Liebestöter

Liebestöter

von Alma Bayer·Buch 2 von 2
Taschenbuch
2.84
WildfutterRosenheimErfolgreiche FrauenCoaching

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Beschreibung

Sie ist eine Frau und sie ist erfolgreich. Zuviel für Rosenheims Männerwelt?

Vitus Pangratz, Kommissar AD, und seine Tochter Johanna "Jo" Coleman ermitteln in ihrem zweiten Fall: In der beschaulichen Rosenheimer Altstadt wird eine Coaching-Agentur für selbstbewusste und erfolgreiche Frauen eröffnet. Das gefällt nicht jedem. Als jedoch ein Mordanschlag auf die "Weiberheldin"-Inhaberin Marina Pfister verübt wird, stellt sich heraus, dass diese unter der Ladentheke auch noch ganz andere aufmunternde Dinge an die Frau brachte. Ein Grund, sie mundtot zu machen?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Weibliche Ermittler
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
512
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Hinter dem Pseudonym Alma Bayer verbirgt sich eine Autorin aus Oberbayern. Nachdem sie 15 Jahren lang als Journalistin in der Welt unterwegs war, zog sie zurück in ihre Heimat und wechselte von den Fakten zur Fantasie. Die bayrische Seele lässt sich ohnehin nur mit Vorstellungskraft, wildem Witz und viel Herz wahrhaftig beschreiben.

Beiträge

3
Alle
2

Zu viel des Guten.

Inhalt: Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit macht sie sich Feinde. Als eine vermeintlich neue Klientin ihre Agentur betritt, verübt diese einen Mordanschlag auf Marina. Sie überlebt knapp, kann aber vorerst nicht befragt werden. Ex-Kommissar Vitus Pangratz, der eine Detektei betreibt, nimmt privat Ermittlungen auf. Schließlich ist Marina eine Freundin von seiner Tochter Johanna, auch Jo genannt...... Leseeindruck: "Liebestöter" ist der 2. Band mit dem Ex-kommissar Vitus Pangratz und seiner Tochter Jo. Ich kenne den Vorgänger nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten hineinzukommen. Leider hat mir der Krimi trotzdem nicht gefallen. Neben dem Thema Liebe - hier ist der Titel Programm - steht vor allem die bayrische Lebensart im Vordergrund. Ich lese gerne Krimis aus Deutschlands südlichem Bundesland. Nur hier war mir zu viel von allem. Die Bayern und ihre Art werden in den Himmel gehoben und etwas überzogen dargestellt. Von der Idee her toll. Es gibt zudem viele einfache Ausdrücke aus dem bayrischen Dialekt. Auch das passt in diese Art von Krimi. Leider wurde dies im Nachgang aber immer wieder kommentiert und erklärt. Das hat mir die Freude am Lesen genommen. Warum, sobald Johanna auftaucht, grundsätzlich betont werden musste, dass sie Jo genannt werden möchte, verstehe ich auch nicht. Einmal hätte durchaus genügt. Nach kurzer Zeit habe ich nur noch sporadisch ein paar Seiten gelesen. Vor allem, um nach der Auflösung bzw. dem Mörder zu schauen. Auf den wäre ich wahrscheinlich nicht gekommen. Fazit: Mich konnte "Liebestöter" nicht begeistern. Das letzte Drittel empfand ich jedoch spannend. Der Schreibstil ist zackig und nach meinem Geschmack. Die vielen Erklärungen zu jeder Kleinigkeit haben mich im Lesefluss gebremst. Das ist vor allem auch der Grund warum ich nach einiger Zeit nicht mehr Seite für Seite gelesen habe.

Zu viel des Guten.
2

Das Cover finde ich ganz gut, aber es passt irgendwie nicht ganz dazu. Für mich sieht es eher nach einem Liebesroman, der in Bayern oder Österreich spielt aus, dabei ist es ein Krimi. Nicht gut gewählt. Aber diese kleine Verfehlung der Coverwahl (in meinen Augen) passt wieder zum Rest, der mir nicht gefallen hat. Dieses Buch ist super schlecht lektoriert, finde ich. Immer wieder gibt es Flüchtigkeitsfehler, Wortanfänge stimmen nicht, Namen sind vertauscht. Das war an manchen Stellen sehr unschön zu lesen. Vor allem, weil es teilweise so offensichtliche Dinge waren. Dazu kam, dass das Ende überzogen und leider auch etwas unlogisch war. Ich möchte nicht spoilern, falls doch noch jemand dieses Buch lesen möchte, aber so wie das Ende geschrieben wurde, hat jemand sich wirklich Dinge aus der Luft gegriffen. Und das finde ich sehr schade, da ich denke, dass das jemandem auffallen müsste... Das Buch hat knapp 500 Seiten und ab Seite 300 ungefähr verpuffte meine Motivation das Buch zu lesen. Das liegt gar nicht an einem Ereignis. Ich konnte ein paar Tage das Buch nicht lesen und dann zerstörten die fehlenden 200 Seiten meine Motivation. Mit nur 300 bis 250 Seiten für diese Geschichte wäre es auch ein guter Krimi gewesen. Für mich war die Geschichte viel zu sehr in die Länge gezogen. Mit den Figuren wusste ich am Anfang auch nicht so sehr etwas anzufangen. Der Einstieg klappte nicht gut und ich wurde nicht mit ihnen warm. Das hat sich über die Ereignisse der Geschichte leider nicht geändert. Bis zum Ende wirkten die Figuren nicht mit sich im Reinen. Sie wussten nicht, was sie wollten, wirkten nicht rund, so als hätte die Autorin an manchen Stellen "Lücken im Lebenslauf" gelassen.

4

Abtauchen in die Altstadt von Rosenheim, die nebenbei bemerkt traumhaft schön ist. Doch nicht nur die wunderschöne Stadt, sondern auch der Schreibstil und der Humor der Autorin nimmt einen direkt ab der ersten Seite mit. So ist es nicht verwunderlich, dass in der bayrischen Stadt natürlich auch Mundart gesprochen wird und für die, die im bayrischen Dialekt eben nicht so gut sind, gibt es die Erklärung auf Hochdeutsch immer unmittelbar im selben Satz oder spätestens im Nächsten. Im Kontext versteht man somit sehr gut, was gemeint ist beziehungsweise der jeweilige Protagonist da so von sich gibt. Die Kapitel sind überwiegend relativ kurz, was mir persönlich sehr zusagt. Protagonisten gibt es einige, und wer da glaubt, da käme man durcheinander, dem kann ich nur sagen weit davon gefehlt. Ich persönlich tue mir auch mit zu vielen Protagonisten immer schwer, doch hier stimmt einfach das Gesamtbild. So ist auch jeder Protagonist für sich speziell, was innerhalb der Geschichte für den Leser ein Wiedererkennungsmerkmal schafft. Eines haben jedoch alle gemeinsam, jeder ist mit seinen eigenen Problemen beschäftigt und so kam es mir am Anfang, was die Ermittlungsarbeiten im Fall Marina Pfister betrifft, doch sehr schleppend vor und gar nicht so als würde ich einen Krimi lesen. Dabei war der Anfang wo es schon recht schnell um die eigentliche verübte Tat ging, schon sehr spannend. Die Ermittlungsarbeit kommt auch, allerdings eher zum Ende des Buches hin und da ging es mir dann irgendwie zu schnell mit. Pannen bleiben dabei natürlich auch nicht aus, steigern aber an dieser Stelle auch einfach nochmal den humorvollen Gehalt des Buches. Die Geschichte an sich ist chronologisch aufgebaut, es gibt jedoch kurze Rückblenden in die Vergangenheit in Form von Tonaufnahmen, welche durch Marina Pfister angefertigt wurden. Zu erkennen sind die Tonaufnahmen in der kursiven Schrift. Abgehört werden diese Tonaufnahmen durch den Täter, für den Leser selbst ergibt sich dadurch zwar ein Bild von Marina Pfister, selten kann er aber aus diesen Tonaufnahmen heraus lesen, mit wem Marina spricht. Der Täter wiederum weiß es, denn in Rosenheim kennt natürlich jeder jeden, ist ja klar. Insgesamt habe ich mich von diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt und es sehr gerne gelesen, die Geschichte an sich sowie das Ende waren schlüssig und übereinstimmend und der Spannungsbogen wurde bis zuletzt gehalten. Denn trotz weniger Ermittlungsarbeiten, oder vielleicht auch gerade deswegen, hatte ich immer mal wieder eine Theorie den Täter betreffend. Diese bewahrheitete sich am Ende nicht, was für mich einen guten Krimi ausmacht. Meine Bewertung lautet daher: 4 Sterne {Die Rezension basiert auf einem vom Verlag überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst}

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