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Romane

Der Geist der Mirabelle

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Über das Buch

In Bollerup, einem Dorf an der Ostsee, heißen nur wenige Leute anders als Feddersen. Um sich gelegentlich voneinander zu unterscheiden, haben sich die Einwohner Zusatznamen gegeben: die Kneifzange zum Beispiel, der Schinken-Peter, der Dorsch oder die Schildkröte. Man sieht, Bollerup hat seine Eigenheiten. Zu ihnen gehört zweifellos auch der selbstgebrannte Mirabellengeist. Er produziert seltsame, krummwüchsige Gedanken, aber auch erstaunliche Einfälle, er prägt sogar Charaktere. Und von ihnen erzählt Siegfried Lenz.

Editionen (8)

ISBN9783455000481
VerlagAtlantik Verlag
Erscheinungsdatum11.04.17
Seitenzahl96

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

1 Rezensionen

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  • hobhouchin
    hobhouchin

    6 Follower

    4,0

    Ohne viel Schnickschnack werden Geschichten erzählt und als Leser bekommt man nicht den Eindruck, man müsse nun wer weiß wieviel intellektuelles Hintergrundwissen besitzen, um die 12 kleinen Geschichten verstehen zu können. Als Schnell-Leser sollte man sich trotzdem zwischen den Geschichten ein wenig Zeit lassen, um ihren Witz richtig auskosten zu können. Den Rat hab ich leider selber nicht beherzigt. Aber ich hatte dennoch meine Freude an den Geschichten. Sie spielen im östlichen Norden, aber Norden bleibt eben Norden und mein Heimweh wächst stetig an, wenn ich mit solcher Literatur weitermache. Auf jeden Fall ein willkommenes Intermezzo zu langweiligen Krimis, die im London des 19. Jahrhundets spielen und es kaum über Mittelmaß hinaus schaffen.

    12. Apr. 2024

Autorin / Autor

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.

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