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Romane

Die militante Madonna

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Über das Buch

Ein atemberaubender Roman über Männer und Frauen – und eine außergewöhnliche historische Figur, die beides war

"Ich betrachte Sie in Ihrem seltsamen Jahrhundert voller Verwunderung. Zweihundertfünfzig Jahre nach meiner Zeit glauben Sie offenbar, Sie hätten die Wahlfreiheit erfunden, ein Mann oder eine Frau zu sein. "

Diese unglaubliche Geschichte von Männern und Frauen, Täuschungen und Intrigen, unwahrscheinlichen Affären, heimlichen Fluchten und dramatischen Triumphen ist die Geschichte des Chevalier d’Eon de Beaumont, den es wirklich gab. Er war Diplomat, Soldat, Bibliothekar, Freimaurer, Degenfechter, Schriftsteller und Spion – und verbrachte den größten Teil seines turbulenten Lebens als Frau. Bis zu seinem Tod rätselte ganz London, wer die militante Madonna, die in öffentlichen Degenkämpfen alle Männer in die Knie zwang, wirklich war.

Editionen (4)

ISBN9783455014464
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum04.10.22
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

7 Rezensionen

3,2

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  • ce.ce
    ce.ce

    32 Follower

    3,0

    Ich bin mir nicht sicher was ich gelesen habe - einerseits war ich fasziniert und gleichzeitig bin ich immer noch verwirrt. Die Feministin in mir hat sich immer wieder amüsiert. Und die Historikerin war regelmäßig verwirrt. Ich glaube das Buch sollte man gelesen haben, wenn man eine andere Draufsicht zum Thema Transgender haben möchte und sich dem ganzen mit historischem Humor nähern möchte - zumal die finale Auflösung doch anders überrascht! Lesenswert, wenn auch verwirrend.

    18. Mai 2025

  • kingofmusic
    kingofmusic

    224 Follower

    4,0

    Zwischen den Welten In bzw. zu der aktuellen Genderdebatte gibt es ja durchaus Kontroversen und wer glaubt, der „Streit“ um die Geschlechterrolle wäre eine neumodische Erfindung – nun, den muss Irene Dische mit ihrem Roman „Die militante Madonna“ (erschienen im Hoffmann und Campe Verlag; Übersetzung: Ulrich Blumenbach) enttäuschen. Denn bereits Chevalier d´Éon (1728 – 1810) hat sich nicht eindeutig einer Rolle als Mann oder Frau zuordnen können bzw. wollen. Als französischer Diplomat arbeitete er in London und hatte Zugang zur „Upperclass“. Da er sich gerne als Frau verkleidete, wurde von den Spiel- und Wettsüchtigen Engländern ein irres Wettgelage veranstaltet, welchem Geschlecht Chevalier denn nun angehört. Mit zynischer, spitzer Zunge lässt Irene Dische sich in Gestalt des Chevaliers darüber aus, was sie davon hält bzw. denkt – nämlich gar nichts *g*. Generell ist der Roman aus der Sicht des Chevaliers geschrieben und ab und zu wendet sich der Gute auch direkt an das lesende Publikum; ein Kniff, der mir gut gefallen hat. Damit wird der geneigten Leserschaft ein ordentlicher Spiegel vorgehalten und darf sich bei den Passagen gleich die Frage stellen, wie er bzw. sie mit bestimmten Themen (der Zeit) „umgeht“. Mir hat die Autorin da öfter (nicht nur) ein Grinsen entlockt. Wir folgen dem Chevalier munter durch die Zeit, erleben ihn als begnadeten Fechter, als Autor, als Mensch mit Herz und Gefühl. Garniert mit Klatsch und Tratsch der französischen und englischen adligen Gesellschaft. Ein durchaus amüsantes Buch für alle, die mal ein bisschen „Yellow Press“-Literaturluft schnuppern wollen, ohne auch nur ansatzweise das niedere Niveau selbiger zu erreichen. 4* und eine Leseempfehlung. ©kingofmusic

    1. Dez. 2023

  • 4,5

    Die militante Madonna von Irene Dische Auf die Figur des Chevalier d'Eon de Beaumont, wurde ich durch ein queeres Sachbuch aufmerksam. Und hab mich durch einige Beiträge zu dieser historischen Figur gelesen. Bis ich auf das Buch stieß und es an einem Tag durchsuchtete. In diesem spricht die Figur mit dem Lesenden direkt, sich wohl bewusst der heutigen Zeit und Entdeckungen. So dass einige sehr sarkastische Anmerkungen nicht ausblieben. Der trockene Humor hat mir sehr gefallen. Aber auch die Lebensgeschichte welche erzählt wurde. Es wurde erzählt wie die Person, als französischer Diplomat, an den russischen Hof kam. Hier verlangte die Zarin, das all ihre männlichen Gäste Kleider tragen. Und da der Chevalier d'Eon de Beaumont, in diesen sich nicht nur sehr wohlfühlte, sondern auch noch mehr Geheimnisse erfuhr als so schon. Verlangte bald sein König, das er dauerhaft als Frau lebte. Bis er ins Exil nach London ging. Auch hier ebbte die Frage um sein "wahres" Geschlecht nicht ab. Es wurden Duelle geführt, Wetten hatten hohe Einsätze, es wurden Ärzte beauftragt, und vieles mehr. Als Leser war ich mir bis zur letzten Seite nicht sicher, die Figur spielte mit einem und zog einen immer tiefer in die Wirren der damaligen Zeit. Chevalier d'Eon de Beaumont war Diplomat, Soldat, Bibliothekar, Freimaurer, Degenfechter, Schriftsteller und Spion - und verbrachte den größten Teil seines turbulenten Lebens als Frau. Aber allen voran war er eine beeindruckende Gestalt, voller Lebenslust und Liebe, Ideen und Kampfeswille.

    20. Juli 2023

3 von 7 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 73%
sjlo66
sjlo6626. Juni 2026

„Die Sünde wurde aus Ihrem Wortschatz gestrichen, aber die Verdammung des Wortverbrechens ist geblieben „. Schon auf der ersten Seite ein Satz, der sitzt.

Autorin / Autor

Über Irene Dische

Irene Dische wurde in New York geboren. Heute lebt sie in Berlin und Rhinebeck. Bei Hoffmann und Campe erschienen unter anderem der Romanerfolg Großmama packt aus (2005), der Erzählungsband Lieben (2006), die Neuausgabe ihres gefeierten Debüts Fromme Lügen (2007), der Roman Schwarz und Weiß (2017) sowie zuletzt Die militante Madonna (2021).

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