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Eine verspielte Chance für eine großartige Idee, auf welche ich mich gefreut habe. Ob die Reise nich aufregender wird?
(っ◔◡◔)っ ♥ Buchreise ♥ Die Grundidee klang für mich eigentlich nach genau der Art Fantasy, die ich liebe: Wüstennomaden, mystische Seher, eine spirituell geprägte Kultur, Tierbindungen und eine Reisegeschichte voller Potenzial. Umso enttäuschender war es, wie wenig mich das Buch am Ende emotional erreichen konnte. Vor allem die Figuren blieben für mich überraschend blass. Awin wirkt über weite Strecken passiv und schwer greifbar. Statt echter innerer Entwicklung hatte ich oft das Gefühl, jemandem zuzusehen, der sich einfach nur durchs Geschehen treiben lässt. Erst ganz zum Schluss beginnt er überhaupt, zu seinen eigenen Gedanken und Entscheidungen zu stehen, doch da war für mich bereits zu viel Potenzial verschenkt worden. Auch die Nebenfiguren konnten das kaum auffangen. Gerade Merege hätte das Potenzial für eine deutlich stärkere und emotionalere Figur gehabt, bleibt aber bis zum Ende erstaunlich oberflächlich. Mewe hingegen war eine der wenigen Figuren, die wirklich menschlich und greifbar wirkten. Viele andere Charaktere empfand ich eher als unsympathisch oder funktional. Besonders schade fand ich das verschenkte Potenzial des Settings. Die Nomadenkultur wird zwar ständig betont, fühlte sich für mich aber selten wirklich lebendig an. Statt spannender Rituale, intensiver Beziehungen zu den Tieren oder eines tieferen Einblicks in diese Gesellschaft blieb vor allem das ständige Gerede über den gefährlichen Wind hängen. Dabei hätte gerade diese Welt so viel Atmosphäre und Eigenständigkeit bieten können. Auch der Schreibstil machte es mir schwer. Die Dialoge wirkten oft flach und viele Szenen eher wie ein bloßes Aneinanderreihen von Handlungen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass das Buch selbst nicht genau weiß, was es eigentlich sein möchte: spirituelle Fantasy, klassische Heldenreise, Charakterstudie oder Abenteuerroman. Dadurch fehlte mir ein klarer erzählerischer Fokus. Trotzdem habe ich bis zum Ende weitergelesen, weil ich ständig hoffte, dass das Buch irgendwann „aufmacht“ und das enorme Potenzial endlich ausschöpft. Tatsächlich passiert zum Schluss endlich mehr, doch genau dieser Abschnitt wirkte auf mich dann hektisch, wirr und viel zu schnell abgehandelt. Gerade dort, wo die Geschichte endlich interessant wird, nimmt sie sich plötzlich keine Zeit mehr. Am Ende bleibt für mich deshalb kein schlechtes Konzept, sondern vor allem eine enttäuschende Umsetzung einer eigentlich richtig starken Idee. Hatte also noch jemand das Gefühl, im Sand zu versinken?

25. Mai 2026
Eine verspielte Chance für eine großartige Idee, auf welche ich mich gefreut habe. Ob die Reise nich aufregender wird?
(っ◔◡◔)っ ♥ Buchreise ♥ Die Grundidee klang für mich eigentlich nach genau der Art Fantasy, die ich liebe: Wüstennomaden, mystische Seher, eine spirituell geprägte Kultur, Tierbindungen und eine Reisegeschichte voller Potenzial. Umso enttäuschender war es, wie wenig mich das Buch am Ende emotional erreichen konnte. Vor allem die Figuren blieben für mich überraschend blass. Awin wirkt über weite Strecken passiv und schwer greifbar. Statt echter innerer Entwicklung hatte ich oft das Gefühl, jemandem zuzusehen, der sich einfach nur durchs Geschehen treiben lässt. Erst ganz zum Schluss beginnt er überhaupt, zu seinen eigenen Gedanken und Entscheidungen zu stehen, doch da war für mich bereits zu viel Potenzial verschenkt worden. Auch die Nebenfiguren konnten das kaum auffangen. Gerade Merege hätte das Potenzial für eine deutlich stärkere und emotionalere Figur gehabt, bleibt aber bis zum Ende erstaunlich oberflächlich. Mewe hingegen war eine der wenigen Figuren, die wirklich menschlich und greifbar wirkten. Viele andere Charaktere empfand ich eher als unsympathisch oder funktional. Besonders schade fand ich das verschenkte Potenzial des Settings. Die Nomadenkultur wird zwar ständig betont, fühlte sich für mich aber selten wirklich lebendig an. Statt spannender Rituale, intensiver Beziehungen zu den Tieren oder eines tieferen Einblicks in diese Gesellschaft blieb vor allem das ständige Gerede über den gefährlichen Wind hängen. Dabei hätte gerade diese Welt so viel Atmosphäre und Eigenständigkeit bieten können. Auch der Schreibstil machte es mir schwer. Die Dialoge wirkten oft flach und viele Szenen eher wie ein bloßes Aneinanderreihen von Handlungen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass das Buch selbst nicht genau weiß, was es eigentlich sein möchte: spirituelle Fantasy, klassische Heldenreise, Charakterstudie oder Abenteuerroman. Dadurch fehlte mir ein klarer erzählerischer Fokus. Trotzdem habe ich bis zum Ende weitergelesen, weil ich ständig hoffte, dass das Buch irgendwann „aufmacht“ und das enorme Potenzial endlich ausschöpft. Tatsächlich passiert zum Schluss endlich mehr, doch genau dieser Abschnitt wirkte auf mich dann hektisch, wirr und viel zu schnell abgehandelt. Gerade dort, wo die Geschichte endlich interessant wird, nimmt sie sich plötzlich keine Zeit mehr. Am Ende bleibt für mich deshalb kein schlechtes Konzept, sondern vor allem eine enttäuschende Umsetzung einer eigentlich richtig starken Idee. Hatte also noch jemand das Gefühl, im Sand zu versinken?
25. Mai 2026





