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Macht

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Über das Buch

Noch nie war Liebe so finster und Weltuntergang so unterhaltsam. Frauen haben die Regierung an sich gerissen, Pillen geben ewige Jugend, religiöse Endzeitsekten schießen wie Pilze aus dem Boden und ein genervter Mann kettet seine Frau kurzerhand im Keller an … Wir schreiben das Jahr 2031: Staatsfeminismus, Hitzewellen, Wirbelstürme, Endzeitstimmung und ein 50-jähriges Klassentreffen in der Hamburger Vorortkneipe ›Ehrlich‹. Dank der Verjüngungspille Ephebo, der auch Sebastian Bürger sein gutes Aussehen verdankt, sehen die Schulkameraden im besten Rentenalter alle wieder aus wie Zwanzig- bis Dreißigjährige, und als Sebastian seine heimliche Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen.Wen interessiert es da noch, dass die Krebsrate vonEphebo bei 60 % innerhalb der nächsten zehn Jahre liegt? Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Sebastians Frau, die ehemalige Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Kraftwerkstilllegung und Atommüllentsorgung, die er seit zwei Jahren in seinem Keller gefangen hält. Dort muss sie ihm seine Lieblingskekse backen und auch sonst in jeder Hinsicht zu Diensten sein. Seiner neuen Liebe steht sie jetzt allerdings im Weg. Bei dem Versuch, sich seine Frau vom Hals zu schaffen, löst Sebastian eine Katastrophe nach der anderen aus . . .

Editionen (4)

ISBN9783462315387
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum18.02.16
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

38 Bewertungen

6 Rezensionen

3,3

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  • nina1990
    nina1990

    69 Follower

    3,5

    Das Buch war echt schräg. Ich muss sagen, dass es zum Teil echt widerwärtig war und manche Szenen so detailliert, dass ich mich gefragt habe, ob das wirklich Not tut, allerdings waren auch ein paar zynische Bemerkungen dabei (wie das mit dem Radhelm), die ich durchaus nachvollziehen konnte und mich zum schmunzeln gebracht haben, ansonsten ist der Hauptprotagonist natürlich durch und durch ein negativcharakter, den man nicht nachvollziehen kann und auch nicht will. Das Buch regt aber dennoch zum nachdenken an und ich fand es auch etwas fraglich, dass ein so schlimmer männlicher Hauptprotagonist über die Meinung der Autorin über Männer aussagt…

    24. Jan. 2026

  • gordo
    gordo

    54 Follower

    4,0

    TW: Sexismus, häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Erwähnung des N-Wortes, Tierquälerei Dieses Buch war von Seite 1 an spannend und hat mich bestens unterhalten. Es sei aber gesagt, dass diese Geschichte grausam und ungeschönt ist. Also nichts für Zartbesaitete. Von Karen Duve möchte ich auf jeden Fall noch mehr lesen

    1. Jan. 2025

  • semjon
    semjon

    73 Follower

    2,0

    Plakativ, grobschlächtig, oft widerwärtig, hasserfüllt und zutiefst pessimistisch und misanthropisch. Dabei fing dieses Buch, das als Dystopie daherkommt, eigentlich gut an. Die Welt im Jahr 2031, die sich die Autorin ausgedacht hat, wirkt einerseits völlig unwahrscheinlich und in anderen Punkten so realistisch, dass die Wirklichkeit schon längst die Ideen von Frau Duve bestätigt (z.B. benötigt man ein Gesundheitszeugnis für ein Restaurantbesuch). Es herrscht Staatsfeminismus, Frauen stellen die Regierung und sind an der Macht. Eigentlich eine interessante Idee. Genauso wie das Weiterspinnen der Klimakatastrophen, die zu Beginn der nächsten Dekade schon die nahe Apokalypse wahrscheinlich werden lassen. Diese Art von überspitzter Darstellung mag mir noch gefallen und mich zum Nachdenken anregen. Aber das wird alles überlagert durch die eigentliche Geschichte des Sebastian Bürger, ein 70jähriger, der Dank der Verjüngungspillen ein U40er ist, also nicht bio-jung, sondern nur chrono-jung. Sebastian ist ein Psychopath, der seine Frau im Keller in einem Verlies gefangen hält, sie erniedrigt, ankettet und auf die ekelhafteste Weise vergewaltigt. Und das quasi über 400 Seiten. Es geht nicht darum zu zeigen, dass die Rolle der Frauen gestärkt werden muss. Es geht nur darum, Männer pauschal als widerwärtige Schweine darzustellen, denn in dem ganzen Plot gibt es nicht einen einzigen Mann, der nicht ein Arschloch ist. Das ist noch nicht mal ein Schwarz-Weiß-Gemälde, da ist nur noch schwarz. Die entworfene Welt ist nur Staffage. Es geht nicht darum, differenziert darzustellen. Es geht nur darum, den Holzhammer von Frau Duve voll in die Fresse zu bekommen. Manche mögen auf so derartige Gewaltpornos stehen, ich tue es nicht. Den zweiten Stern gibt es zumindest für die Ansätze einer Satire.

    23. Feb. 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Karen Duve

Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane Regenroman (1999), Dies ist kein Liebeslied (2002), Die entführte Prinzessin (2005) und Taxi (2008) waren Bestseller und sind in 14 Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch Anständig essen, 2014 ihre Streitschrift Warum die Sache schiefgeht. Die Verfilmung ihres Romans Taxi kam 2015 in die Kinos. 2016 sorgte sie mit ihrem Roman Macht für Aufruhr und wurde mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2017) ausgezeichnet. Für ihren Roman Fräulein Nettes kurzer Sommer (2018) wurde Karen Duve mit dem Carl-Amery-Preis, dem Düsseldorfer Literaturpreis und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet.

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