Blick ins Buch

Krimis

Willkommen in Night Vale

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Über das Buch

Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle anderen Städte, die Sie kennen – und doch seltsam vertraut. Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem in Bleistift die zwei Worte »King City« geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn – aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von »King City« zu lösen. Ihr Weg führt die beiden in die Bibliothek von Night Vale, die allerdings noch kaum jemand wieder lebend verlassen hat ... »Möglicherweise das beste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.« Patrick Rothfuss

Editionen (3)

ISBN9783608109405
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum19.03.16
Seitenzahl396

Rezensionen & Bewertungen

46 Bewertungen

15 Rezensionen

3,3

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  • berghutzenhexe
    berghutzenhexe

    12 Follower

    3,0

    Das komischste und verrückteste Buch, das ich je gelesen habe!

    Das Buch war so so seltsam und verrückt, dass ich kurz vor der Hälfte überlegt habe, es abzubrechen - habe ich nicht. Ich mochte die Charaktere, vor allem Jackie. An manchen Stellen hat sich die Handlung ziemlich gezogen und ich hatte das Gefühl, dass die Charaktere nicht richtig voran kommen und auf der Stelle treten. Das Ende konnte mich auch nicht überzeugen - auch dieses war total seltsam. Insgesamt würde ich das Buch weiterempfehlen, einfach aus dem Grund, dass man sowas mal gelesen haben muss.

    10. Sept. 2023

  • mrs.moriarty
    mrs.moriarty

    68 Follower

    3,0

    3,25^^ Ich glaube so ein absurdes Buch habe ich seit "John DIes at the End" nicht mehr gelesen. Ich muss aber auch sagen, das ich teilweise finde, das die Handlung selbst mich nicht hundertprozentig überzeugt hat. Alles Kuriose und Verrückte lenkt davon ab, das es im Grunde eben um die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn geht (der wiederum selbst auch auf der Suche nach jemandem ist.) Ich kenne den zu Grunde liegenden Podcast, der in den USA und auch unter Teilen meiner jüngeren Kommiliton:innen ziemlicher Kult geworden ist. Den Podcast fand ich ehrlicherweise etwas ermüdend. Das Buch an manchen Stellen grandios, an anderen wiederum zu übertrieben, in dem was alles in der Stadt an verrückten Dingen geschieht. Letztendlich hat es wohl einfach nicht meinen Nerv getroffen. Irgendwie hatte ich mir einfach hinter all den Geheimnissen, die so nebenbei aufgebaut werden, und eben mit dem ganzen Rahmen mehr erhofft. Tatsächlich hat es mich Zeitweise sogar etwas genervt, es war anstrengend all diese Dinge zu lesen und es war angenehm, als die Masse etwas nach lies und die Handlung ich sag mal. "normaler" erzählt wird. Ich fand jedenfalls das man mit so vielen Informationen, die Night Vale beschreiben sollen, überfrachtet wird. Es hat mir Zeitweise aber trotzdem Spaß gemacht. So Dinge wie "meiden sie den Hundepark" (ein Night Vale Klassiker, der im Podcast auch immer irgendwie erwähnt wird). Der Radiomoderator, der es immer schafft noch seinen Lebensgefährten zu erwähnen. Verschiedene Einzelheiten, die amüsant aus Verschwörungstmythen zusammengebastelt werden ( sowas wie: Berge, ja ich Glaube an die Existenz von Bergen aber ich würden nie jemandem meinen Glauben an sie aufzwingen.). Die Stadt wirkt dadurch auch sehr lebendig. Auch Josh, der Teenager, der sich in alles Mögliche verwandeln kann - das war eine coole Art damit um zu gehen, das man sich als Teenager gern mal falsch oder komisch im eigenen Körper gefühlt hat, gerne jemand anders wäre usw. Und es ist auch eine Anspielung darauf, das Josh eine Identitätskrise durchmacht, weil er seinen Vater nicht kennt. Alles in allem finde ich es auch schwierig, so richtig über das Buch zu sprechen. Dieser ganze Humor ist meiner Meinung nach schwer zu beschreiben. Es ist einfacher, sich darin fallen zu lassen und einfach zu sehen, was passiert und ob es zu einem selbst passt. Eine Leseprobe oder auch eine Folge des Podcast zu hören (Achtung nur auf englisch möglich) hilft aber sicher ein bisschen weiter. Jedenfalls bin ich hin und her gerissen, einerseits war es eben großartig in seiner Verrücktheit, andererseits hat es mich an manchen Stellen auch einfach nicht überzeugt.

    22. Aug. 2023

  • miss_mandrake
    miss_mandrake

    290 Follower

    4,5

    Sobald ich ein Buch beendet habe, weiß ich kurz danach eigentlich immer ziemlich genau, wie auch meine Rezension in etwa dazu aussehen soll: Welche Sätze will ich verwenden, welches Resümee will ich ziehen. Aber als ich vor kurzem Willkommen in Night Vale von Joseph Fink und Jeffrey Cranor beendet habe, war alles anders. Anders deshalb, weil ich noch nie ein Buch wie dieses gelesen habe. Anders, weil mir hier die skurrilsten Szenarien, die absurdesten Einfälle und die schrägsten Typen zwischen zwei Buchdeckeln begegnet sind, seit ich lese – und ich hab wirklich schon viel gelesen. Man könnte auch sagen: Der Wahnsinn hat in Night Vale eine neue Heimat gefunden und genau dieser Wahnsinn hat mich von Anfang bis Ende gepackt und selbst danach nicht mehr losgelassen. Sie verstand die Welt und ihren Platz darin. Sie verstand nichts. Die Welt und ihr Platz darin waren nichts und das verstand sie. (Seite 9) Die 19 jährige Jackie Fierro betreibt ein Pfandleihhaus in der Wüstenstadt Night Vale, in dem die Bewohner vom Auto, einer Träne, bis hin zum billigen Plastikflamingo alles verpfänden können, was sie nicht mehr benötigen. Eigentlich ist dort jeder Tag wie der andere, bis ein unbekannter Mann mit hellbraunem Jackett und einem Koffer aus Hirschleder das Geschäft betritt und einen Papierstreifen mit den Worten KING CITY auf den Tresen legt. Denn als Jackie diesen in die Hand nimmt wird sie ihn nicht mehr los – er klebt an ihrer Hand und taucht immer wieder dort auf – egal ob sie ihn verbrennt, zerknüllt oder in den Müll wirft. Und kurz darauf muss sie feststellen, dass nicht nur sie einen solchen besitzt, sondern dieser auch noch ihr Leben ungeahnt aus der Bahn wirft. Kurz zusammengefasst spiegeln diese paar Sätze den groben Inhalt von Night Vale wieder, aber auch sonst ist diese Stadt alles andere als ein gewöhnlicher Ort. In ihr leben nicht nur Menschen wie Jackie, sondern auch Gestaltenwandler, Geister und Engel. Wenn man dort den falschen Leuten eine SMS schickt, kann einem das Telefon schon mal bis auf den Knochen in den Daumen stechen und Türen werden hier nach Ladenschluss verschlossen aus den Angeln gehoben und versteckt. Da ist dieses Haus. Es ist nicht anders als andere Häuser. Also, stellen Sie sich dieses Haus vor. Andererseits ist es ganz anders, als andere Häuser. Stellen Sie sich dieses Haus also noch einmal vor. Abgesehen davon, dass es zugleich anders und nicht anders als andere Häuser ist, ist es genau wie alle anderen Häuser. (Seite 16) Das klingt alles ziemlich abgefahren und ist es auch! Aber genau das lässt den Roman auch so charmant wirken, denn die beiden Autoren haben hier ein komplett neues literarisches Universum erschaffen, das mich persönlich ziemlich begeistern konnte. Sie spielen mit alltäglichen Gegebenheiten, die wir nur allzu oft einfach hinnehmen, stellen Verschwörungstheorien auf, die zuerst absurd klingen, sich dann jedoch in brisante gesellschaftliche Themen verwandeln (und plötzlich gar nicht mehr so abwegig erscheinen) und würzen alles mit einer Prise Wüstenhumor. Für mich war es eine perfekte Mischung und Wahnsinn und Wahrheit, Widersprüchlichkeiten und Absicht auf das sich jeder Leser unvoreingenommen einlassen sollte – denn heraus kommt ein Buch zum liebhaben und wohlfühlen mit einem frischen Blick auf den eigenen Alltag.

    19. Okt. 2022

3 von 15 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 144%
anibanani123
anibanani1232. Sept. 2025

"... so wie ein Herz ihrer Ansicht nach auszusehen hatte, und keinen dieser pulsierenden Klumpen aus Lehm und Stroh, die krebsartig in unserer Brust wuchern, wenn wir neun Jahre alt werden." WTF????

Seite 4111%

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Autorin / Autor

Über Joseph Fink

Joseph Fink und Jeffrey Cranor, die Autoren des Kult-Podcasts „Welcome to Night Vale“ und der gleichnamigen Live-Tour, arbeiten schon seit Jahren erfolgreich zusammen. Fink, der Erfinder der Story, gründete bereits in jungen Jahren einen Kleinverlag. Cranor, der Theatermann, legte ihm die Idee zu einem Stück über eine Zeitreise vor – sie erarbeiteten es gemeinsam und führten die Zwei-Mann-Show 2011 (im New Yorker East Village) auf. Night Vale, Finks neues Projekt, reifte in beider Zusammenarbeit heran, und die erste von inzwischen über 40 Folgen „Welcome to Night Vale“ entstand.Joseph Fink stammt ursprünglich aus Kalifornien, lebt heute jedoch woanders.

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