Blick ins Buch

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Tiere

2,9(470)
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Deutsch
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Über das Buch

Manche Menschen sind Tiere.



Nigel ist sicherlich nicht der Hellste. Aber er ist meistens ganz guter Laune. Im Büro gibt es immer etwas zu kopieren, und außerdem sind da Cheryl und Karen. Auch im Pub, den seine Eltern früher führten und in dem Nigel jetzt wohnt, fühlt er sich wohl. Es gibt hier zwar kein Bier und keine Zigaretten mehr, aber Nigel interessiert sich sowieso mehr für Fernsehen und Comics.



Und dann ist da noch der Keller. Hier hält Nigel seine Mitbewohner. Dass die nicht freiwillig da unten wohnen, stört Nigel nicht …

Editionen (8)

ISBN9783499250194
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum02.05.13
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

470 Bewertungen

86 Rezensionen

2,9

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  • pittermesken
    pittermesken

    397 Follower

    4,0

    "Du bist ein Tier, ihr seid alle Tiere, deswegen seid ihr ja hier, und ihr tut lieber, was ich euch sage, denn ich kann machen, was ich will!" (S. 159)

    Einigen negativen Rezensionen, die ich im Vorfeld gelesen habe, zum Trotz habe ich mich an diese Geschichte herangewagt — und ich habe es nicht bereut. Dieses Buch ist anders: es ist ein ruhiges Werk, dessen unterschwelliger Horror durch die Seiten schleicht. Wir lernen Nigel kennen, den Erzähler, der uns einen Einblick in sein (Seelen-)Leben & seinen Alltag gewährt & wir nehmen ALLES aus seinem Blickwinkel wahr. Nigel flucht nicht, er ist höflich & schüchtern, aber nicht besonders versiert in Sozialverhalten. Nigel ist sehr kindlich & naiv, offensichtlich mit einem geringen IQ, er weint schnell, mag Cartoons & Comics — und er hält in seinem Keller Menschen gefangen. Er entmenschlicht sie, indem er mit "es" über sie spricht. "Es tat mir ein bisschen leid. Aber sie müssen dressiert werden, und wenn man bei einem alles durchgehen lässt, werden auch die anderen aufsässig." (S. 160) Dem Autor gelingt es phänomenal, anhand seines Erzählstils den geistig eingeschränkten Nigel zum Leben zu erwecken: wir haben Mitleid mit ihm, weil er immerzu schikaniert, veralbert oder verletzt wird. Wir verabscheuen ihn für seine Taten & dafür, dass er sein Handeln kein bisschen reflektiert. Ein Empfinden für "normal" & "krank" ist nicht vorhanden. Er bringt uns zum Kopfschütteln, zum Fremdschämen, sogar zum Schmunzeln. Dies ist kein Thriller im herkömmlichen Sinn, aber dennoch lesenswert. Eine Charakterstudie über einen alleingelassenen Mann, der unfähig ist, Recht von Unrecht zu unterscheiden & unfähig, sich gesellschaftlich einzufügen oder gar zu etablieren. Verstörend & traurig zugleich.

    "Du bist ein Tier, ihr seid alle Tiere, deswegen seid ihr ja hier, und ihr tut lieber, was ich euch sage, denn ich kann machen, was ich will!" (S. 159)

    14. Nov. 2024

  • fabiexy
    fabiexy

    13 Follower

    2,0

    Meh

    Keine Ahnung was das war. Also wirklich nicht. An sich fand ich die Idee dass der Typ da in seinem Keller Menschen gefangen hält total spannend aber es war meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt und gab irgendwie auch kein richtiges Ende. Der Typ mit dem er da Bier trinkt auch ein super unangenehmer Zeitgenosse. Idk. Schade ☹️

    4 Tage vor

  • 0ananas0
    0ananas0

    276 Follower

    1,5

    Ich besitze eigentlich jedes Buch von Simon Beckett und als ich dieses hier in der Buchhandlung gesehen habe, konnte ich nicht widerstehen. Direkt zu Beginn werden der Protagonist und sein Alltag vorgestellt. Nigel hat eine Persönlichkeit voller Gegensätze. Intellektuell etwas zurückgeblieben, vor allem was Emotionen und Interaktionen mit anderen Menschen betrifft. Sehr ängstlich und mit einem Verhalten, dass eher einem Kind entspricht. Hält er im Keller mehrere Menschen, wie Hunde, gefangen. Der Widerspruch in sich. Und dann kommen ein paar Arbeitskollegen zu Besuch… Was steckt für eine Geschichte dahinter und wie wird der Abend ausgehen? Die Geschichte wird nur aus einer Perspektive erzählt, die von Nigel. Es war für mich eine Abwechslung, eine Handlung nur aus der Sicht eines Täters, mit schwerwiegenden psychischen Problemen geschildert zu bekommen. Jedoch ist diese sehr plump - realitätsnah aber mit sehr wenig Spannung. Auch die Handlung ist sehr einfach gestrickt ohne jegliche Wendungen. Man erhält einen Ausschnitt aus dem Leben eines gestörten Menschen, mit einem sehr niedrigen IQ. Das einzige was das Buch mit einem Thriller zu tun hat, ist das Thema. Es ist zwar schön, wie der Autor mit den Gegensätzen spielt. Jedoch ist das Buch an sich sehr langatmig und verdient die niedrige Bewertung. Leider keine Empfehlung von mir.

    1. Sept. 2024

3 von 86 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Simon Beckett

SIMON BECKETT ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen und wurde für Paramount+ als sechsteilige Serie verfilmt: «Die Chemie des Todes», «Kalte Asche», «Leichenblässe», «Verwesung», «Totenfang» und «Die ewigen Toten» waren allesamt Bestseller, ebenso sein atmosphärischer Psychothriller «Der Hof». «Die Verlorenen», der Auftakt einer neuen Thrillerserie um den ehemaligen Polizisten Jonah Colley, stand mehrere Wochen auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.

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