Blick ins Buch

Jugendbücher

Fern wie Sommerwind

3,6(14)
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Über das Buch

So viele Leben wie Funken im Meer ... und eine Liebe am Strand!

Ganz ehrlich! Noras größtes Problem ist, dass sie sich ihr Leben lieber vorstellt - in den verrücktesten Visionen ihrer Zukunft -, als es einfach zu leben. Doch jetzt kommen die letzten Ferien, der Sommer der großen Entscheidungen. Nora verbringt ihn an einem hübschen Badeort am Meer und jobbt als Drachenverkäuferin am Strand. Neben dem Kaffeemädchen und den Eisverkäufern ist da auch noch Popcornjunge Martin, mit dem schönen Lächeln und dem sonnengelben Haar. Als Martin sich immer wieder in Noras Tagträumereien verirrt, wird klar: Wenn es um ihn geht, sollte das Leben auf keinen Fall nur im Kopf stattfinden …

Editionen (1)

ISBN9783641097462
Verlagcbt
Erscheinungsdatum13.05.13

Rezensionen & Bewertungen

14 Bewertungen

6 Rezensionen

3,6

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  • thesarahstory
    thesarahstory

    109 Follower

    4,0

    Handlung & Stil. Die Handlung dieses Buches birgt ein paar Überraschungen, an die man anfangs nicht mal gedacht hätte. Ich war sehr überrascht, zu sehen, wie viel Tiefgründiges in diesem Buch steckt, wie viel man da zwischen den Zeilen lesen kann. Ich hab gedacht, es wäre einer dieser oberflächlich süßen Romane für Teenies, dabei weiß die Autorin genau, wie sie dem jungen Leser etwas vermittelt, ohne es offensichtlich auszusprechen. Das Buch erzählt vom Erwachsen- und Selbstständig werden. Es erzählt über Liebe und Freundschaft, große Gefühle. Es sind Charaktere dabei, die man auf ganz besondere Weise kennenlernt, Charaktere über die man im Laufe des Buches die Meinung ändern wird. Der Stil hat etwas Eigenes, die Satzstellung ist oftmals etwas komplexer gestaltet, was ich aber jurz erläutern möchte. Ein Beispiel. 'Die kleine Anna klettert auf den Baum, weil sie ihn schön findet.' Das wäre die einfache Version. Die Version, in der die Autorin hier gern schreibt: 'Auf den Baum klettert die kleine Anna gern, weil sie ihn schön findet.' Zu Anfang brachte mich dieser Stil ein paarmal zum Stocken, aber man gewöhnt sich schnell daran und findet in eine wunderbare Atmosphäre. Das Buch läuft eher ruhig ab, aber es birgt dennoch so viel Spannung und Spaß. Einiges muss man sich beim Lesen selbst dazu denken und bei manchem fand ich das ein wenig schade. Gerne hätte ich mehr über gewisse Dinge erfahren, mehr über gewisse Charaktere. Manches blieb etwas blass in der Geschichte, weil sie so kurz war und man sie locker auf die doppelte Seitenanzahl hätte aufstocken können. Aber trotzdem eine richtig schöne Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Charaktere & Schauplatz. Nora ist eine liebenswerte Charaktere, genau wie die anderen auch. Rocco ist eher der Ausgeflippte und laute Typ der Truppe, Doro scheint am Anfang eher die Zurückhaltende zu sein, wobei sie es wohl faustdick hinter den Ohren hat. Martin ist der feine, ruhige Typ, mit dem man trotzdem Pferdestehlen kann und James ist jemand, der sich mehr mit seinem Handy beschäftigt, als alles andere. Insgesamt sind sie einfach super und es ist schön, mit ihnen Zeit zu verbringen. Man fühlt sich einfach wohl und aufgehoben in diesem Buch. Man fühlt sich irgendwie zuhause, selbst wenn man gar nichts mit der Ostsee verbinden kann. Der Schauplatz ist natürlich toll. Strand und Meer und Sand und Sonne, was braucht man mehr in einem schönen Sommerbuch? Mir haben die Beschreibungen gut gefallen und insgesamt vermittelte das alles eine wunderschöne Atmosphäre, in die man sich hineingleiten lassen kann. Man kann die Sorgen um sich herum für eine Zeit vergessen und mit Nora ein Stück ihres Lebensweges gehen. Ein Stück, das sie sicher nicht so schnell vergessen wird. Sonstiges. Das Cover passt total gut zum Inhalt und allgemein ist es ein Buch, welches ich sehr mag. Vielleicht ist es keines, das mir mein Leben lang in Erinnerung bleibt, aber es trägt gewisse Erinnerungen mit sich. Gerüche, Gefühle und andere Dinge, an die ich immer zurückdenken werde, wenn ich es im Regal stehen sehe. Ich werde immer daran denken, dass es mir ein gutes Gefühl gab. Es war wohl einfach das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ich kann es jedem nur ans Herz legen.

    16. Nov. 2022

  • tinkabeere
    tinkabeere

    19 Follower

    4,0

    Ein wirklich locker leichtes Jugendbuch, dass sich schnell weg liest. Ein bisschen Urlaubsstimmung kommt auf und der Schuss Romantik darf auch nicht fehlen. Interessant fand ich die träumerischen Einschübe der Protagonistin, das ist wirklich ganz gut umgesetzt. Nach Indigosommer kann mich das Buch leider nicht so vom Hocker hauen. Es ist eine ähnliche Geschichte - nur eben ohne mythischen Kram -, aber dennoch lesenswert, um mal etwas zu entspannen. Langweilig ist das Buch aber in keinem Fall, auch der Schreibstil war schön und man hat beim Lesen gemerkt, wie Noras Tagträume immer weniger und sie immer mehr zu sich selbst wird. Schön fand ich, dass das Buch in einer mir bekannten Umgebung - an der Ostsee - spielt. So hatte ich beim Lesen auch immer eine Priese Meeresluft in der Nase. Fazit: ❤❤❤❤/❤❤❤❤❤ Ein gutes Sommer-Jugendbuch, dass mich in Urlaubsstimmung gebracht hat, auch wenn das Wetter ein wenig verrückt spielt.

    6. Nov. 2023

  • buecherfink
    buecherfink

    17 Follower

    5,0

    Patrycja Spychalski ist bei mir bekannt für ihre lockeren Jugendromane. Ihr Buch "Fern wie Sommerwind" habe ich nicht nur wegen des Namens für meine aktuelle Lovelybooks-Lesesommer-Liste ausgesucht, sondern auch wegen des schönen Covers und der vielversprechenden Geschichte. Tatsächlich hat sich diese Entscheidung als sehr gut erwiesen und ich verbrachte einen schönen sonnigen Sonntag mit dieser zuckersüßen Sommergeschichte. Die Berlinerin Nora fährt in den Sommerferien an die Ostsee. Nicht mit ihren Eltern oder Freunden, sondern ganz alleine. Sie wohnt bei Irmi, einer Rentnerin, die ein freies Zimmer ist Haus hat. Nora hat einen Sommerjob als Drachenverkäuferin am Strand und neben dem Geld möchte sie auch Erfahrungen sammeln. Ihr Schulabschluss steht kurz bevor und sie ist noch immer nicht sicher, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Die Möglichkeiten sind schier unendlich und Nora kann sich nur schwer entscheiden. Stattdessen ist sie eine Tagträumerin und stellt sich gerne vor in wie viele verschiedene Richtungen ihr Leben verlaufen könnte. Und schon kommen wir zur ersten Besonderheit des Buches: Zwischen dem "normalen" Erzählstrang darf der Leser immer mal wieder in Noras Traumwelt abtauchen und verschiedene Zukunftsversionen erleben. Fand ich schön! Eine weitere Besonderheit sind die kleinen Muscheln, die am Anfang jedes Kapitels abgedruckt sind. Auch diese Idee fand ich total schön und sommerlich, auch wenn es nur eine ganz kleine Geste ist. Die Story an sich ist locker und genau das richtige für ein Sommerbuch. Es geht um Noras Selbstfindung, ums Erwachsenwerden und Verantwortung übernehmen. Es geht um eine aufkeimende Freundschaft zu den anderen Strandverkäufern und zu ihrer Gastgeberin Irmi, obwohl diese aus einer ganz anderen Generation stammt. Und schließlich geht es natürlich um die Liebe. Dabei herrscht im ganzen Buch eine wunderbar sommerliche Atmosphäre und ich habe mich wirklich an die Ostsee versetzt gefühlt. Auch ernste Themen finden Anklang und werden passend eingebunden. Die Charakter haben mir auch allesamt sehr gut gefallen. Allesamt sind sie noch etwas unsicher und suchen ihren Platz im Leben. Trotzdem sind sie mutig, neugierig, lebensfroh und sehr humorvoll. Es hat richtig Spaß gemacht Nora in ihren Sommerferien zu begleiten und ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn die Reise noch ein wenig weiter gegangen wäre. " Fern wie Sommerwind" ist dabei kein weichgespülter Roman ohne Ecken und Kanten. Jeder Charakter hat ganz besondere Eigenschaften, welche sympathisch und authentisch erschienen. Fazit Insgesamt kann ich nur schwärmen. Bisher hatte ich nur zwei Bücher der Autorin gelesen. Eines hat mir ganz gut gefallen, die Fortsetzung dazu eher weniger. Ich bin froh, dass ich "Fern wie Sommerwind" trotzdem gelesen habe, denn diesen Jugendroman kann ich mit 5 Sternen bewerten! Er war genau das richtige für einen gemütlichen Tag in der Sonne und ich habe Nora sehr gerne in ihre Sommerferien an die Ostsee begleitet. Beim Design der Charakter habe ich diesmal nichts auszusetzen, ganz im Gegenteil. Klare Leseempfehlung! (Juni 2016)

    21. Okt. 2023

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Patrycja Spychalski

Patrycja Spychalski, 1979 in Polen geboren, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Mit "Heute sind wir Freunde" erscheint bereits ihr sechstes Jugendbuch bei cbt.

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