Blick ins Buch

Fantasy

Maresi

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Über das Buch

In einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen. Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit. Bis eines Tages Jai – helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken – einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten ...

Editionen (1)

ISBN9783641170202
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum09.05.16

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

5 Rezensionen

3,6

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  • tintenwelten
    tintenwelten

    152 Follower

    4,0

    Maresi findet zusammen mit anderen jungen Mädchen und Frauen Zuflucht in einem Kloster auf einer abgelegenen Insel. In einer Welt, in der Frauen wenig bis keine Rechte haben, versuchen sie sich dort ein Leben in Frieden aufzubauen. Viele von ihnen entgehen damit Armut und Hunger, Gewalt und Unterdrückung. Hier wird ihnen der Glauben näher gebracht, sie dürfen lernen, schließen neue Freundschaften und finden eine Familie und eine Heimat. Doch diese Idylle wird bedroht, als Jai auf die Insel kommt, denn schon bald holt ihre Vergangenheit sie ein. Um das zu schützen, was ihr lieb ist, muss Maresi über sich selber hinaus wachsen. Anfangs plätschert die Handlung ruhig vor sich hin. Maresi schreibt die Ereignisse nach Jais Ankunft in einer Art Chronik nieder, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Sie berichtet vom Leben auf der Insel, von Glaubensritualen und der täglichen Arbeit. Sie freundet sich mit Jai an. Nach und nach erfährt der Leser einiges über die Vorgeschichte beider Mädchen. Obwohl man meinen könnte, dass die Schilderung des Alltags nicht besonders interessant ist, trifft genau das Gegenteil zu. Durch diesen langsamen Spannungsaufbau kann man die Protagonistin und ihre Welt wirklich gut kennen- und lieben lernen. Sie ist klug, neugierig und ihren Mitmenschen gegenüber stets hilfsbereit und aufopferungsvoll. Die Insel und die Gemeinschaft der Frauen wird sehr malerisch skizziert, so dass man sich Umgebung und Personen gut vorstellen kann. Mit der Zeit überschlagen sich die Ereignisse und zum Ende hin wird es nochmal richtig atemraubend. Die Geschichte besticht durch Magie und Mystik, vermischt mit Historik, einer starken Protagonistin und einem Szenario, das mich sehr an eine Sage oder Legende erinnert.

    22. Sept. 2022

  • isbel
    isbel

    5 Follower

    2,0

    Als ich Maresi in der Wanderbuchvorstellung sah, wusste ich sofort, das will ich lesen. Für das Buch brauchte ich auch nicht lange – ein Nachmittag mit längeren Unterbrechung. Denn leider konnte ich das Buch ohne Probleme aus der Hand legen. Es beginnt mit einleitenden Worten von Maresi, die erklärt, dass sie Geschehenes für die Klosterchronik aufschreiben will. Und genauso liest es sich leider auch. Es ist „trocken“. Keine Ausschmückungen, kaum Gefühle und keine Spannung. Die ersten 120 Seiten wird das Klosterleben erklärt und in Miniabsätzen erfährt man das Wichtigste über die Personen. Alles aber in einem beschreibenden Stil, der es zwar schön verdeutlicht, aber bei mir keinen wirklichen Lesespaß wecken konnte. Teilweise habe ich die Seiten überflogen, bis wieder etwas über Jai oder Maresis Berufung kam. Der Teil der Geschichte, der wirklich spannend hätte werden können, wurde auf 80 Seiten beschrieben und konnte mich auch nicht wirklich fesseln. Was vielleicht auch daran lag, dass ich in der ersten Hälfte des Buches keinen Zugang zu den Personen fand. Maresi ist eigentlich ein interessanter Charakter und auch Jai hätte interessant sein können. Aber da die Geschichte so distanziert geschrieben wird und da es aus Maresis Sicht geschrieben wird, können wir als Leser auch nur erfahren, was Maresi weiß. Das fand ich richtig schade. Ja, zu einer Chronik passt es, aber ich selbst wollte keine Chronik lesen, sondern mich von einer spannenden Geschichte mitreißen lassen. Und das konnte dieser Erzählstil leider nicht. Zum Schluss aber noch etwas Gutes: Der Gründe, warum ich nicht abgebrochen habe. Ich fand die Darstellung der Religion sehr interessant. Die „große Göttin“, die als Jungfrau, Mutter und Alte in Erscheinung tritt, ist in so vielen alten Religionen und auch in neueren zu finden. Und da ich mich im Zuge meines Studiums mit solchen Religionen beschäftigt hatte, fand ich es interessant, welche Aspekte ich in der Geschichte wiederfinde. Auch gut fand ich die Themen, die im Buch aufgekommen sind: Tod, Freundschaft, Ziele und Wünsche im Leben, sich selbst finden. Vieles worüber man selbst auch irgendwann in seinem Leben nachdenkt. Fazit Maresi konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte eine spannende Geschichte über Maresi und den Angriff auf das Kloster erwartet. Erhalten habe ich eine Geschichte, die mir keine Emotionen vermitteln konnte und bei der eine große Distanz zwischen mir und Maresi entstand.

    9. Mai 2017

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Maria Turtschaninoff

Schon als kleines Kind war Maria Turtschaninoff, geboren 1977, von fantastischen Geschichten fasziniert. Zu ihren Lieblingsautoren zählen unter anderen Philip Pullman, Michael Ende, J.R.R. Tolkien, Ursula K. Le Guin. Maria Turtschaninoff studierte Humanökologie, bevor sie selbst mit dem Schreiben begann. Für ihre zauberhaften Geschichten voller magischem Realismus und mythologischer und märchenhafter Elemente wurde die Autorin in ihrer Heimat Finnland bereits mehrfach ausgezeichnet.

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