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Romane

Laubsturm

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Über das Buch

Gabriel García Márquez' erster Roman, den er bereits mit 19 Jahren schrieb, führt in die unverwechselbare Welt von Macondo. Ein alter unbeugsamer Oberst, seine Tochter Isabel und sein neunjähriger Enkel erzählen von den Geschehnissen, nachdem Bürgerkriege, Bananenboom und Naturkatastrophen über das in der Hitze verfallende Dorf hinweggefegt sind.

Editionen (2)

ISBN9783596162611
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.04.04
Seitenzahl192

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1 Rezensionen

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  • tante_tanja
    tante_tanja

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    3,0

    "Wenn sich etwas bewegt, weiß man, dass Zeit abgelaufen ist. Vorher nicht. Bevor sich etwas bewegt, waltet die ewige Zeit, der Schweiß, das auf die Haut geifernde Hemd und der unbestechliche, eiskalte Tote hinter seiner zerbissenen Zunge." Zitat, Seite 53 (dtv) Dieses schmale Büchlein enthält das Debüt des Autoren Gabriel Garcia Marquez, der mit seinem Werk "Hundert Jahre Einsamkeit" in die Hallen der Weltliteratur einzog. Mit nur 19 Jahren schrieb der Autor die verschachtelt konstruierte Geschichte, die in dem fiktiven Macondo spielt, ein Ort, der nach dem Krieg einen kurzen Augenblick lang einen wirtschaftlichen Aufwind erlebt, bis die dortige Gesellschaft vom titelgebenden "Laubsturm" ergriffen wird. Allein das Vorwort mit der Datierung von 1909 deutet das Epische dieser knapp gehaltenen Erzählung an. Mit Worten der mysteriös angedeuteten Sturmwarnungen wird der Leser zunächst in eine recht nüchterne Ausgangssituation einige Jahre später: ein Mensch, ein Verachteter, hat sich selbst gerichtet und nun muss entschieden werden, wie dieser Tote unter die Erde kommt. Zeit für die vom Todesfall Betroffenen Rückschau zu halten. So haben wir dann jeweils drei abwechselnde Erzählperspektiven: die des Oberst, dessen Tochter Isabel und zuletzt des Enkels. Da es sich nur aus dem Zusammenhang ergibt, wer gerade berichtet, ist die Geschichte manchmal etwas verwirrend. Zumal sich die Erzählstimmen nicht auf Anhieb unterscheiden lassen. Ansonsten lässt sich schon der spielerische und leicht mysteriöse Stil erkennen, der in "Hundert Jahre Einsamkeit" ausgebaut wurde. Die Grenzen der Realität werden ganz leicht überschritten und die Wehmut mischt sich mit Philosophie, die den Denker am Leben hält. Dabei wird auch die feine Linie zwischen Sein und Nichtsein haarnadelgenau nachgezeichnet. FAZIT Die fehlende Abgrenzung der einzelnen Erzählstimmen stört den Lesegenuss. Ansonsten unterhält der damals noch sehr junge Autor mit seiner philosophischen Geschichte.

    29. Feb. 2024

Autorin / Autor

Über Gabriel García Márquez

Gabriel García Márquez, geboren 1927 in Aracataca, Kolumbien, gilt als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. 1982 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seine Werke, »in denen sich das Phantastische und das Realistische […] vereinen, die Leben und Konflikt eines Kontinents widerspiegeln«. Gabriel García Márquez hat ein umfangreiches erzählerisches und journalistisches Werk vorgelegt. Er starb am 17. April 2014 in Mexiko City.Das Werk von Gabriel García Márquez ist bei Kiepenheuer & Witsch und im Fischer Taschenbuch lieferbar.

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