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Happy Hour

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Über das Buch

Zwei junge Frauen in New York: ein funkelndes Debüt voller Witz und Glamour Isa Epley ist einundzwanzig Jahre alt und weise genug, um zu wissen, dass der Sinn des Lebens im Vergnügen liegt. Tagsüber verkauft sie mit ihrer besten Freundin Gala Klamotten an einem Straßenstand, um ihre Zwischenmiete in Brooklyn zu finanzieren. Nachts ziehen sie zur Upper East Side in die Welt der Reichen und Schönen, auf der Suche nach jemandem, der ihre Drinks bezahlt. Bald wird das Geld knapper und die Jobs dubioser. Isa steht vor der Frage, welchen Preis ihr ein glitzerndes Leben wert ist. "Happy Hour" ist eine wilde, übersprudelnde Spritztour durch einen flirrenden, schwülen Sommer in New York – und legt mit funkelnder Genauigkeit und Witz den hohlen Kern unserer Klassengesellschaft frei.

Editionen (3)

ISBN9783446280489
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum15.04.24
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

82 Bewertungen

27 Rezensionen

3,0

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  • madmaddd
    madmaddd

    5 Follower

    3,0

    Gemischte Gefühle

    Isa schreibt in ihrem Tagebuch vom Sommer in New York mit ihrer besten Freundin Gala. Es geht um Partys, Bekanntschaften, Freundschaften - aber auch darum, was es bedeutet, sich als Immigrantin mit wenig Geld in einer großen Stadt durchzuschlagen. Dabei scheint das Buch stark von den eigenen Erfahrungen der Autorin inspiriert zu sein. Einerseits fand ich viele Beobachtungen von Isa originell und intelligent. Andererseits hat mich der abgebrühte Schreibstil von Anfang an genervt und es mir schwer gemacht, eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen.

    22. März 2024

  • buecherseipi
    buecherseipi

    56 Follower

    4,0

    Partygirls mit Tiefgang

    Wir dürfen Isa, der Ich-Erzählerin, und ihrer besten Freundin Gala zu den angesagtesten Parties, Vernissagen und Ausflüge begleiten. Auf den ersten Blick erscheinen die beiden oberflächlich und nur auf der Suche nach dem nächsten Fest, dem nächsten Drink und damit auch dem nächsten edlen Spender. Beide halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, um wenigstens die Miete selbst bezahlen zu können, ehrgeizig sind beide nicht. Isa lässt uns teilhaben an ihren Gedanken zu den Leuten, den Gewohnheiten und den Eigenheiten der New Yorker. Sie hat mit ihren jungen Jahren doch schon ein paar schmerzliche Erfahrungen hinter sich. Die Erzählweise aus ihrer Perspektive hat mich recht schnell hinter ihre Fassade schauen lassen. Sie ist tiefgründiger, als sie auf all die anderen Akteure den Anschein macht. Sie ist sogar verantwortungsbewusst, denn eigentlich kümmert sie sich auch um Gala. Die Geschichte von Isa und Gala ist eine Feelgood-Geschichte. Aber irgendwie auch nicht. Es ist die Geschichte von zwei Partygirls Anfang 20, die nicht mehr wollen als ihr persönliches Vergnügen und Party, Party, Party. Aber irgendwie auch nicht. 🍸 Marlowe Granados schreibt humorvoll und mit teils sarkastischen Zwischentönen gegen die Vorurteile an, die die Leser*innen bei Betrachtung des Covers und Studium des Klappentextes vermutlich aufbauen. Mir ging es zumindest so. Man sollte sich nicht täuschen lassen! „Happy Hour“ ist ein subtil feministischer Roman, der Themen wie Kapitalismus, Sexismus und Rassismus aufgreift und es den Leser*innen erlaubt, zwischen den Zeilen zu lesen. 🍸 Mich hat die kurzweilige Story mit Tiefgang gut unterhalten und ich kann sie auf jeden Fall weiter empfehlen. 🐛🐛🐛🐛 von 5 Bücherwürmern

    8. Apr. 2024

  • miss.amanogawa
    miss.amanogawa

    106 Follower

    4,0

    Auf den ersten Blick scheinen Gala und Isa zwei planlose Partymäuse im New Yorker Partydschungel zu sein. Doch je mehr wir über die zwei erfahren, je länger wir sie begleiten und Isas Gedankengänge mitlesen können, desto mehr kristallisiert sich die Tragik in ihrem Leben und ihrer Freundschaft heraus. Isas Mutter starb vor zwei Jahren an Krebs. Um dem Kummer und ihrem Lebenskampf zu entfliehen, durchstreifte sie New York, reiste durch Spanien oder Frankreich und zog nach London. Galas Mutter starb, als sie noch ein Baby war. Elternlos, aber auf unterschiedliche Weise. Beide mussten früh Eigenverantwortung übernehmen. Ob diese Tatsache die beiden so zusammengeschweißt hat? Isa wirkt sehr erwachsen und abgeklärt, und kümmert sich fast schon mütterlich um Gala. Die hingegen wirkt eher kindlich naiv und bevorzugt es, umsorgt zu werden, statt Fürsorge zu zeigen. Die beiden bilden einen unglaublich starken Kontrast zueinander, Konflikte sind vorprogrammiert, und doch bildet diese schwesterngleiche Verbindung einen Stützpfeiler in ihrem chaotischen Leben in New York. Nur mit Handgepäck und Klamotten zum Verkauf ausgestattet, von der Hand in den Mund verdienend, während sie das Nachtleben unsicher machen, um Drinks zu ergattern, Geld zu sparen und das ein oder andere über New York, dessen Vielfalt, die Menschen und das Leben zu lernen. Diese tagebuchgleiche Erzählung steckt voller Überraschungen und kluger Anekdoten und Anmerkungen zum Leben, zu Beziehungen und dem Alltagsrassismus und -sexismus. Es geht hier nicht vordergründig um das schillernde Partyleben, sondern dessen Fassade, um die flüchtigen Bekanntschaften, die für den Moment unterhaltsam sein mögen, doch langfristig keinen Mehrwert bieten; um das Erwachsenwerden und den Weg zur eigenen Meinung, zu wissen, was man will und was man nicht will. Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt und finde, dass man in Isa eine starke, unabhängige junge Frau findet.

    18. Mai 2024

3 von 27 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Marlowe Granados

Marlowe Granados ist Schriftstellerin, Filmemacherin und bildende Künstlerin. Nach Stationen in New York und London, lebt die gebürtige Kanadierin derzeit in Toronto. Sie ist Co-Moderatorin von „The Mean Reds", einem feministischen Film-Podcast. Ihre Texte sind u. a. in Harper's Bazaar, The Cut, The Baffler und im Guardian erschienen. Happy Hour ist ihr erster Roman.

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