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Romane

Hysteria

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Über das Buch

»Hysteria« erzählt die Geschichte von Bergheim, der auf einem Biomarkt merkwürdig unnatürliche Himbeeren entdeckt. Auf der Suche nach dem Rätsel ihrer Beschaffenheit und Herkunft gerät er immer tiefer in eine kulinarische Dystopie, in der das Natürliche nur noch als absolutes Kunstprodukt existiert, weil das Künstliche längst alle Natur ersetzt hat. Aber keiner weiß davon. Nur seine Hypersensibilisierung befähigt Bergheim, die unheimliche Veränderung wahrzunehmen und ihr nachzugehen. Alle Fäden laufen im Kulinarischen Institut zusammen, wo er Charlotte wiedertrifft, seine Studienfreundin und ehemalige Geliebte, die nun als Leiterin an der Spitze der Bewegung des »Spurenlosen Lebens« steht. Allein mit Ansgar, dem dritten im Bunde des ehemaligen Uni-Triumvirats, wird es Bergheim gelingen, etwas dagegen zu tun.

Editionen (2)

ISBN9783492992572
VerlagPiper ebooks in Piper Verlag
Erscheinungsdatum04.09.18
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

8 Rezensionen

2,7

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  • miss_guilty
    miss_guilty

    12 Follower

    2,0

    Beim routinierten Besuch des Biomarktes fallen Bergheim plötzlich unnatürlich wirkende Himbeeren auf. Um dieser seltsamen Sache nachzugehen, findet er den Weg ins das Kulinarische Institut, in dem er seine ehemalige Studienfreundin und Ex-Freundin Charlotte trifft, die damals plötzlich aus seinem Leben verschwunden ist und jetzt Leiterin des Instituts ist. Im Institut existiert keine Natur mehr, weil sie künstlich erschaffen wurde und normal kaum wahrnehmbar wäre. Doch Bergeheims Hypersensibilität erlaubt es ihm, kleinste Veränderungen wahrzunehmen und schon bald bemerkt er, dass etwas mit dem Institut nicht stimmt. Der für den Deutschen Buchpreis 2018 nominierte Roman von Eckhart Nickels war für mich anfangs eine Herausforderung. Beginnend mit umfassenden, detailreichen Beschreibungen alltäglicher Dinge, die sich über Seiten hinweg zogen, machten mir das Lesen anfangs sehr schwer, da ich immer wieder mit meinen Gedanken abgeschweift bin. Doch endlich im Institut angekommen – hier kommt die Geschichte dann richtig ins Rollen – wird eine gewisse Spannung aufgebaut, die zum Weiterlesen verleitet. Der Protagonist Bergheim weist autistische Züge auf, sein Verhalten ist nahezu pedantisch. Sein Charakter ist absurd und für den Leser schwer nachvollziehbar. Der Charakter von Charlotte ist sehr gelungen und facettenreich dargestellt: von der Studentin, die mehr Liebe und Zuneigung von ihrem Freund fordert, bis zur selbstbewussten, überzeugten Frau mit unglaublichem Wissen. Trotz allem ist der Schreibstil sehr ansprechend und flüssig; die kurzen Kapitel sind angenehm zu lesen. Insgesamt verirrt sich diese Dystopie im Laufe des Romans durch Gedankensprünge, zu umfassenden Beschreibungen und verschiedenen Handlungszweigen, sodass mir die eigentliche Handlung und Intention ein bisschen verloren gehen. Das Ende wurde für mich nicht gut aufgelöst, da es mehr einem unglücklichen Horrorszenario als einem guten Abschluss glich. Auch wenn ich die Absicht des Autors erkennen kann und die Anspielungen auf Umweltschutz, nachhaltiges Leben, Respekt vor der Natur verstehe, finde ich die Umsetzung dieser Ideen in Form der Geschichte nicht gelungen.

    11. Apr. 2025

  • sven.h.bock
    sven.h.bock

    6 Follower

    3,0

    Durchaus mal etwas andere Lesekost, welche mit ihren skurrilen Facetten nie langweilt. Einen tieferen Sinn suchte ich jedoch vergeblich.

    17. Nov. 2025

  • dunis.lesefutter
    dunis.lesefutter

    420 Follower

    1,0

    Abgebrochen

    Ich bin ganz ehrlich, ich habe 50 Seiten gelesen und dann habe ich Floppy aus dem Regal geholt. es gibt absolut nichts was mich motiviert mich durch den Text zu kämpfen . Dieses Buch handelt von dem Einzug der Künstlichkeit in unser Leben und von Bergheim, der auf der Suche nach der Ursache ist. Schon die ersten Sätze waren so lang und kompliziert, dass mein Kopf schwirrte. Dann sprang der Autor von Gedanke zu Gedanke, weg von der eigenen Handlung. Ihm kamen vergangene Situation in den Sinn, die nicht wirklich etwas mit dem Platz zu tun hatten, und er verlor sich manchmal darin. Und es machte überhaupt keinen Spaß. Ich hatte das vorher schon irgendwie im Gefühl

    23. Okt. 2023

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Eckhart Nickel

Eckhart Nickel, geboren 1966 in Frankfurt/M., studierte Kunstgeschichte und Literatur in Heidelberg und New York. Er gehörte zum popliterarischen Quintett »Tristesse Royale« (1999) und debütierte 2000 mit dem Erzählband »Was ich davon halte«. Nickel leitete mit Christian Kracht die Literaturzeitschrift Der Freund in Kathmandu. Heute schreibt er vorwiegend für die FAS, die FAZ und ihr Magazin. Bei Piper erschien u.a. die »Gebrauchsanweisung fürPortugal«. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2017 wurde er für den Beginn von »Hysteria« mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet und war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2018. 2019 erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis der Stadt Bad Homburg.

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