Blick ins Buch

Historische Romane

Die Kunst der Bestimmung

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Über das Buch

Der Roman einer Epoche, in der der Mensch daran ging, die Welt zu ordnen
London, 1678. Die Royal Society bestellt Professor Chrysander zum Kurator ihrer Sammlungen, und der schwedische Naturforscher kehrt die verlotterte Wunderkammer mit eisernem Besen aus. Für den exzentrischen Lord Fearnall hingegen ist das Leben ein Maskenstück. Als er Chrysander begegnet, prallen zwei Welten aufeinander. Ein Spiel von Verführung und Gegenwehr beginnt...

“Ein klug komponierter, intelligenter und spannender Roman mit Sinn fürs Skurrile und philosophischem Tiefgang” (Bayrischer Rundfunk)

Editionen (4)

ISBN9783499237850
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.03.05
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

2 Rezensionen

3,5

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  • semjon
    semjon

    73 Follower

    3,0

    Die Idee des Buchs fand ich ganz originell. Im Jahr 1678 nimmt der schwedischer Naturwissenschaftler Simon Chrysander die Berufung an ein Londoner College an, um dort für Ordnung zu sorgen. Er beherrscht die Kunst der Bestimmung und will alles und jedes in Art, Gattung und Familie einordnen. Dabei kommt ihm jedoch der junge Earl Lucius in Verkleidung als Dirne Lucy in die Quere, der in Chrysander erotische Gefühl wachsen lässt. Das diese Gefühl homoerotisch sind, kann der Schwede aber nicht in sein Weltbild von Ordnung und Bestimmung bringen. In der Folgezeit entwickelt sich dann ein Jo-Jo Spiel von Anziehung und Ablehnung wie in einem typischen Boulevardtheaterstück. Die Figuren waren mir oft zu überzeichnet. Die ganze Riege der Professoren in der Royal Society machten den Eindruck, wie eine Ansammlung von Waldorfs und Statlers aus der Muppets Show. Für ein rein humoristisches Buch war es dann aber zu ernsthaft und für einen historischen Roman zu klamaukhaft nach meinem Empfinden. So blieb es ein durchaus unterhaltsamer Roman auf weit überdurchschnittlichem sprachlichen Niveau.

    23. Feb. 2024

  • semjon.pfalz
    semjon.pfalz

    38 Follower

    3,0

    Die Idee des Buchs fand ich ganz originell. Im Jahr 1678 nimmt der schwedischer Naturwissenschaftler Simon Chrysander die Berufung an ein Londoner College an, um dort für Ordnung zu sorgen. Er beherrscht die Kunst der Bestimmung und will alles und jedes in Art, Gattung und Familie einordnen. Dabei kommt ihm jedoch der junge Earl Lucius in Verkleidung als Dirne Lucy in die Quere, der in Chrysander erotische Gefühl wachsen lässt. Das diese Gefühl homoerotisch sind, kann der Schwede aber nicht in sein Weltbild von Ordnung und Bestimmung bringen. In der Folgezeit entwickelt sich dann ein Jo-Jo Spiel von Anziehung und Ablehnung wie in einem typischen Boulevardtheaterstück. Die Figuren waren mir oft zu überzeichnet. Die ganze Riege der Professoren in der Royal Society machten den Eindruck, wie eine Ansammlung von Waldorfs und Statlers aus der Muppets Show. Für ein rein humoristisches Buch war es dann aber zu ernsthaft und für einen historischen Roman zu klamaukhaft nach meinem Empfinden. So blieb es ein durchaus unterhaltsamer Roman auf weit überdurchschnittlichem sprachlichen Niveau.

    14. Apr. 2024

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