Blick ins Buch

Damals in Nagasaki

3,6(100)
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Deutsch
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Über das Buch

Editionen (5)

ISBN9783499134326
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.10.94
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

100 Bewertungen

15 Rezensionen

3,6

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  • readzilla
    readzilla

    145 Follower

    4,0

    Zwischen Erinnerung und Wahrheit – ein Roman von leiser, zeitloser Schönheit 🌸

    Kazuo Ishiguro beweist mit "Damals in Nagasaki", dass große Literatur keine lauten Worte braucht. Dieses Buch erzählt seine Geschichte mit einer beeindruckenden Ruhe und einer Feinfühligkeit, die mich vom ersten bis zum letzten Kapitel begleitet hat. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Nicht, weil ständig etwas Spektakuläres passiert, sondern weil Ishiguro Menschen so außergewöhnlich glaubwürdig zeichnet. Jede Figur entwickelt sich auf ihre eigene Weise, wirkt lebendig und voller Widersprüche. Gerade diese leisen Veränderungen machen den Roman so außergewöhnlich. Besonders beeindruckt haben mich die Dialoge. Sie wirken auf den ersten Blick schlicht, tragen aber zwischen den Zeilen eine unglaubliche Tiefe in sich. Oft sagt das Ungesagte mehr als jedes ausgesprochene Wort. Genau darin liegt für mich Ishiguros große Stärke. Auch die Atmosphäre hat mich vollkommen eingenommen. Erinnerungen, Schuld, Sehnsucht und die Frage, wie verlässlich unsere eigene Vergangenheit eigentlich ist, verweben sich zu einer Geschichte, die lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Mit einer eleganten Sprache erschafft Ishiguro Bilder, die ebenso zart wie eindringlich sind. "Damals in Nagasaki" ist kein Roman, der den Leser mit großen Wendungen überwältigt. Er berührt auf eine viel tiefere Art. Er lädt dazu ein, innezuhalten, zwischen den Zeilen zu lesen und sich auf die Gedanken und Gefühle seiner Figuren einzulassen. Für mich war dieses Buch ein weiteres literarisches Highlight. Emotional, klug und wunderschön geschrieben – ein Roman, der zeigt, dass die stillen Geschichten oft die größte Kraft besitzen. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die feinfühlige Literatur mit großartigen Figuren und tiefgründigen Dialogen lieben.

    Zwischen Erinnerung und Wahrheit – ein Roman von leiser, zeitloser Schönheit 🌸

    6 Tage vor

  • buch_elfin
    buch_elfin

    204 Follower

    3,5

    Manchmal etwas verwirrend

    Kazuo Ishiguros Debütroman Damals in Nagasaki erzählt eine nachdenkliche Geschichte über Erinnerungen, Verlust und Schuld. Die Hauptfigur Etsuko, die in England lebt, erinnert sich an ihre Zeit in Nagasaki nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei steht ihre Beziehung zu ihrer Freundin Sachiko und deren Tochter Mariko im Mittelpunkt, die auf geheimnisvolle Weise mit ihrer eigenen Familie verbunden zu sein scheinen. Der Roman ist atmosphärisch und tiefgründig, allerdings auch manchmal verwirrend. Ishiguros Schreibstil ist subtil und lässt vieles unausgesprochen, was zum Nachdenken anregt, aber auch zu Unklarheiten führen kann. Besonders die Dialoge waren nicht immer eindeutig, und ich musste manchmal überlegen, wer gerade spricht. Das hat die Lektüre etwas anspruchsvoller gemacht, aber es passt auch zur insgesamt rätselhaften Stimmung des Buches. Ein zentrales Thema ist, wie Menschen mit Verlust und Schuld umgehen. Gleichzeitig zeigt der Roman den Konflikt zwischen dem traditionellen Japan und den Einflüssen der westlichen Moderne. Die Atmosphäre ist melancholisch, und Ishiguro gelingt es, mit wenigen Worten große emotionale Tiefe zu erzeugen. Damals in Nagasaki ist ein ruhiger, aber kraftvoller Roman, der viel Interpretationsspielraum bietet. Wer Geschichten mag, die zum Nachdenken anregen und in denen nicht alles klar aufgelöst wird, wird dieses Buch schätzen. Dennoch sollte man sich darauf einstellen, dass die Lektüre Konzentration erfordert. Ein gelungener Auftakt für einen Autor, der später weltberühmt wurde.

    1. Jan. 2025

  • jxulireads
    jxulireads

    6 Follower

    4,0

    Ein leises, melancholisches Meisterwerk über Erinnerung, Verlust und die Schatten der Vergangenheit. Ishiguro nimmt uns mit in die Gedankenwelt einer Frau, die versucht, ihr Leben in Nachkriegs-Japan zu verstehen – und dabei zwischen Realität und Erinnerung schwankt. Mit seinem poetischen, zurückhaltenden Stil schafft Ishiguro eine Atmosphäre, die unter die Haut geht. Nichts ist eindeutig, vieles bleibt unausgesprochen – genau das macht diesen Roman so besonders.

    21. Apr. 2025

3 von 15 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 4420%
pj.jedi.1410
pj.jedi.141016. Mai 2025

Nach zwei Kapiteln kann ich sagen, dass es mir bisher gut gefällt. Die Sprache gefällt mir.

Lesen ist schöner mit der READO App.

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