Blick ins Buch

Romane

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

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Über das Buch

Drei Frauen, ein Mann und das Wirrwarr der Emotionen Eine blitzgescheite Studentin, eine zu Exzessen neigende Tänzerin und eine füllige Bäckersfrau stürzen den Erzähler in schwere Turbulenzen. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist physisch und logistisch kaum zu meistern, doch trotz aller moralischer Skrupel geht es ihm so gut wie lange nicht. Am Anfang stand eine Kindheit auf dem Anstaltsgelände einer riesigen Psychiatrie mit speziellen Freundschaften zu einigen Insassen und der großen Frage, wer eigentlich die Normalen sind. Danach verschlug es den Helden für ein Austauschjahr nach Laramie in Wyoming. Fremd und bizarr brach die Welt in den Rocky Mountains über ihn herein. Kaum zurück bekam er einen Platz auf der hoch angesehenen, aber völlig verstörenden Otto-Falckenberg-Schule, und nur die Großeltern, bei denen er Unterschlupf gefunden hatte, konnten ihn durch allerlei Getränke und ihren großbürgerlichen Lebensstil vor größerem Unglück bewahren. Nun ist der fragile und stabil erfolglose Jungschauspieler in der Provinz gelandet und begegnet dort Hanna, einer ehrgeizigen und überintelligenten Studentin. Es ist die erste große Liebe seines Lebens. Wenige Wochen später tritt Franka in Erscheinung, eine Tänzerin mit unwiderstehlichem Hang, die Nächte durchzufeiern und sich massieren zu lassen. Das kann er wie kein Zweiter, da es der eigentliche Schwerpunkt der Schauspielschule war. Und dann ist da auch noch Ilse, eine Bäckersfrau, in deren Backstube er sich so glücklich fühlt wie sonst nirgends. Die Frage ist: Kann das gut gehen? Die Antwort ist: nein.

Editionen (3)

ISBN9783462317220
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum09.11.17
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

143 Bewertungen

19 Rezensionen

3,9

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  • lenafederleicht
    lenafederleicht

    113 Follower

    4,0

    Die Bücher von Joachim Meyerhoff lese ich eigentlich immer gerne, nah am Leben, witzig und unterhaltsam und locker zu lesen.

    17. März 2026

  • julia_g
    julia_g

    2 Follower

    4,0

    Irgendwie habe ich mich in Joachim Meyerhoffs Sprache verliebt. Wenn auch dieser Band nicht zum so oft Laut Loslachen wie der vorherige war, so ist er doch wieder berührend und lustig skurril. Wie Meyerhoff Menschen bis ins kleinste Detail beobachtet und beschreibt und sich selbst oft dann doch so fremd und verloren ist, rührt irgendwie an. Seine Begegnungen mit der Bäckerin sind einfach herzerwärmend, die Episode der Meerschweinchen Zucht seines Bruders oder der ungewollte FKK Urlaub zum Schreien und vor allem die Liebesgeschichte zwischen ihm und Hanna eben bittersüß und echt. Die restlichen Bücher werde ich mir gut einteilen müssen :)

    15. Juli 2025

  • achim.w
    achim.w

    2 Follower

    4,5

    An Anfang fing mich der Wortwitz, im zweiten Drittel überlegte ich einfach aufzuhören und das Ende hinterlässt mich sprachlos.

    Joachim Meyerhoff hat es wieder geschafft mich in seinen Bann zu ziehen. Allein die Sprache und sein Umgang damit ist es wert, dieses Buch zu lesen. Aber auch die Geschichte hat mich gefesselt. Zumindest bis zum zweiten Drittel. Ab da wurden die Schilderungen zu leblos und langatmig. Warum tauchten da plötzlich Ferien auf Elba auf? Mir hat sich der Zusammenhang mit dem Rest der Erzählung nicht erschlossen. Und dann kam das Ende - und hier versteht er es, den Leser (in dem Fall mich) komplett in Bann zu ziehen. Ich kam mir gerade vor, wie jemand den die Faszination in die dunkelblau-schwarze Meerestiefe zieht, um ihn auf der letzten Seite auszuspucken und ihn hilflos nach Luft schnappend am Ufer zappelnd zurück zu lassen.

    31. März 2026

3 von 19 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 4010%
chelsea47
chelsea4717. März 2026

Ich liebe diese sprachlichen Ausschweifungen, Metaphern und das Overthinking dieses Autors 😍 kann mich da total drin wiederfinden 🤣

Autorin / Autor

Über Joachim Meyerhoff

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch«. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

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