Blick ins Buch

Romane

Mon Chéri und unsere demolierten Seelen

4,2(107)
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Über das Buch

»Mit zwölf Jahren wurde mir schlagartig klar, dass ich nie durch Anmut überzeugen würde.« Charly Benz. Wie gestaltet man sein Leben, wenn man zwei linke Hände, eine demolierte Seele und jede Menge Probleme hat? Eine hinreißende Tiefstaplerin, der man nicht so ganz trauen kann, führt uns durch den neuen Roman von Verena Roßbacher. Mit unverbrüchlichem Optimismus und irre gut gelaunt strauchelt Charly Benz seit 43 Jahren durch ihr Leben. Sie arbeitet im Marketing einer Berliner Foodcompany, ernährt sich von angebrannten Croissants und bespricht ihre Beziehungsprobleme – die darin bestehen, dass sie keine Beziehung hat – mit ihrem einzigen Freund: Herr Schabowski, ein sechzigjähriger Mann, der ihre Post und Ängste sortiert. Doch als dieser eine tödliche Diagnose erhält, ihr erster Versuch einer Systemischen Familienaufstellung in einem Debakel endet und plötzlich gleich drei Männer ihr Leben gehörig durcheinanderbringen, verlässt Charly allumfassend der Mut. Den sollte sie schleunigst wiederfinden, sie ist nämlich schwanger. Sie und Schabowski beschließen, ihre Probleme proaktiv anzugehen: Sie flüchten. Und zwar nach Bad Gastein, ein ehemals mondäner Kurort im Südwesten Österreichs. In einem leerstehenden Hotel der Jahrhundertwende, das einst Charlys Vater gehörte, stellen sie fest: Man kann sich die Menschen, mit denen man verwandt ist, nicht aussuchen – seine Familie aber schon.

Editionen (3)

ISBN9783462302851
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum10.03.22
Seitenzahl512

Rezensionen & Bewertungen

107 Bewertungen

25 Rezensionen

4,2

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  • andrea74
    andrea74

    242 Follower

    5,0

    Hach, war das schön! Ein Buch über das Leben in all seinen Facetten, Widrigkeiten, Nachdenklichkeiten. Mit Ängsten und Phobien. Mal ernst mal heiter, meist nachdenklich, oft erheiternd und urkomisch. Noch nie habe ich mir so viele Stellen in einem Buch markiert. Ein Buch über den Anfang und das Ende. Und alles zwischendrin. Und über Freundschaft, Zusammenhalt. Über Charlie Benz. Sybille. Den Don. Dragaschnig. Den Kulturjournalisten. Noch einige andere. Und natürlich... Herrn Schabowski. Und letztendlich... Über Mon Cheri. Und unsere demolierten Seelen. Am Ende klärt sich alles auf. Alle Fäden finden zusammen. Und das ist auch gut so. Meine Empfehlung: Lest das Buch, und hört im gleichen Augenblick das Hörbuch. Die Sprecherin ist das i-Tüpfelchen. Viel Vergnügen!

    8. Feb. 2026

  • bookstories
    bookstories

    151 Follower

    3,5

    Chaotisch - Liebevoll - Herzergreifend

    Anfangs war dieses Buch ziemlich chaotisch. Die vielen Geschichten, Wendungen und Charaktere mussten erst im laufe des Buches geordnet werden. Daher hab ich ein bisschen gebraucht um in die Geschichte rein zu finden. Umso schöner wurde dann aber der Verlauf der Geschichte. Charly ist wirklich eine besondere Protagonistin. Irgendwie lebt es sich einfacher, wenn man sich selbst und den Rest der Welt nicht ganz so ernst nimmt. Ihre Freundschaft zu ihrem Post Engel hat mich sehr berührt. Umso mehr Seiten man im Buch gelesen hat, umso wärmer wurde mir ums Herz. Familie, Freundschaften und wohl das Schicksal spielen eine große Rolle. Niemand ist perfekt. Aber zum Schluss wird alles so, wie man es nie für möglich gehalten hätte. Eine liebevoll chaotische und schöne Geschichte mit einem traurigen und herzzerreißenden Ende.

    19. Feb. 2025

  • julias_leseliebe
    julias_leseliebe

    63 Follower

    5,0

    Was für ein grandioser Roman

    Mon Chéri und unsere demolierten Seelen Verena Rossbacher Roman Kiepenheuer & Witsch 503 Seiten Charly Benz ist 43 Jahre und hat in ihrem Leben bisher noch kein Kind bekommen und ist auch nicht in einer festen Beziehung. Dennoch sieht sie das Leben sehr positiv und was ist ist, kann ja noch werden. Herr Schabowski (ca. 60 Jahre alt) öffnet ihre Post, da sie große Angst hat, den Inhalt dessen zu erfahren. In dieser Geschichte geht es außerdem um 3 junge Männer, die ihr Leben gewaltig auf den Kopf stellen werden. Wie alles mit miteinander verbunden ist, müsste ihr natürlich selbst herausfinden. Ich kann nur sagen das dieses Buch ein Roman ist, der alle Emotionen des Lesers hervorrufen kann. Ich habe herzlich gelacht und war auch an manchen Stellen wütend. Zum Ende hin, müsste ich bitterlich weinen (für alle die es bereits gelesen haben, wissen sicherlich, warum ich weinen müsste-schreibt mir gerne mal, ob das bei euch auch so war). Man lernt die Protagonisten sehr intensiv kennen und erlebt, welche Entwicklung sie im Laufe der Geschichte nehmen. Die Beziehung zwischen Herrn Schabowski und Charly war so schön. Definitiv ein Zeichen dafür, dass junge Menschen und alte Menschen viel voneinander lernen können. Insgesamt kann ich es nur jedem wärmstens ans Herz leben. Man sollte sich als Leser auf ein humorvolles Buch einstellen und das viele Details sehr gut herausgearbeitet werden, um der Geschichte die nötige Tiefe zu geben. Taschentücher kann man sich definitiv bereit legen, wenn das Buch sich dem Ende neigt. Ein echtes Highlight 5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Was für ein grandioser Roman

    27. Juni 2024

3 von 25 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Verena Roßbacher

Verena Roßbacher, geboren 1979 in Bludenz/Vorarlberg, aufgewachsen in Österreich und der Schweiz, studierte einige Semester Philosophie, Germanistik und Theologie in Zürich, dann am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. »Mon Chéri und unsere demolierten Seelen« ist nach ihrem Debüt »Verlangen nach Drachen« (2009), »Schwätzen und Schlachten« (2014) und »Ich war Diener im Hause Hobbs« (2018) ihr vierter Roman bei Kiepenheuer & Witsch.

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