Nichts leichter als das

Nichts leichter als das

Taschenbuch
4.08

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Beschreibung

Weil "tote Mädchen keinen Abschluss machen", wird die 17-jährige Marty kurz vor dem Examen in eine Klinik eingewiesen. Zwei Jahre lang hat sie sich fast zu Tode gehungert, denn das ist das Einzige, was sie kontrollieren kann: ob sie isst oder nicht. Allem anderen in ihrem Leben - dem Alkoholproblem ihrer Mutter, der Zurückweisung durch den Vater, den Ansprüchen ihres Freundes - fühlt sie sich ausgeliefert. Und das, obwohl sie intelligent, wortgewandt und äußert taff ist. Ihre ersten Tage in der Klinik sind geprägt von Wut und Feindseligkeit, mit beißender Ironie lässt sie Mitpatientinnen, Pflegepersonal und Psychologen auflaufen. Dennoch muss sie sich den Regeln des Hauses anpassen: Essenszeiten, Gruppensitzungen, Einzeltherapie. Mit klarem Blick erfasst Marty den traurigen Zustand ihrer Mitpatienten und auch ihre eigenen Probleme, trotzdem ist jede Mahlzeit, jede Gewichtszunahme eine Qual und ein Kampf. Und so gibt sie weiterhin die Starke, die mit der großen Klappe, die sich um nichts schert. Erst als die 8-jährige Lily eingeliefert wird, öffnet sich Marty ein wenig und langsam geht es aufwärts. Doch der Weg zurück ins Leben ist alles andere als leicht.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
288
Preis
5.20 €

Beiträge

2
Alle
3.5

Solides Buch zum Thema Magersucht 6,5/10⭐️

Das Buch war in Ordnung, die Zeit war nicht verschwendet, aber ein zweites Mal lesen werde ich es eher nicht. Vom Schreibstil her ließ es sich gut und flüssig lesen. Gut fand ich, dass es nicht lediglich die Essstörung allein behandelt, sondern auch die vorherrschende Familienproblematik, selbstverletzendes Verhalten, negative sexuelle Erfahrungen, Suizidgedanken, Suizidversuche, was sehr verdeutlicht, dass hinter Anorexia Nervosa sehr viel mehr steckt als der Wunsch dünn zu sein. Allgemein wurde mehr auf ihren psychischen Zustand generell eingegangen und nicht lediglich auf ihre Problematik mit dem Essen. Ebenfalls fand ich es wichtig, dass die Autorin dargestellt hat, dass man durch Magersucht auch sterben kann (nicht die Protagonistin). Zwischendurch war es leider etwas zäh, langatmig und langweilig, da nicht wirklich etwas passiert ist. Es gab extrem viel wörtliche Rede, wodurch es teilweise schwer war rauszulesen wer gerade spricht, was sich dann erst im Dialog erkennen ließ. Die Sprache der Protagonistin war teilweise sehr direkt, schroff, schamlos, trotzig und fast schon vulgär - mir persönlich war es manchmal zu viel, aber wenn die Protagonistin so ist und fühlt, möchte ich ihr das auch nicht absprechen in den Situationen so gefühlt und reagiert zu haben. Long story short: Würde ich Menschen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen wollen durchaus weiterempfehlen und es ist auch für Jugendliche geeignet.👍🏻

Solides Buch zum Thema Magersucht 6,5/10⭐️
4

Heftige Geschichte

Zum Anfang fande ich den Hauptcharakter sehr unsympathisch. Aber umso mehr Hintergrund man kennen gelernt hat, war es desto verständlicher. Es war ein fesselndes Buch und gerade das letzte Drittel sehr emotional und gut. Mir hat es ein bisschen an Tiefe gefehlt, was die Magersucht anging bzw wie sie dagegen kämpfte Dennoch alles in allem ein gutes Buch.

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