Blick ins Buch

Romane

Die Unberührten

4,0(3)
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

„Die Unberührten“ erzählt die Geschichte von Antonia und Balthasar, zwei Bauernkindern aus dem Rheintal, die 1924, während der großen Depression, zur Kinderarbeit nach Amerika verkauft werden. Auf der Schiffspassage lernen sie sich kennen und bleiben fast sieben elende Jahre unzertrennlich. Sieben Jahre, in denen sie in einem Pfeiler der Brooklyn Bridge hausen, von der Hand in den Mund leben und Antonia ihren Körper verkaufen muss. Inmitten all dieser widrigen Umstände entwickelt sich eine tiefe Liebe zwischen den beiden. Ihr gemeinsames Leben hat ein Ende, als eines Tages Aron Fleisig, der junge Korrepetitor der Metropolitan Opera, Antonia singen hört. Er bietet ihr eine Karriere als Sängerin und seine Hand an. Antonia steht vor der Prüfung ihres Lebens: Bei Balthasar zu bleiben oder die Stelle im Chor der Oper anzutreten, endlich Englisch zu lernen und Armut und Elend zu entkommen. Sie entscheidet sich gegen Balthasar, nimmt Arons Heiratsantrag an und wird zu einer gefeierten Opernsängerin.Mit der erzählerischen und sprachlichen Gewalt dieses Romans kehrt Robert Schneider zu der literarischen Qualität seines Erstlingsromans „Schlafes Bruder“ zurück. Er greift alte Themen wieder auf – so z.B. den Antagonismus von Stadt und Land, die Magie der Musik – und entführt den Leser erneut in eine ganz eigene Welt der Bilder und Gefühle, eine Welt voller Ahnungen und Eingebungen, die einen zutiefst zu berühren vermag.

Editionen (2)

ISBN9783442728046
Verlagbtb
Erscheinungsdatum02.02.04
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

Tippen zum Filtern

  • steffialy
    steffialy

    24 Follower

    2,5

    Harte Kost

    Also gleich vorab: Meiner Meinung nach enthält das Buch viele Trigger für emotional herausfordernde Themen. Sei es Depressive Stimmung, sexuelle Gewalt und Nötigung oder pure Gewalt. Wer in den Bereichen Triggerpunkte hat, sollte das Buch lieber nicht lesen. Das Buch handelt von Antonia Saaler und ihrer Geschichte der Kindheit in St. Damian, ihrer Entdeckung von Stimme und Musik, von Armut, ihrem „Verkauf“ nach Amerika und der dortigen Entwicklung zur bettelarmen und misshandelten Prostituierten sowie ihrem Aufstieg zur Opernsängerin. Es ist, wie schon oben angekündigt, ein emotional absolut herausforderndes Buch. Die Sprache, gerade während der Erzählung ihrer Kindheit, ist teilweise wirklich schwer verständlich und mit österreichischen Dialekt besetzt. In späteren Verlauf werden Gedanken von Gewaltopfern thematisiert, die man leider auch aus der Realität kennt. Kurz gesagt zeigt einem das Buch, wie die Menschheit eigentlich ist. Schlecht. Wer sich Zeit nimmt, um die Sprache und die Thematik nachzuvollziehen, sich hineinzuversetzen in das Leid, welches sich mit Glück abwechselt, dem kann ich das Buch empfehlen. Aber definitiv ist es nichts für den Alltag, oder um es nebenher zu lesen. Ich gebe dem Buch 2,5 Sterne. Mir hat sich gezeigt, dass ich Bücher mit derart depressiven und abgründigen Gedanken nicht gut finde. Der musikalische Teil hebt das für mich leider nicht auf (auch wenn dieser Teil wirklich gelungen ist).

    Harte Kost

    28. Sept. 2025

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick