Blick ins Buch
Über das Buch
Choleriker mit misanthropischen Zügen, militanter Propagandist des asketischen Ideals, vielseitiger und produktiver Schriftsteller, Sprachgenie, fleißiger Übersetzer und origineller Wissenschaftler – all diese Beschreibungen treffen auf den Kirchenvater Hieronymus (347–419) zu. Hieronymus war ein Exzentriker. Er stammte aus der Provinz, machte in den Metropolen der spätantiken Welt (Rom, Konstantinopel, Antiochia) Karriere, kehrte in der zweiten Lebenshälfte aber wieder in die Provinz, diesmal nach Bethlehem in Palästina, zurück. Aufgrund seiner hebräischen Sprachkenntnisse vermochte er als einziger Theologe seiner Zeit, der christlichen Exegese jüdisches Bibelwissen zu erschließen.
Alfons Fürst beschreibt die theologischen Kontroversen, in die Hieronymus im Laufe seines spannungsreichen Lebens verwickelt war (Arianismus, Origenismus, Pelagianismus), erörtert seinen Beitrag zur Verbreitung der christlichen-asketischen Lebensform besonders unter Frauen der römischen Aristokratie und stellt seine innovativen wissenschaftlichen Leistungen als Übersetzer und Ausleger der Bibel dar. Die vielfältigen sozialen Beziehungen, in denen Hieronymus lebte, treten erstmals in Form einer Prosopographie lebendig vor Augen. Ausgewählte Texte (lateinisch-deutsch) gewähren einen unmittelbaren Einblick in sein Arbeiten.
Editionen (2)
ISBN9783451311444
VerlagVerlag Herder
Erscheinungsdatum11.10.16
Seitenzahl448
Haupt-GenreFachbücher
Sub-GenreReligion & Glaube
FormatHardcover
SpracheDeutsch
Preis43.20 €
Autorin / Autor
Über Alfons Fürst
Alfons Fürst, Dr. phil., Dr. theol. habil., geb. 1961, Professor für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Lesen ist schöner mit der READO App.
Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.




Bibliothek
Behalte den Überblick
