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Biografien

Glück ist kein Ort

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Über das Buch

Als der Reporter Juan Moreno von einer seiner Auslandsreisen zurückkommt, sieht er nervös die Drogenspürhunde am Zoll – er ist sich sicher, nach Kokain geradezu zu stinken. Er hat bei kolumbianischen Rebellen im Dschungel auf Kokainplatten geschlafen, anders ging es nicht – aber wie erklärt man das einem deutschen Zollbeamten?
Juan Morenos Geschichten von unterwegs sind eine großartige Lektüre, überraschend, dramatisch, packend. Moreno fährt viertausend Kilometer quer durch Europa mit einem Kleinbus voller Arbeitsmigranten, spricht mit Killern der Farc-Guerilla über Auftragsmord und mit Mike Tyson über Schmerz und Ruhm. Mit kubanischen Fischern fährt er aufs Meer, und er überlebt die gefährlichste Flüchtlingsroute der Welt, den Darién Gap. Als er eine Auszeit braucht, geht er ein Jahr lang auf Weltreise. Aber das Abenteuer wartet auf den, der es versteht, auch anderswo: ob zu Hause, bei den frommen Pilgern auf dem Jakobsweg oder in der Heimat Spanien. Dies alles erzählt Moreno in dem typischen Sound, der ihm seit Jahren eine große Leserschaft sichert: mit Witz und Tiefgang, stilistisch elegant und scharf beobachtet.

Editionen (3)

ISBN9783499007101
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum15.08.23
Seitenzahl304

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelUngewöhnlichWitzigNachdenklichHerzerwärmend

Rezensionen & Bewertungen

27 Bewertungen

5 Rezensionen

4,1

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  • swan
    swan

    36 Follower

    4,5

    Von amüsant leicht über spannend tödlich bis hinzu tiefgründig ernst und oft auch alles zusammen. Die Reportagensammlung ist vielseitig und das Gegenteil von langweilig.

    Die Erkenntnisse des Journalisten über unsere Gesellschaft sind aktuell und höchstwahrscheinlich zeitlos. Das Kapitel „Der letzte Europäer“ war mein persönliches Highlight. Top aktuell! Ich war mit in Victor Talics miefigen und lauten Minitransporter, seine geradlinige Weltsicht (Europasicht) hat mich erreicht, dank dieser schönen Erzählweise.

    16. Feb. 2025

  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    4,5

    Juan Morenos „Glück ist kein Ort“ ist eine packende Reiseerzählung, die mit humorvollen und tiefgründigen Geschichten aus aller Welt begeistert. Seine Abenteuer, von Kuba bis Indien, fangen die Essenz des Reisens ein und laden dazu ein, die Welt mit neuen Augen zu sehen.

    „Glück ist kein Ort“ von Juan Moreno ist ein mitreißendes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Moreno, ein brillanter Geschichtenerzähler und erfahrener Journalist, nimmt den Leser mit auf eine aufregende Weltreise, die voller unerwarteter Begegnungen und tiefgründiger Einsichten steckt. Von den lebhaften Straßen Havannas, wo er den Spuren Hemingways folgt, bis zu den wilden Pfaden des gefährlichen Darién Gap – jede Geschichte ist ein Abenteuer für sich. Was dieses Buch besonders lesenswert macht, ist Morenos Fähigkeit, skurrile und tiefgründige Momente einzufangen. Mit einem leicht ironischen Ton, der dennoch respektvoll bleibt, beschreibt er seine Begegnungen mit Menschen und Kulturen. Ein Zitat, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, lautet: „Zeit zum Reisen ist nicht mit Urlaub zu verwechseln.“ Diese Aussage unterstreicht die Idee, dass wahres Reisen mehr als nur Erholung ist – es ist eine Gelegenheit, die Welt und sich selbst besser kennenzulernen. Moreno hat es geschafft, mich mit seinem humorvollen und zugleich nachdenklichen Stil in den Bann zu ziehen. Ob er nun in einem Kleinbus von Rumänien nach Portugal reist, Gurus in Indien trifft oder die transsibirische Eisenbahn durchquert – seine Erzählungen sind lebendig und voller Charme. Besonders beeindruckt hat mich seine Fähigkeit, die Essenz der Orte und Menschen, denen er begegnet, einzufangen und den Leser näherzubringen. Er verheimlicht aber auch nicht die Gefahren und Risiken auf seinen Reisen. „Glück ist kein Ort“ ist nicht nur eine Sammlung von Reiseberichten, sondern eine Einladung, die Welt mit offenen Augen und einem neugierigen Geist zu erkunden. Wer Lust auf eine literarische Weltreise hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen!

    21. Aug. 2024

  • jacob13
    jacob13

    168 Follower

    3,0

    Zwischen Fernweh und kleinen Momenten ☀️🗺️

    Glück ist kein Ort besteht aus vielen netten Kurzgeschichten, die einem immer wieder dieses leichte Fernweh ins Herz setzen. Juan Moreno schafft es gut, die Sehnsucht nach dem Fremden einzufangen – nach Orten, Menschen, Begegnungen und Gedanken, die man selbst vielleicht so nie erlebt hat, aber trotzdem irgendwie versteht. Einige der Geschichten haben mich berührt, andere gingen eher an mir vorbei. Insgesamt wirkt es wie ein ruhiger Mix aus Reisegefühl, Lebensgedanken und kleinen Momenten, die mal stärker und mal schwächer hängen bleiben. Schön für zwischendurch – aber für mich persönlich kein Buch, das lange nachhallt.

    23. Nov. 2025

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Juan Moreno

Juan Moreno, geboren 1972 in Huércal-Overa (Spanien), arbeitete zunächst für den WDR, dann für die «Süddeutsche Zeitung». Seitdem ist er vor allem für den «Spiegel» in aller Welt unterwegs. Moreno hat mehrere Bücher geschrieben, u.a. «Teufelsköche» (2011), «Uli Hoeneß» (2014) und zuletzt «Tausend Zeilen Lüge» (2019) über den Fall Relotius, einen der größten Medienskandale der Nachkriegsgeschichte. Das Buch wurde zum Nr.-1-Bestseller, Juan Moreno als «Journalist des Jahres 2019» ausgezeichnet. 2020 startete er für den «Spiegel» den vielbeachteten Auslands-Podcast «Acht Milliarden».

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