Blick ins Buch

Romane

Archibald Strohalm

5,0(1)
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Über das Buch

Eine große Entdeckung: Harry Mulischs erster Roman.
Archibald Strohalm sieht rot: Die christlich missionierenden Vorstellungen des Puppenspielers, die er jeden Samstag besucht, sind nicht dazu geeignet, Ungläubige zu bekehren. Er könnte es selbst viel besser! Archibald tauscht sein wohl organisiertes, gutbürgerliches Leben gegen eine Künstlerexistenz ein und schreibt sein erstes Stück. Als er dieses aufführt, kommt es zur Katastrophe.
„Einfach ein Muss!“ (Frankfurter Neue Presse)

Editionen (1)

ISBN9783499241048
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.04.06
Seitenzahl300

Rezensionen & Bewertungen

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1 Rezensionen

5,0

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  • anjamsl
    anjamsl

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    5,0

    Ich weiß nicht so genau, was ich da gelesen habe, aber es war gut. Im Grunde erzählt das Buch die Geschichte von Archibald Strohalm. Er wird fast wahnsinnig durch ein Kasperletheater, welches jeden Samstag vor seinem Haus spielt. Das macht ihn irgendwann so rasend, dass er eine Wette mit dem Puppenspieler abschließt, er könne selbst ein Stück aufführen, welches die Zuschauer auch ohne Strenge auf den 'richtigen Weg' bringe. Ab diesem Zeitpunkt verfolgt man, wie Strohalm sich immer mehr von der Außenwelt abkapselt und zunehmend von Halluzinationen geplagt wird. Dabei trifft er auf verschiedene Charaktere aus seiner Stadt, die selbst, je weiter am Ende sie auftreten, immer wunderlicher werden. Die Geschichte endet mit der Aufführung von Strohalms eigenem Kasperletheater auf dem Marktplatz. Dabei durchbricht er die Grenzen von Theater und Realität, was die Zuschauer rasend macht. Daraufhin rufen sie die Polizei und die Geschichte endet, indem sich die ganze Erde kopfüber stülpt, in einer Art Weltuntergangsszenario. An manchen Stellen wirklich verwirrend, dafür aber genial geschrieben und mit vielen schönen, philosophischen Denkanstößen.

    18. Apr. 2024

Autorin / Autor

Über Harry Mulisch

Geboren am 29.Juli 1927 in Haarlem, Sohn eines ehemaligen Offiziers aus Österreich-Ungarn, welcher im Zweiten Weltkieg mit den deutschen Besatzern kollaborierte, und einer Jüdin aus Frankfurt; seine später geschiedenen Eltern sprachen Deutsch miteinander. Mulisch verfasste zwischen 1947 und 1959 einige Romane und literarische Artikel und Rezensionen in niederländischen Zeitungen (Berichterstatter u.a. für "Elseviers Weekblad"). Die Teilnahme am Eichmann-Prozeß verarbeitete er in der Reportage "Strafsache 40/61", das 1963 mit dem Vijverberg - Prijs ausgezeichnet wurde. Seither schrieb er Romane, Erzählungen, Gedichte, Dramen, Opernlibretti, Essays, Manifeste und philosophische Werke. Spätestens mit seinem in sechzehn Sprachen übersetzten politischen Roman "Das Attentat" wurde er weltberühmt, die Verfilmung von Fons Rademakers erhielt einen Oscar. Für sein literarisches Schaffen erhielt er 1995 den Niederländischen Literaturpreis.Harry Mulisch starb 2010 im Alter von 83 Jahren.

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