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Unglaublich aber wahr, Thilo Corzilius hat geschafft, was vielen Fantasy-Autoren unmöglich erscheint: Eine Geschichte voll Abenteuer, Magie und Schlachtgetümmel in einer gut ausgearbeiteten Welt in einem einzigen Buch zu erzählen. Dabei lehnt er, wie er selbst sagt, an die Welt Tolkiens an, ohne diese jedoch einfach abzukupfern. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Verhältnis von Elben und Menschen, denn die Menschen haben bei der Erschaffung des Ehernen Reiches die Elben zurückgedrängt und betrachten sie mit großem Misstrauen. In einer Rahmenhandlung, die jeweils zu Beginn der drei Teile wieder aufgegriffen wird, trifft der Wirtsohn auf den Markgrafen Deckard, der bereit ist, dem Jungen seine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die vom drohenden Untergang des Ehernen Reiches berichtet. Mit seinem umsichtigen, rechtschaffenen Haupthelden Deckard, erschafft Corzilius einen grüblerischen Helden, der keiner sein will, der eher bescheiden ist und dennoch die Geschicke seines Reiches bestimmt. Ein wenig mehr Schwung hätte dem Markgrafen jedoch auch gut zu Gesicht gestanden, an dessen Seite treue Mitstreiter wie der Magier Lemander und der Hauptmann der Garde Hermelink stehen. Interessante Figuren sind auch Deckards Widersacher wie der machthungrige Markgraf Serion von Gamar, der kampferprobte Söldner Schekich sowie der geheimnisvolle Elb Linus. Bemerkenswert sind jedoch auch die starken Frauenfiguren wie die Elbin Lia und Ellyn, die Tochter Serions, die mir beide ausnehmend gut gefallen haben. Neben den einprägsamen, unverwechselbaren Charakteren fällt auch die gut ausgearbeitete Welt auf, die einen soliden Hintergrund bietet, dem Leser jedoch nicht aufgedrängt wird. Wer es genauer wissen will, kann sich auf der Karte zu Beginn des Romans ein Bild vom Kontinent Dorn verschaffen. Thilo Corzilius schreibt ausdrucksvoll und sprachlich ausgereift, und es war in erster Linie seine angenehme Erzählweise, die mich trotz einiger Längen im ersten Drittel weiterlesen ließ. Dann wurde es jedoch zunehmend spannend und ich konnte mich vollends von der Geschichte mitreißen lassen. Es gelingt dem Autor auch, “Dorn” wird zu einem guten, runden und sehr befriedigenden Abschluss zu bringen. Wer also Lust auf einen soliden, klar umrissenen High-Fantasy-Roman mit tollen Charakteren und einer gut durchdachten Welt hat, ist mit “Dorn” bestens bedient. © Tintenelfe www.tintenhain.de
23. Sept. 2022
Unglaublich aber wahr, Thilo Corzilius hat geschafft, was vielen Fantasy-Autoren unmöglich erscheint: Eine Geschichte voll Abenteuer, Magie und Schlachtgetümmel in einer gut ausgearbeiteten Welt in einem einzigen Buch zu erzählen. Dabei lehnt er, wie er selbst sagt, an die Welt Tolkiens an, ohne diese jedoch einfach abzukupfern. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Verhältnis von Elben und Menschen, denn die Menschen haben bei der Erschaffung des Ehernen Reiches die Elben zurückgedrängt und betrachten sie mit großem Misstrauen. In einer Rahmenhandlung, die jeweils zu Beginn der drei Teile wieder aufgegriffen wird, trifft der Wirtsohn auf den Markgrafen Deckard, der bereit ist, dem Jungen seine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die vom drohenden Untergang des Ehernen Reiches berichtet. Mit seinem umsichtigen, rechtschaffenen Haupthelden Deckard, erschafft Corzilius einen grüblerischen Helden, der keiner sein will, der eher bescheiden ist und dennoch die Geschicke seines Reiches bestimmt. Ein wenig mehr Schwung hätte dem Markgrafen jedoch auch gut zu Gesicht gestanden, an dessen Seite treue Mitstreiter wie der Magier Lemander und der Hauptmann der Garde Hermelink stehen. Interessante Figuren sind auch Deckards Widersacher wie der machthungrige Markgraf Serion von Gamar, der kampferprobte Söldner Schekich sowie der geheimnisvolle Elb Linus. Bemerkenswert sind jedoch auch die starken Frauenfiguren wie die Elbin Lia und Ellyn, die Tochter Serions, die mir beide ausnehmend gut gefallen haben. Neben den einprägsamen, unverwechselbaren Charakteren fällt auch die gut ausgearbeitete Welt auf, die einen soliden Hintergrund bietet, dem Leser jedoch nicht aufgedrängt wird. Wer es genauer wissen will, kann sich auf der Karte zu Beginn des Romans ein Bild vom Kontinent Dorn verschaffen. Thilo Corzilius schreibt ausdrucksvoll und sprachlich ausgereift, und es war in erster Linie seine angenehme Erzählweise, die mich trotz einiger Längen im ersten Drittel weiterlesen ließ. Dann wurde es jedoch zunehmend spannend und ich konnte mich vollends von der Geschichte mitreißen lassen. Es gelingt dem Autor auch, “Dorn” wird zu einem guten, runden und sehr befriedigenden Abschluss zu bringen. Wer also Lust auf einen soliden, klar umrissenen High-Fantasy-Roman mit tollen Charakteren und einer gut durchdachten Welt hat, ist mit “Dorn” bestens bedient. © Tintenelfe www.tintenhain.de
23. Sept. 2022





