So wüst und schön sah ich noch keinen Tag
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Elizabeth LaBan war schon als Schülerin entschlossen, einen Roman zu schreiben: eine Mischung aus Dreiecks-Liebesbeziehung und klassischer Tragödie. 2013 erschien ihr Jugendbuchdebüt "Tragedy Paper" in den USA. Vorher arbeitete LaBan für den Nachrichtensender NBC News und schrieb für Zeitschriften und Zeitungen. 2016 erschien die deutsche Übersetzung des Debüts So wüst und schön sah ich noch keinen Tag bei Hanser. Elizabeth LaBan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Philadelphia.
Beiträge
Inhalt Lieber Duncan, als ich hörte, dass du hier einziehst, konnte ich es einfach nicht glauben, ehrlich. Vielleicht ahnst du ja schon, was ich sagen will, aber ich sag’s trotzdem noch mal. Es ist wichtig, dass du weißt, warum und genau wie alles passiert ist. Irgendjemand muss es wissen – irgendwen könnten die Informationen nützen, damit er nicht dieselben Fehler macht wie ich. Vielleicht. Ich weiß es nicht. Hör dir meine Geschichte an. Was du hören wirst – die Worte, die Musik, mein Absturz sowie deine angenommene oder tatsächliche Rolle darin -, wird dir mehr nutzen, als du dir vorstellen kannst. Es grüsst dich Tim Meinung Duncan geht an die Irving School, das ist ein Internat in New York. Er geht jetzt in das letzte Jahr, also ist er ein Senior. Das Besondere daran ist, dass jetzt jeder ein eigenes Zimmer bekommt, zwar schlafen Jungs und Mädchen immer noch in getrennten Fluren, aber man teilt sich sein Zimmer jetzt nicht mehr. Auf einmal merkte ich, dass ich hier, in all dem Schnee, das Gefühl hatte, mich einfach in meine Umgebung einzufügen, statt wie gewohnt hervorzustechen. Seite 43 Die Tradition schreibt vor, dass sich die Seniors ihr Zimmer nicht selbst aussuchen dürfen, sondern jeder Senior aus dem alten Jahr darf aussuchen welcher neue Senior in sein Zimmer ziehen darf. Duncan kann sich nicht wirklich auf das Jahr freuen, das alte Schuljahr und ein damit verbundener Unfall belasten ihn sehr. Duncan geht gerne an diese Schule, zumindest war das seither so. Als er dann sein Zimmer bezieht lernen wir Tim MacBeth kennen. Tim hatte es im Leben oft schwer und sein Weg war die meiste Zeit sehr steinig und anstrengend. Dennoch sieht er seine Chance gekommen auf der Irving School neu anzufangen, endlich Freunde zu finden und wo dazu zu gehören, so etwas gab es für ihn seither nämlich nicht und so entwickelt sich eine Geschichte in der Geschichte, dennoch sind beide Geschichten voneinander abhängig, denn für Duncan ist es von enormer Wichtigkeit Tims Geschichte zu hören, auch um die Tragweite all dessen zu begreifen. Ich spürte, wie ich mich immer mehr in einen Kokon einspann, doch ich hatte einfach Angst, das heikle Gleichgewicht dieses seltsamen Universums, in dem ich lebte, könne völlig aus den Fugen geraten, wenn ich mich ihnen öffnete. Seite 143 Erst nach und nach erfährt man die Tragödie von Tim und Vanessa. Tim habe ich sofort ins Herz geschlossen, denn Mutter Natur hat ihn arg gestraft und ich kann seinen Wunsch normal zu sein unter allen Umständen sehr gut nachvollziehen. Er will einfach dazu gehören und Freunde haben. Bei Vanessa ist es mir ein bisschen schwer gefallen. Zu Anfang mochte ich sie sehr, aber im Laufe des Buches ist dies immer mehr abgeflaut und ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen. Fazit Mit ihrem Debüt-Jugendroman hat mich Elizabeth LaBan in den Bann gezogen, denn durch den Wechsel der Sicht, einmal aus Tims Sicht und einmal die Kapitel um Duncan ist die Spannungen gestiegen und ich wollte unbedingt wissen wie es Enden wird und was genau passiert ist.
Die Idee des Aufbaus erinnert mich an „Tote Mädchen lügen nicht“, auch wenn der Hintergrund doch ein anderer ist, zumal Tim und Duncan sich eher flüchtig kennen. Dennoch gibt es zwei Erzählebenen: Einerseits Duncan, der sich die CDs anhört und nebenbei noch sein Leben lebt, andererseits die Erzählungen von Tim. Letztere nehmen ein wenig mehr Platz ein. Anfangs wusste ich nicht immer ganz, wer gerade erzählt, aber da kam ich im Laufe der Geschichte rein. Allerdings gibt es in Duncans Leben oft Zeitraffungen, meist wird bemüht, möglichst schnell wieder zu dem Anhören der CDs zu gelangen, alles andere spielt sich eher flüchtig ab. Somit bleiben dann auch die Entwicklungen auf der Strecke, die bei Tims Erzählen vorhanden sind, was ich schade fand. Duncan blieb für mich auch blass und nicht wirklich greifbar, da er eben eher kurze Passagen übernimmt. Die Liebesgeschichte wird eher hingeknallt, hier konnte ich nicht wirklich mitfühlen und der weiblichen Part ist auch nicht mehr als ein Schemen in meinem Kopf, über den ich außer dem Namen wirklich gar nichts weiß. Da die Idee war, dass Tims Erzählungen Ducans Leben beeinflusst, hätte ich mir gewünscht, dass dieser Aspekt auch mehr ausgearbeitet würde. Tim war ich da schon näher. Den Aspekt des Albinismus sowie die damit verbundenen Probleme mit anderen Menschen fand ich interessant. Doch obwohl man als Leser einiges mehr von Tim erfährt, bleibt auch er eher blass. Zwar macht er Fehler, hat eine eigene Einstellung, eigene Gedanken und Gefühle und lässt den Leser auch an diesen teilhaben, dennoch dreht sich sein Leben irgendwie nur um Vanessa. Immerhin ist er greifbarer als Duncan. In seinem Leben gibt es eine Art Liebesdreieck, da Vanessa schon einen Freund hat. Es war insofern nicht ganz so stereotypisch, da man es als Leser mal aus der Sicht eines der beteiligten Jungen erlebt. Vanessas Freund Patrick war der stereotypische arrogante Beliebte und Vanessa selbst blieb auch eher blass. Obwohl das Buch hauptsächlich von Tims Erzählung handelt, wird schon am Anfang Spannung aufgeworfen, da das tragische Ereignis erwähnt wird, aber bis zum Ende nicht klar ist, was passiert war, sodass die Frage nach der Auflösung den Leser durchs Buch treibt. Auch wurde ich anfangs genau wie Duncan in den Bann von Tims Geschichte gezogen. Dank des flüssigen Schreibstils ließ sich das Buch schnell durchlesen. Fazit: Interessante Idee mit leichter Spannung und flüssigem Schreibstil, leider aber auch nur blassen Charakteren
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Elizabeth LaBan war schon als Schülerin entschlossen, einen Roman zu schreiben: eine Mischung aus Dreiecks-Liebesbeziehung und klassischer Tragödie. 2013 erschien ihr Jugendbuchdebüt "Tragedy Paper" in den USA. Vorher arbeitete LaBan für den Nachrichtensender NBC News und schrieb für Zeitschriften und Zeitungen. 2016 erschien die deutsche Übersetzung des Debüts So wüst und schön sah ich noch keinen Tag bei Hanser. Elizabeth LaBan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Philadelphia.
Beiträge
Inhalt Lieber Duncan, als ich hörte, dass du hier einziehst, konnte ich es einfach nicht glauben, ehrlich. Vielleicht ahnst du ja schon, was ich sagen will, aber ich sag’s trotzdem noch mal. Es ist wichtig, dass du weißt, warum und genau wie alles passiert ist. Irgendjemand muss es wissen – irgendwen könnten die Informationen nützen, damit er nicht dieselben Fehler macht wie ich. Vielleicht. Ich weiß es nicht. Hör dir meine Geschichte an. Was du hören wirst – die Worte, die Musik, mein Absturz sowie deine angenommene oder tatsächliche Rolle darin -, wird dir mehr nutzen, als du dir vorstellen kannst. Es grüsst dich Tim Meinung Duncan geht an die Irving School, das ist ein Internat in New York. Er geht jetzt in das letzte Jahr, also ist er ein Senior. Das Besondere daran ist, dass jetzt jeder ein eigenes Zimmer bekommt, zwar schlafen Jungs und Mädchen immer noch in getrennten Fluren, aber man teilt sich sein Zimmer jetzt nicht mehr. Auf einmal merkte ich, dass ich hier, in all dem Schnee, das Gefühl hatte, mich einfach in meine Umgebung einzufügen, statt wie gewohnt hervorzustechen. Seite 43 Die Tradition schreibt vor, dass sich die Seniors ihr Zimmer nicht selbst aussuchen dürfen, sondern jeder Senior aus dem alten Jahr darf aussuchen welcher neue Senior in sein Zimmer ziehen darf. Duncan kann sich nicht wirklich auf das Jahr freuen, das alte Schuljahr und ein damit verbundener Unfall belasten ihn sehr. Duncan geht gerne an diese Schule, zumindest war das seither so. Als er dann sein Zimmer bezieht lernen wir Tim MacBeth kennen. Tim hatte es im Leben oft schwer und sein Weg war die meiste Zeit sehr steinig und anstrengend. Dennoch sieht er seine Chance gekommen auf der Irving School neu anzufangen, endlich Freunde zu finden und wo dazu zu gehören, so etwas gab es für ihn seither nämlich nicht und so entwickelt sich eine Geschichte in der Geschichte, dennoch sind beide Geschichten voneinander abhängig, denn für Duncan ist es von enormer Wichtigkeit Tims Geschichte zu hören, auch um die Tragweite all dessen zu begreifen. Ich spürte, wie ich mich immer mehr in einen Kokon einspann, doch ich hatte einfach Angst, das heikle Gleichgewicht dieses seltsamen Universums, in dem ich lebte, könne völlig aus den Fugen geraten, wenn ich mich ihnen öffnete. Seite 143 Erst nach und nach erfährt man die Tragödie von Tim und Vanessa. Tim habe ich sofort ins Herz geschlossen, denn Mutter Natur hat ihn arg gestraft und ich kann seinen Wunsch normal zu sein unter allen Umständen sehr gut nachvollziehen. Er will einfach dazu gehören und Freunde haben. Bei Vanessa ist es mir ein bisschen schwer gefallen. Zu Anfang mochte ich sie sehr, aber im Laufe des Buches ist dies immer mehr abgeflaut und ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen. Fazit Mit ihrem Debüt-Jugendroman hat mich Elizabeth LaBan in den Bann gezogen, denn durch den Wechsel der Sicht, einmal aus Tims Sicht und einmal die Kapitel um Duncan ist die Spannungen gestiegen und ich wollte unbedingt wissen wie es Enden wird und was genau passiert ist.
Die Idee des Aufbaus erinnert mich an „Tote Mädchen lügen nicht“, auch wenn der Hintergrund doch ein anderer ist, zumal Tim und Duncan sich eher flüchtig kennen. Dennoch gibt es zwei Erzählebenen: Einerseits Duncan, der sich die CDs anhört und nebenbei noch sein Leben lebt, andererseits die Erzählungen von Tim. Letztere nehmen ein wenig mehr Platz ein. Anfangs wusste ich nicht immer ganz, wer gerade erzählt, aber da kam ich im Laufe der Geschichte rein. Allerdings gibt es in Duncans Leben oft Zeitraffungen, meist wird bemüht, möglichst schnell wieder zu dem Anhören der CDs zu gelangen, alles andere spielt sich eher flüchtig ab. Somit bleiben dann auch die Entwicklungen auf der Strecke, die bei Tims Erzählen vorhanden sind, was ich schade fand. Duncan blieb für mich auch blass und nicht wirklich greifbar, da er eben eher kurze Passagen übernimmt. Die Liebesgeschichte wird eher hingeknallt, hier konnte ich nicht wirklich mitfühlen und der weiblichen Part ist auch nicht mehr als ein Schemen in meinem Kopf, über den ich außer dem Namen wirklich gar nichts weiß. Da die Idee war, dass Tims Erzählungen Ducans Leben beeinflusst, hätte ich mir gewünscht, dass dieser Aspekt auch mehr ausgearbeitet würde. Tim war ich da schon näher. Den Aspekt des Albinismus sowie die damit verbundenen Probleme mit anderen Menschen fand ich interessant. Doch obwohl man als Leser einiges mehr von Tim erfährt, bleibt auch er eher blass. Zwar macht er Fehler, hat eine eigene Einstellung, eigene Gedanken und Gefühle und lässt den Leser auch an diesen teilhaben, dennoch dreht sich sein Leben irgendwie nur um Vanessa. Immerhin ist er greifbarer als Duncan. In seinem Leben gibt es eine Art Liebesdreieck, da Vanessa schon einen Freund hat. Es war insofern nicht ganz so stereotypisch, da man es als Leser mal aus der Sicht eines der beteiligten Jungen erlebt. Vanessas Freund Patrick war der stereotypische arrogante Beliebte und Vanessa selbst blieb auch eher blass. Obwohl das Buch hauptsächlich von Tims Erzählung handelt, wird schon am Anfang Spannung aufgeworfen, da das tragische Ereignis erwähnt wird, aber bis zum Ende nicht klar ist, was passiert war, sodass die Frage nach der Auflösung den Leser durchs Buch treibt. Auch wurde ich anfangs genau wie Duncan in den Bann von Tims Geschichte gezogen. Dank des flüssigen Schreibstils ließ sich das Buch schnell durchlesen. Fazit: Interessante Idee mit leichter Spannung und flüssigem Schreibstil, leider aber auch nur blassen Charakteren








