Mein Name ist Selma
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Selma van de Perre (1922-2025) war während des Zweiten Weltkriegs Mitglied der niederländischen Widerstandsbewegung. Kurz nach dem Krieg ging sie nach London, wo sie für die BBC arbeitete und ihren zukünftigen Mann kennenlernte, den belgischen Journalisten Hugo van de Perre. Einige Jahre lang arbeitete sie auch als Auslandskorrespondentin für einen niederländischen Fernsehsender.
Beiträge
keine Sterne Bewertung da Erfahrungsbericht . Wir starten in dem Buch mit den Eltern und deren Familienzugehörigkeit. Wir steigen in die Lebensumstände vor dem Krieg ein. Und wir erleben hautnah die ersten Diskriminierungen und Einschränkungen. Was das mit der Familie gemacht hat. Ihre Eltern waren, wie ganz viele Menschen, einfach ahnungslos was da noch kommt. . Selma entschließt sich in den Widerstand zu gehen. Ihr ersten Anfänge dort werden gut dargestellt und auch die Gefahren. Wir erleben so einige brenzlige Situationen. Es wird in diesem Buch aber auch deutlich, das viele nicht jüdische Menschen, geholfen haben. Vorrangig in diesem Buch Diplomaten, Ärzte und hochrangige Angestellte, die durch ihre Position viel gutes getan haben. Oder es zumindest versucht haben. Viele Kinder wurden gleich nach der Geburt aus den Krankenhäusern geholt und in Kinderheimen untergebracht. Und dann von nicht jüdischen Familien adoptiert. Das rettete vielen das Leben. Dennoch eine sehr schmerzliche und unaussprechliche Situation für die Eltern. . Durch ihre Aufgabe im Widerstand reist Selma sehr viel. Immer wieder wird es gefährlich. Ich als Leser habe förmlich mitgefiebert. Wie mutig diese junge Frau war. Es kommt dennoch zu Verhaftung. Das Leben nach der Inhaftierung in Ravensbrück wird hier ebenfalls aufgezeigt. Manche Sachen kann man einfach nicht fassen. Die Grausamkeit wird hier aber nur angerissen. Unsere Erzählerin hatte so oft, so viel Glück gehabt. Das Leben danach, mit dem Trauma und des Erlebten, macht einen sehr betroffen. Sie trifft aber auch Tot geglaubte wieder. Eine sehr starke und mutige Persönlichkeit. . Es war einfach bewundernswert, das doch so viel Menschlichkeit herrscht, bei so viel Schrecken und Ungerechtigkeit. Ein sehr wichtiges Buch.

Kein Vergeben, kein Vergessen. Es ist nun schon eine Weile her, dass ich dieses Buch beendet habe. Und es fällt mir auch mit etwas Abstand immer noch schwer, darüber zu schreiben. Kurz: Es ist wirklich sehr sehr lesenswert. Und es bewegt. Sehr sogar. Nach all den Jahren im Studium mit dem Schwerpunkt "Jugendwiderstand im Dritten Reich" und nach all den Büchern, die ich schon zu diesem Thema gelesen habe, berühren mich solche Geschichten, solche Lebensläufe immer noch zutiefst. Und ich bin froh und erleichtert, dass es so ist, dass man da offenbar nicht abstumpfen kann. Selma van de Perre wird am 7. Juni 2022 hundert Jahre alt. Ja, diese wahnsinnig starke Frau, für die all ihr Handeln für den Widerstand eine Unabdingbarkeit war, die alle Gefahren als selbstverständlich in Kauf nahm (es ging halt nicht anders), lebt noch. Und solange es auch nur irgendwie möglich ist (oder war - ich bin mir nicht sicher, ob sie es immer noch macht), fährt sie in jedem Jahr für eine Woche nach Ravensbrück, um an allen Gedenkveranstaltungen vor Ort aktiv teilzunehmen. Dort befand sich das größte deutsche Frauen-Konzentrationslager, in dem sie selbst mehrere Jahre inhaftiert war. Ein weiteres unverzichtbares Zeitdokument, ein weiteres sehr wichtiges Buch gegen das Vergessen. Aus dem Niederländischen von Simone Schroth. Danke @bloggerportal und @btb_verlag für das Rezensionsexemplar! #selmavandeperre #meinnameistselma #mijnnamisselma #btbverlag #bloggerportal #rezensionsexemplar #keinvergebenkeinvergessen #büchergegendasvergessen #bookstagramdeutschland #whatiread2022 #booksofinstagram #bookstagram #bücher #lesen #werbung #ausgelesen
So so wichtiges Buch. Jüdischer Widerstand gegen den NS ist viel zu wenig präsent und Selma van de Perre so eine beeindruckende Person.
Diese Woche jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 80. Mal. An diesem Tag stehen die Millionen Opfer des Nationalsozialismus im Zentrum. Und das ist unglaublich wichtig, gerade in einer Zeit, in der die offene Diskussion über ein Ende des angeblichen „Schuldkults“ politisch nicht mehr auf ein Lager beschränkt ist. Zugleich birgt aber ein unkritisches, selbstversicherndes Gedenken der post-nat1onals0z1alistischen Gesellschaft das Risiko, nur noch performativ zu sein. Dass Friedrich Merz und die Union beabsichtigen, am Tag des Gedenkens Gesetze durch den Bundestag zu bringen, notfalls mit Stimmen einer fasch1st1schen Partei, die genau die Grundsätze angreifen, die als Lehren aus der Vernichtung der Shoah, des Porajmos, der Tötung von Menschen mit Behinderung, politischen Gefangenen, Homosexuellen und vermeintlich „As0zialen“ gezogen wurden ist so unsäglich wie leider nicht überraschend. Der Opfer wird scheinbar gedacht, aber das #weremember bleibt ohne Konsequenz, #niewieder steht direkt neben gelebter Diskriminierung. Zusätzlich werden gerade Jüdinnen_Juden häufig auf ihren Opferstatus begrenzt. Allerdings stimmt das nicht: Viele von ihnen organisierten sich im Widerstand. Und es ist kein Zufall, dass wir ihre Namen kaum kennen. Deshalb will ich (und ja, die Vorrede ist diesmal sehr lang) heute ein Buch vorstellen, das gleich mehrere oft unterbeleuchtete Themen verhandelt. Den Bericht einer Überlebenden des KZ Ravensbrück, des einzigen Lagers für Frauen, einer jüdischen Widerstandskämpferin aus den Niederlanden, die über Jahre unter falscher Identität dabei half, Menschen das Leben zu retten. Die mittlerweile 102 Jahre alt ist und ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben hat, damit wir nicht vergessen: Selma van de Perre. Selma van de Perre, geboren 1922 als Selma Velleman, wuchs in einer liberalen jüdischen Familie in den Niederlanden auf. Ihre Eltern und ihre Schwester wurden erm0rdet, nachdem Deutschland die Niederlande besetzt hatte. Im Zuge dessen wurde ein großer Teil der niederländischen Jüdinnen_Juden deportiert und vernichtet. Sie selbst geriet als 20jährige eher zufällig in Kontakt mit einer Widerstandsgruppe. Mit blond gefärbten Haaren und gefälschter Identität gab sie sich als Nichtjüdin aus, schloss sich dem Widerstand an und wurde als politische Gefangene zunächst im auf niederländischem Boden errichteten KZ Vught und danach im KZ Ravensbrück interniert, in dem sie Zwangsarbeit für Siemens leisten musste. Im Gegensatz zu vielen ihrer Familienangehörigen und Mitkämpfer*innen überlebte sie die KZs und entging den T0desmärschen. Nach der Befreiung ging sie nach London, wurde Journalistin, heiratete und bekam ein Kind. Sie engagiert sich noch im hohen Alter gegen das Vergessen und fürs Gedenken an die Opfer des NS. In „Mein Name ist Selma“ beschreibt sie all dies und dass das Buch heißt, wie es heißt, ist kein Zufall. Denn wenn man einen weiteren Grund herausgreifen wollte, warum man dieses Buch lesen sollte, dann ist es neben der Thematisierung des Schicksals und des Widerstands niederländischer Jüdinnen_Juden und politischer Gegner*innen, den Erinnerungen einer Frau, der Darstellung der Zwangsarbeit bei Siemens und des Alltags in Rsvensbrück die Reflexion von Identität und der Gefahr von Identitätsverlust. Davon, was es heißt, in ständiger Angst vor der Entdeckung zu leben und gleichzeitig die Möglichkeit einer falschen Identität zu nutzen, um unter Lebensgefahr andere Menschen zu retten. Als angebliche Nichtjüdin die Schrecken zu überleben, oft, weil man großes Glück hat, während große Teile der Familie vernichtet werden. Selma van de Perres Stimme ist eine wichtige. Und deshalb lege ich euch dieses Buch sehr ans Herz.
• MEIN NAME IST SELMA • Heute ist der 8. Mai und in verschiedenen europäischen Ländern Gedenktag. 76 Jahre ist es her, dass das Deutsch Reich kapituliert hat und der Zweite Weltkrieg endlich beendet wurde. „Mein Name ist Selma“ ist ein autobiografisches Sachbuch über die Holocaust-Überlebende und Widerstandskämpferin Selma Van Perre. Selma steht im Mittelpunkt ihres Sachbuchs und lässt uns an ihrem bewegten Leben teilhaben, indem sie die einzelnen Etappen in der Ich-Perspektive schildert. Dabei berichtet sie von ihrer Familie, von Weggefährten, von Ängsten, Hoffnungen und dem Neubeginn. Besonders der Wandel von ihrem normalen Leben hin zu einem Leben als Jüdin in den besetzten Niederlanden fand ich besonders spannend. Ihre Wagnisse im Widerstand sind sehr, sehr beeindruckend und wirklich mutig. Von dieser Zeit hätte ich mir gerne noch mehr über Selmas Leben erfahren. Ein wirklich interessantes und lesenswertes Buches, welches einem sehr einfühlsam und mit der harten Realität zeigt, wie das Leben der Jüdin Selma war. Ihre Zeit und die genauen Beschreibungen ihrer Aufenthalte im Arbeitslager, die Befreiung und der Neubeginn sind wirklich sehr emotional. Auch heute finde ich es immer noch unbegreiflich, dass man Menschen so behandeln konnte. Dieses Buch erinnert und rüttelt auf. Die authentischen originalen Bilder von Selma, ihrer Familie, Freunde und Bekannte lassen einen ihre Lebensgeschichte noch besser nachvollziehen und geben einem einen kleinen Einblick in Aussehen, Stil und Emotionen. Die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges und die mutigen Taten der Menschen, die ihnen stolz entgegengetreten sind, dürfen nie in Vergessenheit geraten.“ gibt die Autorin ihren Lesern zu bedenken. Und „Dieses Buch soll Zeugnis unseres Kampfes gegen die Unmenschlichkeit sein.“
Worum geht´s? Als Selma 17 ist, bricht der Zweite Weltkrieg aus. Bisher hat es für sie und ihr Leben keine große Rolle gespielt, dass sie Jüdin ist. Als die Deutschen die Niederlande besetzen, ändert sich dies schlagartig. Untergetaucht und aktiv im Widerstand versucht Selma den Krieg und die Gräuel zu überleben und hat mehr als einmal einen Schutzengel auf ihrer Seite, wodurch es ihr gelingt, den Krieg und das Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben. “Noch immer kann ich kaum glauben, dass die Namen von Leuten, die unbehelligt hätten bleiben müssen, jetzt zu ihrem Gedenken auf Listen und Mahnmalen stehen - weil diese Menschen dem methodischsten Massenmordsystem zum Opfer fielen, das die Welt je gesehen hat. Meine Meinung: Ein großartiges Buch einer großartigen Frau! Tief berührt und voller Respekt habe ich Zeile um Zeile und Seite um Seite gelesen, stellte wieder einmal fest, wie schlecht und grauenvoll Menschen sein können und dennoch erfüllte mich ein Funken Hoffnung, denn es gab Menschen, die sich dem entgegenstellten. Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten, um anderen zu helfen. Selma van de Perre hat einen tollen Schreibstil. Der Tatsachenbericht und ihre eigene Biografie sind in einer so schönen Form niedergeschrieben, dass man kaum merkt, wie schnell man durch diese grauenvolle Zeit rennt. Die Zeitzeugin berichtet vom Anfang des Krieges, von einer Zeit des Umbruchs und dem Begreifen, dass sich schreckliche Dinge zu tragen. Auch Selma erkennt, in welcher Gefahr sie und ihre Familie schweben und engagiert sich, um ihre Mutter und kleine Schwester zu retten. Sie selbst bleibt zurück, verliert alles, außer der Hoffnung und ihrem unbändigen WIllen, zu überleben. Dennoch wird sie nach Ravensbrück deportiert. Die Zeit im KZ schildert sie so eindringlich, dass mir bisweilen schlecht wurde. Nach der Befreiung strauchelt sie sich durch ein neues Leben und versucht, die Geschehnisse aufzuarbeiten und in London Fuß zu fassen. Fazit: Unglaubliches Buch einer Zeitzeugin, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann! Über diese Epoche kann nicht zu viel berichtet werden! #niemalsvergessen
Als der zweite Weltkrieg ausbricht, ist Selma Velleman gerade siebzehn Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in den Niederlanden. Ihre jüdische Herkunft hat für die junge Frau bis dahin keine große Rolle gespielt. Das sollte sich schlagartig ändern. Selma schloss sich 1942 dem niederländischen Widerstand an und lebte lange unter falschem Namen um ihre Identität zu verbergen. So gelingt es ihr einige Zeit den Nazis zu entkommen, bis sie 1944 ins Konzentrationslager Ravensbrück kommt. Ich begegne dieser Thematik immer mit höchstem Respekt und bin immer wieder überwältigt von der Furchtlosigkeit der Menschen, die den Holocaust überlebten, den Mut aufbrachten sich im Widerstand zu engagieren, um anderen zu helfen und selbst in Gefangenschaft lebten. Eine davon ist Selma van de Perre. Sie selbst sagt, sie habe immer auch Ängste ausgestanden, sich von diesen aber nie bestimmen lassen. Das beeindruckende Portrait dieser bemerkenswerten Frau zeigt diese Biografie. Für das Buch sollte man sich Zeit nehmen, das verlangt schon der Inhalt. Bedauerlicherweise ist das Geleistete von Selma van de Perre hierzulande nicht sehr bekannt. Selma durchlebt eine unbeschwerte Kindheit in den Niederlanden. Ihre Eltern beschreibt sie durchweg als äußerst liberal und wertschätzend. Die finanziellen Sorgen sind in der Kindheit Selmas und ihrer Geschwister spürbar aber nicht bestimmend. Als der Krieg 1939 ausbricht, ahnen Selma und ihre Familie noch nicht, welche Folgen das für sie haben würde. Die nahende Bedrohung für Menschen jüdischer Herkunft wird immer spürbarer, bis es Juden bald verboten ist, Freizeitaktivitäten nachzugehen oder Geschäfte zu betreten. Das ganze Leben wird nur noch nach der eigenen Identität definiert. So bringt Selma ihre Mutter und ihre Schwester in Sicherheit und lebt unter falschem Namen, um unentdeckt zu bleiben. Ab 1942 leistet sie große Dienste für den niederländischen Widerstand und verschont viele Menschen vor einem schrecklichen Tod. Selma muss sich fortan verstecken, ihre Identität geheim halten und lebt unter dem Namen Margareta van der Kuit. Selbst ihre Verbündeten im Widerstand und engste Vertraute ahnen nichts von ihrer wahren Herkunft. Allein dieser Umstand muss einem Menschen ungeheure Selbstbeherrschung abverlangen und ist für uns heutzutage wohl unvorstellbar. Es gelingt Selma bis zu ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager zu verbergen, wer sie wirklich ist. Der Moment, in dem sie endlich aussprechen kann, wer sie ist, bedeutet ihr viel und war für mich in dem Buch eine Schlüsselszene. Es hat mich tief berührt und mitfühlen lassen, was diese Frau ertragen musste, ohne auch nur einen Bruchteil davon nachvollziehen zu können. Die Schilderungen über ihre Familie lesen sich sehr rührend und zeigen, wie sehr Selma van de Perre ihre Eltern und Geschwister liebte. Als sie später erfahren muss, dass sowohl ihre Mutter und Schwester, als auch ihr Vater auf grausame Weise ermordet wurden, bricht für Selma eine Welt zusammen. Trotz dieser Geschehnisse macht sie weiter und lässt sich von den Ereignissen ihrer unglaublichen Vergangenheit und den unvorstellbaren Verbrechen der Nazis nicht brechen. Sie berichtet von den schauderhaften Zuständen im Konzentrationslager, die mich immer wieder zum Pausieren beim Lesen zwangen. Sie blickt während des Erzählens zurück in glückliche Kindheitstage und fröhliche Zeiten. 1944 wird sie verhaftet, weil ein Vertrauter des Widerstands unter Androhung von Folter auspackt. Selma jedoch sieht diesen nie als Verräter an und ergreift im Gerichtsprozess nach Kriegsende sogar Partei für ihn. Auch das fand ich bemerkenswert. Über das Konzentrationslager im niederländischen Vught kommt Selma schließlich im September 1944 nach Ravensbrück. Wie es einem Menschen gelingen kann, all diese Erfahrungen zu verarbeiten, wird mir ein Rätsel bleiben. Selma van del Perre ist dies gelungen. Sie hat sich nach dem Krieg ins Leben zurück gekämpft, eine Familie gegründet und sich für die Aufklärung der Grausamkeiten des Nationalsozialismus, insbesondere der Zustände in Konzentrationslagern, stark gemacht. Ein Einblick in die Erfahrungen einer Zeitzeugin des Holocausts, der tief unter die Haut geht und unvergessen bleibt. Jeder Bericht eines Überlebenden ist immer wieder aufs Neue schwer zu ertragen und doch immens wichtig. Selma van de Perre ist eine überwältigende Frau, die niemals aufgegeben hat und mit 97 Jahren dieses Buch vor allem ihrer Familie widmete. Selma van de Perre ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die ich für ihren unschätzbaren Mut bewundere. Wir alle können ihr nur danken, dass sie ihre grausamen Erfahrungen im Konzentrationslager für die Nachwelt festgehalten hat, um so auf die Schicksale ihrer Familie und vieler unschuldiger Menschen aufmerksam zu machen.
"Sie war siebzehn, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Bis dahin hatte es keine große Rolle für sie gespielt, dass sie Jüdin war, doch plötzlich entschied diese Frage über Leben oder Tod. 1942 schloss sie sich dem niederländischen Widerstand an, lebte unter falschem Namen. Mehrmals konnte sie den Nazis entkommen, doch im Juli 1944 wurde sie verraten und nach Ravensbrück transportiert. Sie hat die Grauen des Konzentrationslagers überlebt, ihre Familie nicht. In dieser Zeit wusste niemand, dass sie Jüdin war, keiner kannte ihren Namen. Erst danach wagte sie wieder zu sagen: Mein Name ist Selma." Ich werde die Geschichte hinsichtlich der Geschehnisse bzw des Inhaltes nicht bewerten können, da es eine wahre und persönliche Geschichte ist. Ich bewerte nur wie ich das Gelesene empfunden habe. In knapp 230 Seiten erfährt man im Schnelldurchlauf das Leben von Selma. Ich fand die Erzählung sehr interessant und auch sehr wichtig, da sowas nie wieder passieren darf. Eine eindrucksvolle Erzählung mit einem flüssigen Schreibstil, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Jedoch waren die Geschehnisse für mich persönlich zu sachlich und zu kurz beschrieben. Zum Beispiel die Maßnahmen gegenüber den Juden oder der Widerstand gegen das deutsche Regime sind für mich einfach zu kurz gekommen. Die Schilderung des KZ war sehr eindringlich und grausam und dennoch schafft Selma mit ihrem starken Willen und einem Funken Hoffnung diese schreckliche Zeit zu überstehen. Insgesamt eine wichtiges Buch einer Zeitzeugin, dass ich defintiv empfehlen kann.
Ich kann den Inhalt schlecht in Worte fassen, aber eines kann ich ganz gewiss sagen: Selma van de Perre ist eine bemerkenswerte Frau. Nicht nur eine Holocaust-Überlebende, sondern auch eine Widerstandskämpferin. Wie oft hab ich beim Lesen gedacht, verdammt hat diese Frau Glück gehabt, aber nicht nur das, es waren auch kleine Zufälle, die sie am Leben erhalten hatten. Als die Nazis in die Niederlande einmarschieren, ist vieles schon zu spät. Ihre Brüder schaffen es außer Landes. Ihr Vater wird inhaftiert. Aufgrund ihres nicht typisch jüdischen Aussehens hat Selma gute Chance. Sie lernt Leute kennen, die ihr helfen, Ihre Mutter und jüngere Schwester zu verstecken. Zufällig gerät Selma in den Widerstand. Transportiert Pässe, Papiere und wichtige Informationen quer durchs Land. Immer auf der Hut und das gerade mal mit Anfang 20. Sie marschiert bei den Deutschen ein und aus und beschreibt in ihrem Buch, das die Nazis wohl nicht damit rechneten, das eine junge Jüdin in Ihre Quartiere hineinspaziert. Und wenn das nicht mal von Mut zeugt. Aufgrund eines Verrates wird sie inhaftiert. Als Nicht-Jüdin von jüdischen Freunden. Im Gefängnis teilen sich bis zu 20 Frauen eine Zelle. Es ist eng und bedrückend. Aufgrund ihrer neuen Identität verhält sie sich ruhig, ist schweigsam aus Angst, ihre jüdische Herkunft zu verraten. Mit dem Zug geht es später in ein Arbeitslager, waren die Verhältnisse im Gefängnis schon miserabel, so erwartete sie vor Ort noch ein viel größeres Übel. Und auch hier, durch die kleinsten Zufälle gerät sie als Sekretärin zur Firma Siemens. Sie hat unfassbar viel Leid miterleben müssen, hat beinahe ihre gesamte Familie an die Nazis verloren und hat dennoch nie aufgegeben, sie hat überlebt. Ich habe mir viele Zitate ausgeschrieben. Ihre Geschichte ist selbstredend sehr emotional und ein Appell an alle:, Die Geschichte darf sich nicht wiederholen.
Marga. So nennt sie sich. Diesen Namen haben ihr nicht ihre Eltern gegeben, sondern der Widerstand. Es wird lange dauern bis sie wieder sagen wird: Mein Name ist Selma. Der zweite Weltkrieg ist nicht nur ein wichtiges Thema, es ist auch ein spannendes Thema. Umso großartiger sind Tatsachenberichte. Erinnerungen der Menschen die ihn wirklich erlebt haben. Dieses Buch hat mich schon von der ersten Seite an begeistert. *** Selma ist eine junge Frau als der Krieg beginnt. Sie, wie viele andere auch, kann lange nicht begreifen was da vor sich geht. Mehr als einmal erklärt sie in dem Buch dass wir mit dem heutigen Wissen völlig anders auf viele Situationen reagiert hätten. Doch sie befand sich mitten im Auge des Sturms. Erst viele viele Jahre später wurden all die Grausamkeiten des Holocaust publik. Ein Wissen das heute zur Absoluten Allgemeinbildung gehört. Doch als Selma im September 1944 in das Konzentrationslager Ravensbrück gebracht wird ist sie sich nur einer Sache sicher: Es ist besser wenn niemand erfährt das 'Marga' eigentlich Selma heißt und Jüdin ist. *** Ich kann direkt sagen, für dieses Buch kann ich eine große Leseempfehlung aussprechen. Das hat mehrere Gründe! Zum einen ist das Buch unglaublich nahbar geschrieben. Ich fühlte mich als säße ich vor Frau van de Perre selbst und lausche ihrer Erzählung. Trotz des grausamen Themas schafft es die Dame ihre Geschichte mit einer Leichtigkeit und gar Heiterkeit zu erzählen die sie mir unglaublich sympathisch gemacht hat. Was ich auch großartig an dem Buch fand oder viel mehr an Selmas Geschichte ist ihr Charakter. Sie ist eine Heldin. Das kann man nicht anders sagen. Sie riskierte mehrfach ihr Leben um zu helfen. Sie musst so oft mutig sein und befand sich in Situationen wo ihr Leben auf dem Spiel stand. Und doch ist sie unglaublich bescheiden ihn ihrer Erzählung. Sie vergisst keine einzige gute Tat anderer ihr gegenüber. Spricht lobpreisend über ihre Mitstreiter des Widerstands, aber auch über andere Mitgefangene im KZ, die freundlich zu ihr waren. >>Das soll nicht heißen, dass ich keine Angst hatte, doch ich ließ mich nicht von der Angst überwältigen - der Wunsch, mich gegen die Nazis zu engagieren und Menschen zu helfen, die sich in Gefahr befanden, erwies sich als stärker.<< S. 88 In diesem ganzen Buch strahlt sie als Erzählerin unsagbar viel Güte und Optimismus aus. *** Ich danke Selma van der Perre für diesen Einblick in den Holocaust. Es ist noch immer so unglaublich wichtig den Zeitzeugen zu zu hören. Ihnen den Raum zu geben das zu erzählen was sie uns wissen lassen möchten von dieser schrecklichen Zeit. #NEVERFORGET #NEVERAGAIN Dieses Buch hat mich emotional auf eine Reise mitgenommen und dennoch mit viele Hoffnung erfüllt. *** Großartiger Bericht einer Zeitzeugin. Schenkt diesem Buch eure Aufmerksamkeit. Es lohnt sich.
Erst hat mich das Buch ein bisschen verwirrt: Sehr viele neue Namen, Städte und Informationen, aber ich habe gut in das Buch hineingefunden. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, er war einfach und klar verständlich. Das Buch ist sehr erschreckend, gibt aber gut wieder was zu dieser Zeit so vor sich ging. Ich finde Selma sehr inspirierend und unheimlich stark! Sie musste so viel durchmachen, hat soviel erlebt, soviel Trauer erfahren, hat jedoch nie aufgegeben! Sie war so mutig, hat so viel auf sich genommen um Leben zu retten, um Menschen zu helfen, das hat mich sehr beeindruckt! Ein richtiges Vorbild! Ich habe viel aus dem Buch mitgenommen und mehr über den Holocaust und den 2. Weltkrieg erfahren. Ich finde das Buch sehr empfehlenswert.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Selma van de Perre (1922-2025) war während des Zweiten Weltkriegs Mitglied der niederländischen Widerstandsbewegung. Kurz nach dem Krieg ging sie nach London, wo sie für die BBC arbeitete und ihren zukünftigen Mann kennenlernte, den belgischen Journalisten Hugo van de Perre. Einige Jahre lang arbeitete sie auch als Auslandskorrespondentin für einen niederländischen Fernsehsender.
Beiträge
keine Sterne Bewertung da Erfahrungsbericht . Wir starten in dem Buch mit den Eltern und deren Familienzugehörigkeit. Wir steigen in die Lebensumstände vor dem Krieg ein. Und wir erleben hautnah die ersten Diskriminierungen und Einschränkungen. Was das mit der Familie gemacht hat. Ihre Eltern waren, wie ganz viele Menschen, einfach ahnungslos was da noch kommt. . Selma entschließt sich in den Widerstand zu gehen. Ihr ersten Anfänge dort werden gut dargestellt und auch die Gefahren. Wir erleben so einige brenzlige Situationen. Es wird in diesem Buch aber auch deutlich, das viele nicht jüdische Menschen, geholfen haben. Vorrangig in diesem Buch Diplomaten, Ärzte und hochrangige Angestellte, die durch ihre Position viel gutes getan haben. Oder es zumindest versucht haben. Viele Kinder wurden gleich nach der Geburt aus den Krankenhäusern geholt und in Kinderheimen untergebracht. Und dann von nicht jüdischen Familien adoptiert. Das rettete vielen das Leben. Dennoch eine sehr schmerzliche und unaussprechliche Situation für die Eltern. . Durch ihre Aufgabe im Widerstand reist Selma sehr viel. Immer wieder wird es gefährlich. Ich als Leser habe förmlich mitgefiebert. Wie mutig diese junge Frau war. Es kommt dennoch zu Verhaftung. Das Leben nach der Inhaftierung in Ravensbrück wird hier ebenfalls aufgezeigt. Manche Sachen kann man einfach nicht fassen. Die Grausamkeit wird hier aber nur angerissen. Unsere Erzählerin hatte so oft, so viel Glück gehabt. Das Leben danach, mit dem Trauma und des Erlebten, macht einen sehr betroffen. Sie trifft aber auch Tot geglaubte wieder. Eine sehr starke und mutige Persönlichkeit. . Es war einfach bewundernswert, das doch so viel Menschlichkeit herrscht, bei so viel Schrecken und Ungerechtigkeit. Ein sehr wichtiges Buch.

Kein Vergeben, kein Vergessen. Es ist nun schon eine Weile her, dass ich dieses Buch beendet habe. Und es fällt mir auch mit etwas Abstand immer noch schwer, darüber zu schreiben. Kurz: Es ist wirklich sehr sehr lesenswert. Und es bewegt. Sehr sogar. Nach all den Jahren im Studium mit dem Schwerpunkt "Jugendwiderstand im Dritten Reich" und nach all den Büchern, die ich schon zu diesem Thema gelesen habe, berühren mich solche Geschichten, solche Lebensläufe immer noch zutiefst. Und ich bin froh und erleichtert, dass es so ist, dass man da offenbar nicht abstumpfen kann. Selma van de Perre wird am 7. Juni 2022 hundert Jahre alt. Ja, diese wahnsinnig starke Frau, für die all ihr Handeln für den Widerstand eine Unabdingbarkeit war, die alle Gefahren als selbstverständlich in Kauf nahm (es ging halt nicht anders), lebt noch. Und solange es auch nur irgendwie möglich ist (oder war - ich bin mir nicht sicher, ob sie es immer noch macht), fährt sie in jedem Jahr für eine Woche nach Ravensbrück, um an allen Gedenkveranstaltungen vor Ort aktiv teilzunehmen. Dort befand sich das größte deutsche Frauen-Konzentrationslager, in dem sie selbst mehrere Jahre inhaftiert war. Ein weiteres unverzichtbares Zeitdokument, ein weiteres sehr wichtiges Buch gegen das Vergessen. Aus dem Niederländischen von Simone Schroth. Danke @bloggerportal und @btb_verlag für das Rezensionsexemplar! #selmavandeperre #meinnameistselma #mijnnamisselma #btbverlag #bloggerportal #rezensionsexemplar #keinvergebenkeinvergessen #büchergegendasvergessen #bookstagramdeutschland #whatiread2022 #booksofinstagram #bookstagram #bücher #lesen #werbung #ausgelesen
So so wichtiges Buch. Jüdischer Widerstand gegen den NS ist viel zu wenig präsent und Selma van de Perre so eine beeindruckende Person.
Diese Woche jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 80. Mal. An diesem Tag stehen die Millionen Opfer des Nationalsozialismus im Zentrum. Und das ist unglaublich wichtig, gerade in einer Zeit, in der die offene Diskussion über ein Ende des angeblichen „Schuldkults“ politisch nicht mehr auf ein Lager beschränkt ist. Zugleich birgt aber ein unkritisches, selbstversicherndes Gedenken der post-nat1onals0z1alistischen Gesellschaft das Risiko, nur noch performativ zu sein. Dass Friedrich Merz und die Union beabsichtigen, am Tag des Gedenkens Gesetze durch den Bundestag zu bringen, notfalls mit Stimmen einer fasch1st1schen Partei, die genau die Grundsätze angreifen, die als Lehren aus der Vernichtung der Shoah, des Porajmos, der Tötung von Menschen mit Behinderung, politischen Gefangenen, Homosexuellen und vermeintlich „As0zialen“ gezogen wurden ist so unsäglich wie leider nicht überraschend. Der Opfer wird scheinbar gedacht, aber das #weremember bleibt ohne Konsequenz, #niewieder steht direkt neben gelebter Diskriminierung. Zusätzlich werden gerade Jüdinnen_Juden häufig auf ihren Opferstatus begrenzt. Allerdings stimmt das nicht: Viele von ihnen organisierten sich im Widerstand. Und es ist kein Zufall, dass wir ihre Namen kaum kennen. Deshalb will ich (und ja, die Vorrede ist diesmal sehr lang) heute ein Buch vorstellen, das gleich mehrere oft unterbeleuchtete Themen verhandelt. Den Bericht einer Überlebenden des KZ Ravensbrück, des einzigen Lagers für Frauen, einer jüdischen Widerstandskämpferin aus den Niederlanden, die über Jahre unter falscher Identität dabei half, Menschen das Leben zu retten. Die mittlerweile 102 Jahre alt ist und ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben hat, damit wir nicht vergessen: Selma van de Perre. Selma van de Perre, geboren 1922 als Selma Velleman, wuchs in einer liberalen jüdischen Familie in den Niederlanden auf. Ihre Eltern und ihre Schwester wurden erm0rdet, nachdem Deutschland die Niederlande besetzt hatte. Im Zuge dessen wurde ein großer Teil der niederländischen Jüdinnen_Juden deportiert und vernichtet. Sie selbst geriet als 20jährige eher zufällig in Kontakt mit einer Widerstandsgruppe. Mit blond gefärbten Haaren und gefälschter Identität gab sie sich als Nichtjüdin aus, schloss sich dem Widerstand an und wurde als politische Gefangene zunächst im auf niederländischem Boden errichteten KZ Vught und danach im KZ Ravensbrück interniert, in dem sie Zwangsarbeit für Siemens leisten musste. Im Gegensatz zu vielen ihrer Familienangehörigen und Mitkämpfer*innen überlebte sie die KZs und entging den T0desmärschen. Nach der Befreiung ging sie nach London, wurde Journalistin, heiratete und bekam ein Kind. Sie engagiert sich noch im hohen Alter gegen das Vergessen und fürs Gedenken an die Opfer des NS. In „Mein Name ist Selma“ beschreibt sie all dies und dass das Buch heißt, wie es heißt, ist kein Zufall. Denn wenn man einen weiteren Grund herausgreifen wollte, warum man dieses Buch lesen sollte, dann ist es neben der Thematisierung des Schicksals und des Widerstands niederländischer Jüdinnen_Juden und politischer Gegner*innen, den Erinnerungen einer Frau, der Darstellung der Zwangsarbeit bei Siemens und des Alltags in Rsvensbrück die Reflexion von Identität und der Gefahr von Identitätsverlust. Davon, was es heißt, in ständiger Angst vor der Entdeckung zu leben und gleichzeitig die Möglichkeit einer falschen Identität zu nutzen, um unter Lebensgefahr andere Menschen zu retten. Als angebliche Nichtjüdin die Schrecken zu überleben, oft, weil man großes Glück hat, während große Teile der Familie vernichtet werden. Selma van de Perres Stimme ist eine wichtige. Und deshalb lege ich euch dieses Buch sehr ans Herz.
• MEIN NAME IST SELMA • Heute ist der 8. Mai und in verschiedenen europäischen Ländern Gedenktag. 76 Jahre ist es her, dass das Deutsch Reich kapituliert hat und der Zweite Weltkrieg endlich beendet wurde. „Mein Name ist Selma“ ist ein autobiografisches Sachbuch über die Holocaust-Überlebende und Widerstandskämpferin Selma Van Perre. Selma steht im Mittelpunkt ihres Sachbuchs und lässt uns an ihrem bewegten Leben teilhaben, indem sie die einzelnen Etappen in der Ich-Perspektive schildert. Dabei berichtet sie von ihrer Familie, von Weggefährten, von Ängsten, Hoffnungen und dem Neubeginn. Besonders der Wandel von ihrem normalen Leben hin zu einem Leben als Jüdin in den besetzten Niederlanden fand ich besonders spannend. Ihre Wagnisse im Widerstand sind sehr, sehr beeindruckend und wirklich mutig. Von dieser Zeit hätte ich mir gerne noch mehr über Selmas Leben erfahren. Ein wirklich interessantes und lesenswertes Buches, welches einem sehr einfühlsam und mit der harten Realität zeigt, wie das Leben der Jüdin Selma war. Ihre Zeit und die genauen Beschreibungen ihrer Aufenthalte im Arbeitslager, die Befreiung und der Neubeginn sind wirklich sehr emotional. Auch heute finde ich es immer noch unbegreiflich, dass man Menschen so behandeln konnte. Dieses Buch erinnert und rüttelt auf. Die authentischen originalen Bilder von Selma, ihrer Familie, Freunde und Bekannte lassen einen ihre Lebensgeschichte noch besser nachvollziehen und geben einem einen kleinen Einblick in Aussehen, Stil und Emotionen. Die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges und die mutigen Taten der Menschen, die ihnen stolz entgegengetreten sind, dürfen nie in Vergessenheit geraten.“ gibt die Autorin ihren Lesern zu bedenken. Und „Dieses Buch soll Zeugnis unseres Kampfes gegen die Unmenschlichkeit sein.“
Worum geht´s? Als Selma 17 ist, bricht der Zweite Weltkrieg aus. Bisher hat es für sie und ihr Leben keine große Rolle gespielt, dass sie Jüdin ist. Als die Deutschen die Niederlande besetzen, ändert sich dies schlagartig. Untergetaucht und aktiv im Widerstand versucht Selma den Krieg und die Gräuel zu überleben und hat mehr als einmal einen Schutzengel auf ihrer Seite, wodurch es ihr gelingt, den Krieg und das Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben. “Noch immer kann ich kaum glauben, dass die Namen von Leuten, die unbehelligt hätten bleiben müssen, jetzt zu ihrem Gedenken auf Listen und Mahnmalen stehen - weil diese Menschen dem methodischsten Massenmordsystem zum Opfer fielen, das die Welt je gesehen hat. Meine Meinung: Ein großartiges Buch einer großartigen Frau! Tief berührt und voller Respekt habe ich Zeile um Zeile und Seite um Seite gelesen, stellte wieder einmal fest, wie schlecht und grauenvoll Menschen sein können und dennoch erfüllte mich ein Funken Hoffnung, denn es gab Menschen, die sich dem entgegenstellten. Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten, um anderen zu helfen. Selma van de Perre hat einen tollen Schreibstil. Der Tatsachenbericht und ihre eigene Biografie sind in einer so schönen Form niedergeschrieben, dass man kaum merkt, wie schnell man durch diese grauenvolle Zeit rennt. Die Zeitzeugin berichtet vom Anfang des Krieges, von einer Zeit des Umbruchs und dem Begreifen, dass sich schreckliche Dinge zu tragen. Auch Selma erkennt, in welcher Gefahr sie und ihre Familie schweben und engagiert sich, um ihre Mutter und kleine Schwester zu retten. Sie selbst bleibt zurück, verliert alles, außer der Hoffnung und ihrem unbändigen WIllen, zu überleben. Dennoch wird sie nach Ravensbrück deportiert. Die Zeit im KZ schildert sie so eindringlich, dass mir bisweilen schlecht wurde. Nach der Befreiung strauchelt sie sich durch ein neues Leben und versucht, die Geschehnisse aufzuarbeiten und in London Fuß zu fassen. Fazit: Unglaubliches Buch einer Zeitzeugin, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann! Über diese Epoche kann nicht zu viel berichtet werden! #niemalsvergessen
Als der zweite Weltkrieg ausbricht, ist Selma Velleman gerade siebzehn Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in den Niederlanden. Ihre jüdische Herkunft hat für die junge Frau bis dahin keine große Rolle gespielt. Das sollte sich schlagartig ändern. Selma schloss sich 1942 dem niederländischen Widerstand an und lebte lange unter falschem Namen um ihre Identität zu verbergen. So gelingt es ihr einige Zeit den Nazis zu entkommen, bis sie 1944 ins Konzentrationslager Ravensbrück kommt. Ich begegne dieser Thematik immer mit höchstem Respekt und bin immer wieder überwältigt von der Furchtlosigkeit der Menschen, die den Holocaust überlebten, den Mut aufbrachten sich im Widerstand zu engagieren, um anderen zu helfen und selbst in Gefangenschaft lebten. Eine davon ist Selma van de Perre. Sie selbst sagt, sie habe immer auch Ängste ausgestanden, sich von diesen aber nie bestimmen lassen. Das beeindruckende Portrait dieser bemerkenswerten Frau zeigt diese Biografie. Für das Buch sollte man sich Zeit nehmen, das verlangt schon der Inhalt. Bedauerlicherweise ist das Geleistete von Selma van de Perre hierzulande nicht sehr bekannt. Selma durchlebt eine unbeschwerte Kindheit in den Niederlanden. Ihre Eltern beschreibt sie durchweg als äußerst liberal und wertschätzend. Die finanziellen Sorgen sind in der Kindheit Selmas und ihrer Geschwister spürbar aber nicht bestimmend. Als der Krieg 1939 ausbricht, ahnen Selma und ihre Familie noch nicht, welche Folgen das für sie haben würde. Die nahende Bedrohung für Menschen jüdischer Herkunft wird immer spürbarer, bis es Juden bald verboten ist, Freizeitaktivitäten nachzugehen oder Geschäfte zu betreten. Das ganze Leben wird nur noch nach der eigenen Identität definiert. So bringt Selma ihre Mutter und ihre Schwester in Sicherheit und lebt unter falschem Namen, um unentdeckt zu bleiben. Ab 1942 leistet sie große Dienste für den niederländischen Widerstand und verschont viele Menschen vor einem schrecklichen Tod. Selma muss sich fortan verstecken, ihre Identität geheim halten und lebt unter dem Namen Margareta van der Kuit. Selbst ihre Verbündeten im Widerstand und engste Vertraute ahnen nichts von ihrer wahren Herkunft. Allein dieser Umstand muss einem Menschen ungeheure Selbstbeherrschung abverlangen und ist für uns heutzutage wohl unvorstellbar. Es gelingt Selma bis zu ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager zu verbergen, wer sie wirklich ist. Der Moment, in dem sie endlich aussprechen kann, wer sie ist, bedeutet ihr viel und war für mich in dem Buch eine Schlüsselszene. Es hat mich tief berührt und mitfühlen lassen, was diese Frau ertragen musste, ohne auch nur einen Bruchteil davon nachvollziehen zu können. Die Schilderungen über ihre Familie lesen sich sehr rührend und zeigen, wie sehr Selma van de Perre ihre Eltern und Geschwister liebte. Als sie später erfahren muss, dass sowohl ihre Mutter und Schwester, als auch ihr Vater auf grausame Weise ermordet wurden, bricht für Selma eine Welt zusammen. Trotz dieser Geschehnisse macht sie weiter und lässt sich von den Ereignissen ihrer unglaublichen Vergangenheit und den unvorstellbaren Verbrechen der Nazis nicht brechen. Sie berichtet von den schauderhaften Zuständen im Konzentrationslager, die mich immer wieder zum Pausieren beim Lesen zwangen. Sie blickt während des Erzählens zurück in glückliche Kindheitstage und fröhliche Zeiten. 1944 wird sie verhaftet, weil ein Vertrauter des Widerstands unter Androhung von Folter auspackt. Selma jedoch sieht diesen nie als Verräter an und ergreift im Gerichtsprozess nach Kriegsende sogar Partei für ihn. Auch das fand ich bemerkenswert. Über das Konzentrationslager im niederländischen Vught kommt Selma schließlich im September 1944 nach Ravensbrück. Wie es einem Menschen gelingen kann, all diese Erfahrungen zu verarbeiten, wird mir ein Rätsel bleiben. Selma van del Perre ist dies gelungen. Sie hat sich nach dem Krieg ins Leben zurück gekämpft, eine Familie gegründet und sich für die Aufklärung der Grausamkeiten des Nationalsozialismus, insbesondere der Zustände in Konzentrationslagern, stark gemacht. Ein Einblick in die Erfahrungen einer Zeitzeugin des Holocausts, der tief unter die Haut geht und unvergessen bleibt. Jeder Bericht eines Überlebenden ist immer wieder aufs Neue schwer zu ertragen und doch immens wichtig. Selma van de Perre ist eine überwältigende Frau, die niemals aufgegeben hat und mit 97 Jahren dieses Buch vor allem ihrer Familie widmete. Selma van de Perre ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die ich für ihren unschätzbaren Mut bewundere. Wir alle können ihr nur danken, dass sie ihre grausamen Erfahrungen im Konzentrationslager für die Nachwelt festgehalten hat, um so auf die Schicksale ihrer Familie und vieler unschuldiger Menschen aufmerksam zu machen.
"Sie war siebzehn, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Bis dahin hatte es keine große Rolle für sie gespielt, dass sie Jüdin war, doch plötzlich entschied diese Frage über Leben oder Tod. 1942 schloss sie sich dem niederländischen Widerstand an, lebte unter falschem Namen. Mehrmals konnte sie den Nazis entkommen, doch im Juli 1944 wurde sie verraten und nach Ravensbrück transportiert. Sie hat die Grauen des Konzentrationslagers überlebt, ihre Familie nicht. In dieser Zeit wusste niemand, dass sie Jüdin war, keiner kannte ihren Namen. Erst danach wagte sie wieder zu sagen: Mein Name ist Selma." Ich werde die Geschichte hinsichtlich der Geschehnisse bzw des Inhaltes nicht bewerten können, da es eine wahre und persönliche Geschichte ist. Ich bewerte nur wie ich das Gelesene empfunden habe. In knapp 230 Seiten erfährt man im Schnelldurchlauf das Leben von Selma. Ich fand die Erzählung sehr interessant und auch sehr wichtig, da sowas nie wieder passieren darf. Eine eindrucksvolle Erzählung mit einem flüssigen Schreibstil, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Jedoch waren die Geschehnisse für mich persönlich zu sachlich und zu kurz beschrieben. Zum Beispiel die Maßnahmen gegenüber den Juden oder der Widerstand gegen das deutsche Regime sind für mich einfach zu kurz gekommen. Die Schilderung des KZ war sehr eindringlich und grausam und dennoch schafft Selma mit ihrem starken Willen und einem Funken Hoffnung diese schreckliche Zeit zu überstehen. Insgesamt eine wichtiges Buch einer Zeitzeugin, dass ich defintiv empfehlen kann.
Ich kann den Inhalt schlecht in Worte fassen, aber eines kann ich ganz gewiss sagen: Selma van de Perre ist eine bemerkenswerte Frau. Nicht nur eine Holocaust-Überlebende, sondern auch eine Widerstandskämpferin. Wie oft hab ich beim Lesen gedacht, verdammt hat diese Frau Glück gehabt, aber nicht nur das, es waren auch kleine Zufälle, die sie am Leben erhalten hatten. Als die Nazis in die Niederlande einmarschieren, ist vieles schon zu spät. Ihre Brüder schaffen es außer Landes. Ihr Vater wird inhaftiert. Aufgrund ihres nicht typisch jüdischen Aussehens hat Selma gute Chance. Sie lernt Leute kennen, die ihr helfen, Ihre Mutter und jüngere Schwester zu verstecken. Zufällig gerät Selma in den Widerstand. Transportiert Pässe, Papiere und wichtige Informationen quer durchs Land. Immer auf der Hut und das gerade mal mit Anfang 20. Sie marschiert bei den Deutschen ein und aus und beschreibt in ihrem Buch, das die Nazis wohl nicht damit rechneten, das eine junge Jüdin in Ihre Quartiere hineinspaziert. Und wenn das nicht mal von Mut zeugt. Aufgrund eines Verrates wird sie inhaftiert. Als Nicht-Jüdin von jüdischen Freunden. Im Gefängnis teilen sich bis zu 20 Frauen eine Zelle. Es ist eng und bedrückend. Aufgrund ihrer neuen Identität verhält sie sich ruhig, ist schweigsam aus Angst, ihre jüdische Herkunft zu verraten. Mit dem Zug geht es später in ein Arbeitslager, waren die Verhältnisse im Gefängnis schon miserabel, so erwartete sie vor Ort noch ein viel größeres Übel. Und auch hier, durch die kleinsten Zufälle gerät sie als Sekretärin zur Firma Siemens. Sie hat unfassbar viel Leid miterleben müssen, hat beinahe ihre gesamte Familie an die Nazis verloren und hat dennoch nie aufgegeben, sie hat überlebt. Ich habe mir viele Zitate ausgeschrieben. Ihre Geschichte ist selbstredend sehr emotional und ein Appell an alle:, Die Geschichte darf sich nicht wiederholen.
Marga. So nennt sie sich. Diesen Namen haben ihr nicht ihre Eltern gegeben, sondern der Widerstand. Es wird lange dauern bis sie wieder sagen wird: Mein Name ist Selma. Der zweite Weltkrieg ist nicht nur ein wichtiges Thema, es ist auch ein spannendes Thema. Umso großartiger sind Tatsachenberichte. Erinnerungen der Menschen die ihn wirklich erlebt haben. Dieses Buch hat mich schon von der ersten Seite an begeistert. *** Selma ist eine junge Frau als der Krieg beginnt. Sie, wie viele andere auch, kann lange nicht begreifen was da vor sich geht. Mehr als einmal erklärt sie in dem Buch dass wir mit dem heutigen Wissen völlig anders auf viele Situationen reagiert hätten. Doch sie befand sich mitten im Auge des Sturms. Erst viele viele Jahre später wurden all die Grausamkeiten des Holocaust publik. Ein Wissen das heute zur Absoluten Allgemeinbildung gehört. Doch als Selma im September 1944 in das Konzentrationslager Ravensbrück gebracht wird ist sie sich nur einer Sache sicher: Es ist besser wenn niemand erfährt das 'Marga' eigentlich Selma heißt und Jüdin ist. *** Ich kann direkt sagen, für dieses Buch kann ich eine große Leseempfehlung aussprechen. Das hat mehrere Gründe! Zum einen ist das Buch unglaublich nahbar geschrieben. Ich fühlte mich als säße ich vor Frau van de Perre selbst und lausche ihrer Erzählung. Trotz des grausamen Themas schafft es die Dame ihre Geschichte mit einer Leichtigkeit und gar Heiterkeit zu erzählen die sie mir unglaublich sympathisch gemacht hat. Was ich auch großartig an dem Buch fand oder viel mehr an Selmas Geschichte ist ihr Charakter. Sie ist eine Heldin. Das kann man nicht anders sagen. Sie riskierte mehrfach ihr Leben um zu helfen. Sie musst so oft mutig sein und befand sich in Situationen wo ihr Leben auf dem Spiel stand. Und doch ist sie unglaublich bescheiden ihn ihrer Erzählung. Sie vergisst keine einzige gute Tat anderer ihr gegenüber. Spricht lobpreisend über ihre Mitstreiter des Widerstands, aber auch über andere Mitgefangene im KZ, die freundlich zu ihr waren. >>Das soll nicht heißen, dass ich keine Angst hatte, doch ich ließ mich nicht von der Angst überwältigen - der Wunsch, mich gegen die Nazis zu engagieren und Menschen zu helfen, die sich in Gefahr befanden, erwies sich als stärker.<< S. 88 In diesem ganzen Buch strahlt sie als Erzählerin unsagbar viel Güte und Optimismus aus. *** Ich danke Selma van der Perre für diesen Einblick in den Holocaust. Es ist noch immer so unglaublich wichtig den Zeitzeugen zu zu hören. Ihnen den Raum zu geben das zu erzählen was sie uns wissen lassen möchten von dieser schrecklichen Zeit. #NEVERFORGET #NEVERAGAIN Dieses Buch hat mich emotional auf eine Reise mitgenommen und dennoch mit viele Hoffnung erfüllt. *** Großartiger Bericht einer Zeitzeugin. Schenkt diesem Buch eure Aufmerksamkeit. Es lohnt sich.
Erst hat mich das Buch ein bisschen verwirrt: Sehr viele neue Namen, Städte und Informationen, aber ich habe gut in das Buch hineingefunden. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, er war einfach und klar verständlich. Das Buch ist sehr erschreckend, gibt aber gut wieder was zu dieser Zeit so vor sich ging. Ich finde Selma sehr inspirierend und unheimlich stark! Sie musste so viel durchmachen, hat soviel erlebt, soviel Trauer erfahren, hat jedoch nie aufgegeben! Sie war so mutig, hat so viel auf sich genommen um Leben zu retten, um Menschen zu helfen, das hat mich sehr beeindruckt! Ein richtiges Vorbild! Ich habe viel aus dem Buch mitgenommen und mehr über den Holocaust und den 2. Weltkrieg erfahren. Ich finde das Buch sehr empfehlenswert.













