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Romane

Der Vorweiner

2,5(23)
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Über das Buch

Der neue große Roman des Bestsellerautors von „Auerhaus“ und „Serpentinen“

Resteuropa, Ende des Jahrhunderts. Bürgerkriege und Naturkatastrophen haben die Welt verwüstet. Eine dicke Schicht Beton hebt den Rumpfkontinent über den steigenden Meeresspiegel. In den Auffanglagern Neuschwanstein und Neulübeck versammeln sich dänische, ghanaische oder niederländische Geflüchtete. Einer von ihnen ist Jan.

Mit nichts am Leib tritt er in die Dienste von A. wie Anna. Für sie war es höchste Zeit, sich einen Trauergastarbeiter zuzulegen.

Tränen bringen Prestige, und nur wer über einen fähigen Vorweiner verfügt, um den wird am Ende überzeugend geweint. Zu echter Trauer ist ohnehin niemand mehr in der Lage. Auch nicht B. wie Berta, Annas Tochter. Berta ist die Erzählerin und das lidlose Auge unserer Geschichte. Und wie sie erzählt: furios, komisch und ohne Mitleid.

Bov Bjergs neuer Roman ist ein kühner Wurf: barock wie ein Menuett, gegenwärtig wie ein Liveticker, fernsichtig wie eine Vorhersage. Und mit absolutem Gehör für Sprache und ihre Möglichkeiten komponiert. Der Vorweiner ist ein preiswürdiges Erzählkunstwerk über eine Welt, die in Staunen versetzt.

Editionen (2)

ISBN9783546100380
VerlagClaassen
Erscheinungsdatum31.08.23
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

2 Rezensionen

2,5

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  • estrelas
    estrelas

    59 Follower

    1,0

    „Sie würde sterben, in zehn, zwanzig, dreißig Jahren (hier war Anna deutlich zu optimistisch), und niemand würde da sein, um ihren Tod fachgerecht und mitreißend zu beweinen.“ Das klang nach einer originellen Dystopie, war aber wirr und zäh, so dass ich das Buch abgebrochen habe.

    18. Juni 2025

  • katiiisbooks
    katiiisbooks

    29 Follower

    3,5

    Die Parodie einer Dystopie, in nüchternem Ton erzählt.

    Eine satirische Dystopie, in der Menschen nicht mehr umeinander trauern, sich die Niederlande und Großbritannien der Rettung Resteuropas opfern mussten und Clickbait ein großes Ding ist. Der augenzwinkernde Schreibstil, die nicht ganz ernst gemeinten Triggerwarnungen vor jedem Kapitel oder die weiterführende Literatur am Ende sind lustig gemacht. Auch der Hauptstory mit einer Gesellschaft, die sich immer weiter voneinander entfremdet und die Vorweiner als Symptom des Ganzen, kann ich etwas abgewinnen. Die ein oder andere inhaltliche Situation war für mich persönlich aber etwas drüber und etwas zu grotesk, z.B. Pizzapetes Erfahrung mit der Pizza Hawaii. Auch die Ausbildung der Charaktere bleibt sehr oberflächlich, die Gefühlslosigkeit der Personen scheint sich auf die Lesenden zu übertragen, sodass sich da bei mir wenig Spannung oder Mitfiebern entwickelt hat. Auch sprachlich hätte ich auf das Stilelement des Gottesauges verzichten können. Das wäre ein nettes Element gewesen, um den Erkenntisgewinn der Lesenden zu unterstützen, doch das bleibt leider aus.

    18. Sept. 2024

Autorin / Autor

Über Bov Bjerg

Bov Bjerg, geboren 1965, ist Schriftsteller und Vorleser. Sein erster Roman hieß »Deadline«, sein zweiter, »Auerhaus«, wurde verfilmt und von vielen Theatern inszeniert. Eine Geschichtensammlung erschien unter dem Titel »Die Modernisierung meiner Mutter«.Mit »Serpentinen« war Bov Bjerg auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2020.

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