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Romane

Die bittere Gabe

3,9(16)
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Über das Buch

Noch nie im Leben durfte die zehnjährige Lilly ihre Kammer auf Blackwood Manor verlassen. Die Menschen würden bei ihrem Anblick zu Tode erschrecken, so ihre Mutter. Umso erstaunter ist das Mädchen, als sie eines Tages mit in den Zirkus darf. Doch statt eine Vorstellung zu bestaunen, wird Lilly an die Freakshow verkauft und fortan als »Eisprinzessin« ausgestellt. Ihr Schicksal bessert sich erst, als sie entdeckt, wie gut sie mit den Elefanten umgehen kann. Aber erst zwanzig Jahre später wird ihr hartes Los gesühnt ...

Editionen (1)

ISBN9783492978590
VerlagPiper ebooks in Piper Verlag
Erscheinungsdatum01.02.18
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

6 Rezensionen

3,9

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  • catladyleonie
    catladyleonie

    16 Follower

    Das vielleicht schlimmste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe

    Dies ist das zweite Buch von Ellen Marie Wiseman, das ich gelesen habe. Vor ca. 9 Jahren habe ich „Willard State“ gelesen und ich erinnere mich jetzt noch daran, wie grausam es war. Deshalb wollte ich sehen, ob mich auch dieses Buch nachhaltig beeinflussen würde und JA das wird es. Hätte ich gewusst, wie viel Tierleid (Tierfolter) in diesem Buch vorkommen, hätte ich es nicht gelesen. Und dann noch die Folter, die Lilly, die Protagonistin durchgegangen ist. Was Wiseman’s Bücher ausmacht, ist ihr schnelles Pacing, der fantastische Schreibstil und die Hoffnung, die sie zunächst in ihren Leser*innen aufkeimen und dann ersticken lässt. Dieses Buch war eine echt harte Nummer. Ich muss jetzt auf jeden Fall was ganz leichtes als nächstes lesen und brauche eine lange Pause, bis ich „Das verlorene Medallion“ von Wiseman lesen werde.

    1. Apr. 2025

  • thebookstorys
    thebookstorys

    92 Follower

    4,5

    Keine schillernde Zirkuswelt ✨🎪

    Ich starte mal damit, euch vor diesem Buch zu warnen. Denn ich finde es wichtig zu wissen, dass dieses Buch kein Wohlfühlbuch ist. Auch wenn Titel und Klappentext bereits erahnen lassen, dass diese Geschichte traurig wird, hatte ich am Anfang mehrmals den Gedanken, dass es am Ende vielleicht doch noch gut ausgehen könnte. Aber das tut es nicht wirklich. Dieses Buch enthält unglaublich viel Schmerz und Leid. Wir lesen die Geschichte aus zwei Zeitebenen, aus Lillys Sicht und aus Julias Sicht, die jeweils in unterschiedlichen Zeiten spielen. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen. Das Zirkusleben in den 40er Jahren war, wie man sich vorstellen kann, alles andere als einfach, vor allem nicht als Frau. Als Leser durchleben wir viele unangenehme, schmerzhafte und unglaublich traurige Situationen und Momente. Die Quälereien der Tiere werden dabei sehr unverblümt beschrieben. Gleichzeitig wird das für den Leser ein Stück weit dadurch aufgefangen, dass Lilly eine unglaublich tierliebe Protagonistin ist, die alles versucht, um den Tieren trotz der Umstände ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen. Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass die Szenen sehr emotional sein können. Wenn ihr nah am Wasser gebaut seid, werdet ihr hier vermutlich von der ersten bis zur letzten Seite immer wieder mit den Tränen kämpfen. Wenn euch solche Themen stark belasten, solltet ihr vielleicht gut überlegen, ob ihr das Buch lesen möchtet. Im Nachwort wird auch erwähnt, woher sie ihre Recherchen hat. Dadurch hat sich vieles erschreckend realistisch angefühlt. Der Schmerz und das Leid der Tiere stehen klar im Fokus. Gleichzeitig zeigt die Geschichte aber auch die Stärke einer jungen Frau, die von ihren Eltern verschmäht wurde und trotzdem zu einem herzlichen und loyalen Menschen heranwächst. Das Ende war für mich ein wenig unbefriedigend, weil zwei Fragen für mich offen bleiben. Ich bin einfach kein Fan davon, nicht zu wissen, was mit Nebencharakteren passiert, wenn sie eine wichtige Rolle gespielt haben. Zur Sicht von Julia möchte ich gar nichts sagen, denn je weniger man darüber weiß, desto spannender ist das Leseerlebnis. Ich finde, dieses Buch hat viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen und ich werde definitiv mehr von der Autorin lesen. Die Autorin hat mich jedoch mit ihrem Schreibstil nachhaltig geprägt und das Buch hat mir, auch wenn das jetzt falsch klingt, während dem Lesen sehr gut gefallen.

    Keine schillernde Zirkuswelt ✨🎪

    21. Apr. 2026

  • monerl
    monerl

    84 Follower

    3,0

    Kurzmeinung Genre: Roman Handlung: Der Roman gliedert sich in zwei Handlungsstränge. Der erste handelt von Lilly, dem zehnjährigen Albinomädchen, das von ihrer christlich streng gläubigen Mutter als Schande empfunden und auf dem Dachboden versteckt wird. Um sich endlich von ihr zu befreien verkauft sie Lilly eines Tages an die Freakshow des gastierenden Zirkuses. Fortan ist der Zirkus Lillys Gefängnis. Julia erbt im zweiten Handlungsstrang das Anwesen ihrer Eltern, auf das sie nun zurückkehrt, nachdem sie Jahre zuvor von dort abgehauen ist. Nach und nach deckt sie Geheimnisse auf, die das Bild ihrer Eltern zerstören und sie alles in Frage stellen lässt, was sie als ihre Vergangenheit und ihre Wurzeln angesehen hat. Charaktere: Alle Haupt- sowie Nebencharaktere bleiben leider streckenweise recht eindimensional. Lilly wird zwar an die Freakshow verkauft, doch so ein richtiger “Freak” ist sie eigentlich nicht. Die Autorin beschreibt Lilly eher als ein wunderschönes, zartes Mädchen, das durch seine weiße Haut und die hellen Haare wie eine Porzellan-Prinzessin wirkt. Sie kann wundervoll mit Tieren umgehen, ist feinfühlig, liebenswert und irgendwie sehr perfekt. Das, was ihre Mutter ihr angetan hat, ist furchtbar. Dies hat mich sehr berührt! Die Grausamkeit und Lieblosigkeit ihrer Tochter gegenüber, die einfach nur helle Haut hat und sonst keinerlei Behinderungen aufweist, weshalb man auf die Idee kommen kann, sein Kind dermaßen abzustoßen, ist für mich durch den Verlauf des Buches nicht nachvollziehbar geworden. Der Vater wird durchweg als Schwächling dargestellt. Zu keiner Zeit schafft er es für das einzustehen, was er denkt und was er als richtig empfindet. Auch hierfür bietet die Autorin keinerlei Erklärung. Julia bleibt lange Zeit ein Mysterium. Ich konnte sie nicht greifen. Den Zwist, den sie mit ihrer Mutter / ihren Eltern hatte und was genau die Gründe waren, dass sie von zu Hause abgehauen ist, fand ich nicht genug ausgearbeitet. Selbst den Figuren des Zirkuses fehlt es an Tiefe. Sie sind eben “Freaks“, die sich mit ihrer Situation angefreundet haben und versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen. Die Zirkusverantwortlichen wurden auch nur als eher böse dargstellt. Mir fehlte hier der Hintergrund, warum sie das machen, was sie machen und wieso sie eher schlechten als guten oder zumindest neutralen Charakters sind. Spannung: Am Anfang ist nicht klar, was mit Lilly passiert und warum. Als Leser ahnt man zwar etwas, erwartet aber viel mehr als das, was einem die Autorin präsentiert. Wir begleiten Lilly und Julia im Wechsel und die Verbindung und das Geheimnis wird nach und nach aufgedeckt. Als mir klar war, worauf das hinauslaufen wird, gab es eigentlich kaum noch Überraschungen. Der Plot folgte meiner Vorstellung. Im letzten Drittel flacht somit die Spannung ziemlich ab. Schreibstil: Die Autorin hat eine einfache und unspektakuläre Sprache gewählt. Über zwei Handlungsstränge, bestehend aus Vergangenheit und Gegenwart, spitzt sie den Roman zu. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass viele verschiedene Momentaufnahme aneinadergereiht wurden. Mir fehlten oftmals ein länger beschreibender Abschnitt dazwischen, um der Geschichte mehr Tiefe zu verleihen. Es hat, thematisch gesehen, viel Potential gegeben, auf verschiedene Aspekte der Geschichte richtig einzugehen. Doch jeder Themenbereich wurde recht oberflächlich behandelt. Was der Autorin aber sehr gut gelungen ist, das ist die Beschreibung des schweren Schicksals von Lilly, und somit auch von Julia. Es hatte mich immer wieder sehr getroffen, was Lilly zu erleiden hatte. Eine tief-traurige Geschichte, die mir zu Herzen ging. Ende: Ein nicht mehr ganz so überraschendes Ende, das leider einige Fragen offen und die Geschichte dadurch als etwas unrund erscheinen lässt. Als hätte es an Zeit und Ideen gefehlt. Hörbuch: Als Hörbuch sehr schön und passend von Katrin Zimmermann eingesprochen. Ich habe ihr die lange Zeit sehr gerne zugehört. Für Hörbuchliebhaber dem Buch zu bevorzugen. Fazit: Eine Geschichte, die interessant dargestellt wurde und viele Möglichkeiten zur Vertiefung bot. Leider wurden diese nicht in dem Umfang ausgenutzt. Letzendlich bleibt ein Roman, der tief berührt und einen auch am Ende äußerst traurig stimmt, doch leider zu sehr an der Oberfläche bleibt. Was aber die “bittere Gabe”, mit der das Buch betitelt wurde, sein soll, hat sich mir nicht erschlossen.

    28. Okt. 2022

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ellen Marie Wiseman

Ellen Marie Wiseman wurde in Three Mile Bay, einer kleinen Ortschaft im Bundesstaat New York, geboren. Sie besucht häufig ihre Verwandten in Deutschland und interessiert sich sehr für deutsche Geschichte und Kultur. Wiseman lebt zusammen mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und drei Hunden am Ufer des Lake Ontario.

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