Blick ins Buch

Romane

In einer Nacht, woanders

3,2(9)
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Über das Buch

Längst hat der graue Berliner Alltag Maschas Erinnerungen an ihre Kindheit in Russland verschüttet, da reißt ein Anruf sie in die Vergangenheit zurück: Sie soll das Haus ihrer verstorbenen Großmutter verkaufen. Die Fahrt ins winterliche Russland wird eine Reise zu den Geheimnissen ihrer Familie, zur Möglichkeit eines anderen Lebens …

Editionen (4)

ISBN9783499256936
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.02.13
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

9 Bewertungen

3 Rezensionen

3,2

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  • elarama
    elarama

    215 Follower

    3,0

    Sprachlich toll, inhaltlich schwierig

    Also scheinbar brauche ich Kapitel, weil meine innere Leserin möchte immer mal einen Abschluss haben. Eine Möglichkeit über einen Absatz zu reflektieren. Aber hier in diesem Buch gibt es sowas leider nicht und so verschwimmt die Geschichte manchmal sehr. Die Sprache war für mich sehr poetisch, teils wie ein Gedicht. Aber irgendwie hat mich der Inhalt dadurch manchmal so verloren, dass ich leicht aus der Geschichte gefallen bin. Am Ende bin ich froh schon vorher „Zukunftsmusik“ von der Autorin gelesen zu haben, sonst hätte ich mich glaub nicht mehr an eines ihrer Bücher gewagt.

    10. Nov. 2024

  • nickalala
    nickalala

    124 Follower

    3,5

    "Für Russen gibt es keine Krankheit, die man nicht mit Tabletten oder Hühnersuppe behandeln kann, und für alles, was unerklärbar ist, werden die Dämonen bemüht. Katerina Poladjans Sprache ist schnell, stakkatohaft, ohne Pausen, ohne Absätze. Sie gibt ihrem Leser keine Zeit, um das Gelesene zu verdauen, um darüber nachzudenken, um Informationen sacken zu lassen. Ich fühlte mich von der Autorin geradezu durch die Geschichte gehetzt. Die bedrückende Atmosphäre und die finsteren Abgründe, die sich vor der Protagonistin im dunklen Russland auftun, machen aus 'In einer Nacht woanders' nicht gerade einen Wohlfühlroman. Dennoch ist die Geschichte auch irgendwie mitreißend und spannend.

    22. Mai 2025

  • keksisbaby
    keksisbaby

    97 Follower

    1,0

    Überstürzt macht Mascha sich auf den Weg nach Russland. Ihre Oma ist gestorben und nun soll ihr Häuschen verkauft werden. Bei Nacht und Nebel kommt sie in Bykovo an und muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Ihrer Kindheit in Russland, die sie bei ihrer Großmutter verbracht hat und aus der sie je herausgerissen wurde, als ihre Eltern den Umzug nach Berlin beschlossen. Doch die Vergangenheit lässt sich so leicht nicht in die Gegenwart umwandeln, was bleibt ist die Entscheidung für ein Leben in Russland oder die Heimkehr zu ihrer kranken Mutter und ihrem verhassten Beruf in Berlin. Das Buch war einfach nicht meins. Fand ich den Schreibstil der Autorin am Anfang noch innovativ und künstlerisch gewagt, fiel es mir zunehmend schwer mich in die Geschichte einzulesen und Grenzen zu ziehen zwischen Traum und Wirklichkeit, Erinnerungen und Gegenwart. Mit Mascha bin ich auch nicht richtig warm geworden. Das ganze Buch ist sie eigentlich nur am jammern und am liebsten suhlt sie sich in ihrem Selbstmitleid. Träume wie sie ohne Füße in der Hütte ihr Leben fristet, weil sie die verkehrten Schühchen trägt, sind nur ein Beispiel dafür. Die Angst vor ihren Schülern, die sie als Ratten bezeichnet und ihre Freundin, die sie in häufigen Telefonanrufen hysterisch zur Ordnung ruft, machen die ganze Geschichte nicht besser. Dem einzigen dem ich etwas abgewinnen konnte, war der Wolf, der sie auf ihrem Weg zur Hütte beschützt hat und den sie dann die Nacht in klirrender Kälte draußen verbringen ließ. Bisher habe ich den Figuren in den Büchern immer noch etwas abgewinnen können, aber Mascha war mir bis jetzt die unsympathischste. Vielleicht weiß ein anderer Leser ja den Stil der Autorin mehr zu schätzen, ich habe es nur zu Ende gelesen, weil ich es zum einen hier gewonnen hatte und weil der ganze Spuk sich auf 175 Seiten in Grenzen hält, obwohl ich am Ende versucht war das Buch frustriert an die Wand zu werfen. Dieses Buch war mein Flop für dieses Jahr.

    20. Okt. 2022

Autorin / Autor

Über Katerina Poladjan

Katerina Poladjan, 1971 in Moskau geboren, kam als Kind nach Deutschland und lebt heute in Berlin. 2011 erschien ihr vielgelobter Debütroman «In einer Nacht, woanders». Mit «Vielleicht Marseille» war sie für den Alfred-Döblin-Preis nominiert, ebenfalls 2015 wurde sie zum Ingeborg- Bachmann-Preis nach Klagenfurt eingeladen. Katerina Poladjan wurde 2026 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

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