Gottes kleiner Krieger

Gottes kleiner Krieger

Taschenbuch
4.33
TerrorUsaFanatismusGewalt

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Beschreibung

Von den Seitengassen in Bombay zu den heiligen Hallen in Cambridge, vom Terroristencamp in den Bergen Afghanistans zu einem Trappistenkloster in Kalifornien - das ist der Weg von Zia Khan, einem jungen Inder aus einer liberalen muslimischen Familie. Egal, welcher Weltreligion er sich anschließt, Zia glaubt, der Auserwählte zu sein: Gottes kleiner Krieger. Schonungslos zeigt der Roman, wie schmal die Grenze zwischen echter Hingabe und Fanatismus ist.

»Kann ein Roman über religösen Fanatismus witzig und spannend wie ein Thriller sein? Ja. Kiran Nagarkar hat ihn geschrieben« Brigitte
»›Gottes kleiner Krieger‹ ist ein hervorragendes Buch, das ein moderner Klassiker werden könnte...« Denis Scheck, ARD
»Der Geheimtipp der indischen Literatur.« Ilja Trojanow
»700 hellsichtige wunderbare Seiten über das Wesen des Fundamentalismus ... etwas Besseres habe ich seit langem nicht gelesen..«
Wolfgang Herles, ZDF-aspekte
»Kiran Nagarkar ist eine herausragende Gestalt der indischen Gegenwartsliteratur.« Spiegel
»Ein starkes Plädoyer gegen jegliche Form von Extremismus.« Michael Weidemann, NDR
Spiegel-Bestseller

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
704
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Kiran Nagarkar, 1942 in Bombay geboren, schreibt in Marathi und Englisch. Er veröffentlichte Romane, Theaterstücke und Drehbücher. Für seinen Roman ›Krishnas Schatten‹ erhielt er die höchste Anerkennung der indischen Literaturakademie, den Sahitja-Award. Kiran Nagarkar starb am 5. September 2019 in Mumbai, Indien.

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
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68%
N/A
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68%
87%
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Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
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100%
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Handlungsgeschwindigkeit

Schnell100%
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Schreibstil

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Komplex0%
Mittel100%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Beiträge

2
Alle
5

Hat alles, was ich von einem dicken Buch erwarte

Das ist das wohl bekannteste Buch von Kiran Nagarkar und das zu Recht...Der Autor schickt seinen fiktiven und emotional sehr gut beschriebenen auf eine Reise, in der er sich zwar selbst kaum entwickelt, aber auf der er buchstäblich überall auf der Welt die religiösen Zentren abläuft, um dort eine ziemlich witzige und zugleich verstörende Position einzunehmen. Mal ist er Atheist, dann Prophet und dann wieder Messias...das alles um die Religionen der Welt und deren Diener genauer kennenzulernen. Der Schreibstil macht einen Heidenspaß, er ist schnell und zugleich dicht mit schönen Bildern. Man bekommt ein Gefühl davon, wie es ist zu Reisen.

3

Ich finde es sehr schwierig dieses Buch zu bewerten. Ich hatte mir erhofft ausführliche Beweggründe zu finden die dazu führen, dass sich der Protagonist den unterschiedlichen Religionen anschließt. Das war allerdings nicht der Fall. Der Protagonist zeigt bereits seit seiner Kindheit einen Hang zum Fanatismus, obwohl (oder vielleicht auch deshalb?) er in einer mehrheitlich sehr liberalen Familie aufwächst. Fast schon sprunghaft wechselt er zwischen den Religionen hin und her. Jesuserscheinungen die ihn zum Christentum bekehren, waren mir etwas schwach fast schon dämlich als Erklärung. Eventuell habe ich auch nicht ganz verstanden was mir der Autor hier mitteilen wollte. Vielleicht deutet es auch daraufhin, dass es vielen Fanatikern eben nur um den Fundamentalismus selbst geht und weniger oder gar nicht um den Grund bzw. die Ideologie, die dahinter steht. Ein passendes Beispiel sind die Nazis die nach dem Krieg zur Stasi gewechselt sind. Oder umgekehrt, Rechtsradikale die vorher linksradikal waren. Aber woher kommt dann Fanatismus? Ist es ein angeborener Charakterzug? Oder doch anerzogen? Oder anerzogen, indem die Erziehung unbedingt das Gegenteil vermitteln will? Darauf liefert das Buch keine Antwort, höchstens Andeutungen. Falls es für diese komplexe Fragestellung eine Lösung gibt, ist ein Sachbuch vielleicht eher geeignet.

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