Verzauberte Vorbestimmung

Verzauberte Vorbestimmung

Hardcover
3.419

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Beschreibung

Von einer Gegenwart, die gern mehr über ihre Zukunft wüsste. Der neue Roman von Jonas Lüscher, ausgezeichnet mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2025 Ein algerischer Soldat gerät in den ersten deutschen Giftgasangriff, beschließt, einer müsse damit aufhören, steht auf und geht. Im Kairo der Zukunft beobachtet eine Stand-up-Comedian eine Androidin beim Lachen über ihre Witze. Ein böhmischer Weber wird durch einen automatisierten Webstuhl ersetzt, raubt einen Hammer und attackiert den Apparat. Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? Im einzigartigen Spiegelraum dieses Romans ist kein Konflikt vorbei und noch jede Geschichte möglich. Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Jonas Lüscher auf der Höhe seiner Kunst.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
352
Preis
26.80 €

Autorenbeschreibung

Jonas Lüscher wurde 1976 in der Schweiz geboren, er lebt in München. Seine Novelle »Frühling der Barbaren« war 2013 ein Bestseller, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und war nominiert für den Schweizer Buchpreis, sein Roman »Kraft« gewann 2017 den Schweizer Buchpreis, für seinen Roman »Verzauberte Vorbestimmung« wurde ihm 2025 u.a. der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis verliehen. Jonas Lüscher erhielt außerdem u.a. den Prix Franz Hessel, den Max Frisch-Preis der Stadt Zürich und den Marieluise-Fleißer-Preis. Seine Bücher sind in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Beiträge

5
Alle
5

Das Buch ist auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2025 und ich finde, es hat auch Shortlist-Potential. Jonas Lüscher verarbeitet in Verzauberte Vorbestimmung das Trauma seiner schweren Corona-Erkrankung im März 2020, das er nur knapp und mit Hilfe der Ecmo überlebt hat. Wir begleiten Lüscher auf seinen Reisen nach seinem Überleben und dabei erzählt uns der Autor Geschichten über Menschen und Maschinen, angefangen von den ersten Webmaschinen und dem Protest der Weber*innen dagegen bis hin zu einer Zukunft, in der sich Menschen freiwillig an Maschinen anschließen lassen um nicht sterben zu müssen. Lüscher hat eine schöne und originelle Sprache und eine angenehme Erzählgeschwindigkeit; trotz des düsteren Themas hat es sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

2

„Erst hatte er gefürchtet, für einen wie ihn werde es keinen Platz und keine Verwendung geben, in dieser neuen, makellosen Welt. Aber dann war es doch weitergegangen. Oder sogar gerade deswegen.“ Komisch, wie angekündigt, fand ich das Buch nicht, sondern anstrengend.

3

Komplex

Der Protagonist reist durch die Welt und die Zeit. Es geht um die Auseinandersetzung von Mensch und Maschine. Mitunter ist es schwer der Geschichte zu folgen, es ist verwirrend, dann gibt es Passagen die schon geschrieben interessante Einblicke geben. Ich musste das Buch immer mal wieder weg legen, da es mich überforderte. Ambivalente Empfehlung.

2

Aneinanderreihung von Kurzgeschichten

Mit langen Schachtelsätzen habe ich kein Problem, verwende ich sie doch selbst gerne. Nach ein paar Seiten hatte ich mich auch in den Schreibstil eingelesen. Was ich nicht mag sind Kurzgeschichten- normalerweise mache ich einen weiten Bogen darum! Hier wurde ich allerdings genötigt, Kurzgeschichten zu lesen. Denn auch wenn die zunehmende Maschinisierung die Kapitel wohl miteinander verbinden soll, so ist das doch das Einzige. Als es dann vom Aufstand der Weber zu einer zusammenhanglosen Reise nach Kairo ging, war für mich Schluss. Das Buch ist weder fesselnd noch interessant, noch witzig und nur wegen eines vielleicht zeitweise etwas außergewöhnlichen Schreibstiles lese ich kein Buch.

4

Tolles Buch, 4 Erzählungen locker um das Thema Mensch-Maschine gebündelt, sehr unterschiedlich vom Ansatz und Stil her. Minuspunkt: Ich habe mich mit dem Lesen teilweise schwer getan … Pluspunkt: Es hat mich zu Peter Weiss geführt.

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