Blick ins Buch

Jugendbücher

Mo & Moritz

3,8(33)
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Über das Buch

Queere Romance mit Tiefgang: Zwei Jugendliche, die für ihre Liebe kämpfen und Vorurteile überwinden. Julya Rabinowichs neuer Jugendroman - Ausgezeichnet als »Jugendbuch des Monats« der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Mo stammt aus einer Familie mit muslimischen Wurzeln. Als er eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon beginnt, taucht er ein in eine glamouröse Welt. Eines Abends wird er hinter den Kulissen des Wiener Opernballs eingesetzt und verliebt sich – ausgerechnet in Moritz, einen Jungen aus einer jüdischen Familie. Mo schwebt auf Wolke sieben – und bekommt gleichzeitig kalte Füße: Was, wenn seine Familie davon erfährt? Wird er jemals zu Moritz und seiner Liebe stehen können? Julya Rabinowich erzählt in Mo & Moritz eine Liebesgeschichte von heute, ganz nah dran an den Träumen und Hoffnungen Jugendlicher!

Editionen (1)

ISBN9783446287549
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum27.01.26
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

33 Bewertungen

9 Rezensionen

3,8

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  • jani_kirigaya
    jani_kirigaya

    222 Follower

    4,0

    Zwischen Familientraumata und Erwachsenwerden

    Mo weiß, dass er anders ist, als seine Eltern es erwarten und er weiß auch, dass er es ihnen niemals sagen kann. Dafür stehen zu viele unausgesprochenen Dinge in der Luft, vor allem seitdem sein Bruder auch ein Geheimnis zu haben scheint. Alles scheint besser zu werden als Mo Moritz kennenlernt, doch auch seine Familie hat eine Geschichte... Dieses Buch hat so wenig Seiten und trotzdem gibt es einem so viel mit auf dem Weg. Es geht um Teenager, die nicht frei leben können wie sie möchten. Um Geheimnisse die die Familie prägen. Es geht aber auch um die Menschen, die all dem Negativen keine Chance geben und dafür sorgen, dass der Funken von Menschlichkeit und Hoffnung immer weiter getragen wird. - Dieses Buch ist eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen und deswegen auch so wahnsinnig wichtig ist!

    3. Feb. 2026

  • soulfulrina_reads
    soulfulrina_reads

    116 Follower

    3,0

    Das Buch war insgesamt ganz nett für zwischendurch und lässt sich durch den leichten Schreibstil auch sehr schnell lesen. Besonders Mo mochte ich sehr gern. Seine Art und sein Mut, sich aus den Erwartungen seiner Familie zu lösen und langsam seinen eigenen Weg zu finden, waren wirklich berührend und schön zu begleiten. Auch die Begegnung und die vorsichtige Annäherung zwischen Mo und Moritz fand ich sehr süß erzählt. Mit der Zeit hat mir in der Geschichte allerdings immer mehr Tiefe gefehlt. Viele Themen, die eigentlich sehr spannend gewesen wären, werden zwar angesprochen. Zum Beispiel kulturell geprägte familiäre Konflikte oder die Herausforderungen, als Flüchtling in einem anderen Land und einer fremden Kultur zurechtzukommen. Leider bleibt das alles ziemlich oberflächlich. Konflikte tauchen auf, werden jedoch oft schnell wieder verlassen, ohne wirklich vertieft zu werden. Manche kulturellen Darstellungen wirkten auf mich außerdem etwas klischeehaft und dadurch stellenweise schwierig. Insgesamt ist es für mich ein ganz okayes Jugendbuch mit einem sehr liebenswerten Protagonisten. Mo ist mir wirklich ans Herz gewachsen, aber inhaltlich hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht.

    8. März 2026

  • ancar
    ancar

    30 Follower

    5,0

    Ich bin durch – und dieses Buch hat mich emotional sofort gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Eine unglaublich zarte Geschichte, die anfangs sehr langsam und leise daherkommt, aber genau darin liegt ihr ganzer Zauber.

    Wir begleiten Mo, der mit seiner Familie nach Wien gekommen ist und das Gefühl kennt, nicht richtig dazuzugehören. Als er von der Schule fliegt und eine Lehre im Friseursalon anfängt, wird dieser Ort zu seiner rettenden Insel. Endlich gibt es eine Welt, in der er gesehen und akzeptiert wird. Sein Chef und wunderbare Nebenfiguren locken ihn aus der Reserve und sorgen für diese tollen Momente „dazwischen“. Objektiv mag das an der ein oder anderen Stelle leicht in Richtung Kitsch gehen, aber subjektiv gibt es der Geschichte unglaublich viel Herz und ich habe es geliebt. Das absolute Zentrum ist jedoch Mos innere Zerrissenheit. Er muss lernen, seine Gefühle für einen Jungen überhaupt erst zu akzeptieren – eine Tatsache, die in seiner vom Trauma geprägten Familie als absolute Schande gilt. Diese familiären Abgründe und Konflikte werden im Buch nicht einfach glattgebügelt, sondern mit einer Härte und Beklemmung erzählt, die mich mitgenommen hat. Als Mo sich verliebt, ist diese Überforderung absolut spürbar. Ein Satz bringt es für mich perfekt auf den Punkt: „Meine Seele hat Fieber.“ Besser kann man diese erste, „verbotene“ Liebe kaum beschreiben. Wie man das Leben plötzlich mit dem Warten auf den nächsten Kontakt, falschen Erwartungen und total sinnlosem Kummer füllt, ist hier einfach so ehrlich, echt und ganz anders erzählt als in vielen glatten Coming-of-Age-Büchern. Ein Gespräch gegen Ende hat mich dann an den Vater-Sohn-Dialog aus Call Me By Your Name erinnert – etwas jugendbuchmäßiger verpackt, aber unfassbar stark und nahbar. Rückblickend ist es eine wunderschöne Geschichte übers Erwachsenwerden, deren Wege und Wendungen ich in diesem Genre selten so gelesen habe. Durch die wunderbare Leichtigkeit in der Sprache kommen Jugendliche sicher schnell rein (übrigens auch super zum Vorlesen!). Ich hätte dieses Buch gern gelesen, als ich selbst 15 Jahre alt war. Eine ganz große Leseempfehlung für alle, die leise, charakterstarke Geschichten mögen! 😜

    3. Apr. 2026

3 von 9 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 6127%
ancar
ancar30. März 2026

Die Sätze haben die ganze Überforderung für mich sehr gut auf den Punkt gebracht. Mo denkt an den Nacken und den Geruch dieses Jungen, und stellt fasziniert wie erschrocken fest: „Meine Seele hat Fieber.“ Besser kann man dieses überwältigende Gefühl der ersten, für Mo verbotenen Liebe kaum beschreiben. Wie muss es sein, wenn das eigene Herz etwas fordert, das die eigene Welt verbietet? Diese Stelle hat mich sehr berührt.

Seite 7835%

1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Julya Rabinowich

Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Sie ist Schriftstellerin und Kolumnistin und war viele Jahre als Dolmetscherin tätig. Bei Deuticke erschienen »Spaltkopf« (2008, u. a. ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis 2009), »Herznovelle« (2011, nominiert für den Prix du Livre Européen), »Die Erdfresserin« (2012) und »Krötenliebe« (2016). Ihr erstes Jugendbuch »Dazwischen: Ich« (2016) wurde u. a. mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis, dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Luchs (von Die Zeit & Radio Bremen) ausgezeichnet. Es folgten »Hinter Glas« (2019), »Dazwischen: Wir« (2022) und »Der Geruch von Ruß und Rosen« (2023). Ihr neues Jugendbuch »Mo & Moritz« erscheint im Frühjahr 2026.

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