Blick ins Buch

Historische Romane

Der Barmann des Ritz

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Über das Buch

Paris, 1940. In der Bar des legendären Hotel Ritz scheint warmes Licht auf die polierte Messingtheke, während Nazis, Kollaborateure und Mitglieder der französischen Elite ihre Cocktails schlürfen – weit entfernt vom Lärm des Krieges. Frank Meier, der berühmte Barmann des Ritz, serviert sie mit routinierter Eleganz. Doch hinter seinem höflichen Lächeln verbirgt sich die Angst. Jeder Drink, den er mixt, könnte sein letzter sein. Denn er hat ein Geheimnis, das ihn das Leben kosten könnte: Er ist Jude.

Hinter seiner Theke hört Frank mehr, als gut für ihn ist. Zwischen perlendem Champagner, prickelnden Cocktails und geflüsterten Absprachen schnappt er Informationen auf – von Verrat, Résistance und den skrupellosen Plänen der Besatzer. Jeder Abend in der Bar wird gefährlicher, jede falsche Bewegung könnte ihn entlarven. Zuschauen oder handeln? Seine Entscheidung wird nicht nur über sein Schicksal bestimmen, sondern auch über das von Luciano, seinem jungen Lehrling, und Blanche, der Frau, die er liebt.

Basierend auf der echten Figur des Frank Meier, entführt Der Barmann des Ritz in eine Welt voller Täuschung, Loyalität und Mut – ein fesselnder Roman über den schmalen Grat zwischen Überleben und Widerstand.

Editionen (3)

ISBN9783458784388
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum20.08.25
Seitenzahl400

Merkmale

2 Bewertungen

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Rezensionen & Bewertungen

62 Bewertungen

19 Rezensionen

3,9

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  • thami89
    thami89

    273 Follower

    2,5

    Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, aber die vielen französischen Namen sind kaum oder schwer auseinander zu halten und durch die vielen französischen Bezeichnungen kommt man während des Lesens immer wieder ins Stocken. Ebenso sind am Anfang die verschiedenen Zeitsprünge etwas wirr, so dass man sich erstmal zurechtfinden muss. Das alles hat es mir schwer gemacht, in das Buch reinzufinden. Ich musste mich sogar zwingen weiterzulesen und erst das letzte Drittel wurde erst wieder interessant für mich. Ich dachte ja, das es sich hier eher um die Bar an sich geht, aber die kam mir leider viel zu kurz. Die geschichtlichen Hintergründe waren sehr spannend, aber haben es für mich nicht so ganz herausgerissen.

    29. Sept. 2025

  • therealmike
    therealmike

    145 Follower

    4,0

    Atmosphärisches Porträt des besetzten Paris zwischen Glanz und Widerstand.

    „Barmann des Ritz“ ist ein Buch, das vor allem historisch interessierte Leserinnen und Leser anspricht, aber keineswegs nur diese. Es ist kein klassischer Historien- oder Kriegsroman, sondern eher ein atmosphärischer Blick auf Paris während der deutschen Besatzungszeit. Im Mittelpunkt steht Frank Meier, der legendäre Barmann des Ritz. Seit vielen Jahren arbeitet er in diesem berühmten Hotel, in dem nicht nur die feine Gesellschaft, sondern auch Künstler, Militärs und politische Größen ein- und ausgehen. Durch ihn erlebt man das besetzte Paris aus einer besonderen Perspektive: zwischen Glanz und Bedrohung, höflicher Fassade und moralischen Abgründen. Gerade Meiers Alltag im Ritz macht die Zeit greifbar. Während draußen Unsicherheit, Angst und Anpassungsdruck herrschen, bleibt das Hotel ein Ort, an dem weiter getrunken, verhandelt und taktiert wird. Die Besatzer sind präsent, alte Gewissheiten geraten ins Wanken, und immer wieder stellt sich die Frage, wer mitmacht, wer wegschaut und wer Widerstand leistet. Das französische Dilemma zwischen Résistance und Vichy-Regime wird dabei sehr eindrücklich sichtbar. Auch Ernest Hemingway spielt eine besondere Rolle und fügt dem Roman eine interessante historische Note hinzu. Weniger gelungen fand ich die fiktiven Tagebucheinträge Meiers, die für mich stellenweise etwas zu konstruiert wirken. Insgesamt aber ist „Barmann des Ritz“ eine lesenswerte, stimmungsvolle Lektüre, die den Zeitgeist des besetzten Paris überzeugend einfängt und Frank Meier ein verdientes literarisches Denkmal setzt.

    Atmosphärisches Porträt des besetzten Paris zwischen Glanz und Widerstand.

    11. Juni 2026

  • ronja.bre
    ronja.bre

    1 Follower

    3,0

    Zu hohe Erwartungen!

    Die Spannung, die der Klappentext verspricht, hält die Geschichte mE nicht. Dennoch war das Buch interessant und gut geschrieben. Gerade im letzten Drittel war die Handlung zunehmend fesselnd - vorher ist sie eher vor sich hin geplätschert. Mein Tipp: Die Instruktionen zu den verschiedenen Charakteren im Anhang schon vor oder während des Lesens zur Kenntnis nehmen, damit man einen besseren Überblick über die vielen verschiedenen Personen hat.

    21. Apr. 2026

3 von 19 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Philippe Collin

Philippe Collin, geboren 1975 in Brest, ist ein französischer Journalist und Radiomoderator. Er studierte Geschichte und ist nun als Kulturredakteur tätig. Der Barmann des Ritz ist sein erster Roman.

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