passend, aber nicht ganz mein Geschmack.
10. Juli 2025








