Blick ins Buch

Historische Romane

Goldene Träume. Die Münchner Ärztinnen

4,1(40)
Softcover13,00 €E-Book9,99 €
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

München 1898: Lulu, Elsa und Fanny könnten nicht unterschiedlicher sein, doch eines verbindet die drei jungen Frauen: Sie wollen Ärztinnen werden. Aber an der Universität sind Frauen offiziell nicht erwünscht, und von Gleichberechtigung ist die bayerische Hauptstadt nicht nur in der Wissenschaft weit entfernt. Lulus Vater, Direktor des Haunerschen Kinderspitals, will seine Tochter lieber standesgemäß verheiraten. Um das zu verhindern, verbündet sich Lulu mit der angehenden Novizin Elsa und der blitzgescheiten Fanny. Gemeinsam wollen sie sich gegen die konservativen Statuten auflehnen. Doch die drei Freundinnen haben keine Ahnung, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen, um ihren großen Traum zu verwirklichen ...

Editionen (2)

ISBN9783442494422
VerlagGoldmann
Erscheinungsdatum19.11.25
Seitenzahl576

Rezensionen & Bewertungen

40 Bewertungen

8 Rezensionen

4,1

Tippen zum Filtern

  • evaslesezeit
    evaslesezeit

    532 Follower

    5,0

    Großartig!

    Drei junge Frauen, die für ihre Träume einstehen! München, 1898: Die erste Begegnung der drei jungen Frauen könnte nicht schicksalshafter sein. Befindet Fanny sich doch gerade auf der Flucht vor einem Gendarmen, Lulu verlässt das Haunersche Kinderhospital nachdem sie dort bei der Geschenkeübergabe mit Prinzessin Ludwig zugegen war und Elsa stürzt mit ihrem Koffer, der schwer wie Blei ist, als sie am Rinnstein hängen bleibt. Natürlich eilt Lulu ihr gleich zu Hilfe und auch Fanny gerät versehentlich mitten hinein zwischen die beiden jungen Frauen. Obwohl Lulu der gerade obdachlos gewordenen Elsa ein Zimmer im Kinderhospital besorgt und sich auch auf um ihren verstauchten Knöchel kümmert, begegnen sie Fanny erst später wieder. Denn Fanny wurde aus Niederbayern nur nach München geschickt, um ihrem Medizin studierenden Bruder Anton den Haushalt zu besorgen. Dabei war es doch Fanny, die immer Medizin studieren und Ärztin werden wollte. Deshalb liest sie auch eifrig seine Bücher, schreibt ihm Hausarbeiten und geht schließlich, nachdem sie erfahren hat, dass er nie die Vorlesungen besucht, auch noch als Mann verkleidet in die Universität. Lulu dagegen hätte den Zugang zum Kinderhospital und geht dort regelmäßig ein und aus, soll aber lieber standesgemäß heiraten, statt ihrem Vater, dem Klinikdirektor, als Ärztin nachzufolgen. Auch Elsa teilt das Schicksal der beiden anderen Frauen, denn sie hat das Abitur, wird aber an der Universität nicht zum Studium zugelassen und ihr Fürsprecher, ihr Vater, ist vor einiger Zeit verstorben. Nun verdient sie sich als ungelernte Krankenwärterin, um wenigstens irgendwie in der Nähe der Kranken sein zu können und nicht wieder zur Mutter zurückkehren zu müssen. Als sie sich wiedertreffen, spüren sie schnell, dass sie einander helfen können und eine Freundschaft erwächst... Ina Bach ist das Pseudonym der deutschen Autorin Regina Ramstetter beziehungsweise Ina Resch, die bekannt durch Krimis und Kurzgeschichten ist. In diesem Roman widmet sie sich ganz der Medizin zur Jahrhundertwende und den Rechten der Frauen. Die Fakten rund um die Medizin wurden sehr gründlich recherchiert und sind trotz Fachbegriffen auch für Laien gut verständlich. Eingeteilt ist der Roman in längere Kapitel, die immer ein Quartal umfassen. Darin wechseln regelmäßig die Schauplätze und somit Perspektiven, was als Unterteilung der langen Kapitel benutzt wird. Leider hatte ich in letzter Zeit eher wenig Zeit und auch Lust viel zu lesen und steckte ein wenig in einer Leseflaute fest. Dieses Buch hat mich aber komplett herausgerissen und ich habe die 550 Seiten innerhalb nur eines Tages gelesen. Denn ich konnte einfach nicht mehr aufhören und war gefesselt von den drei jungen Frauen, die mich sehr beeindruckt haben, aber auch die medizinischen Einblicke in die damalige Zeit sind sehr interessant und so gut geschildert, dass ich viel Neues gelernt habe. Ein rundum perfekt gelungener Reihenauftakt!

    Großartig!

    7. Juli 2025

  • 3,5

    Exzellent recherchierte, historische Fakten treffen auf fünf sehr verschiedene, junge Frauen im München um die vorletzte Jahrtausendwende. Neben den ebenfalls interessanten Themen Frauenrechte und Entwicklung des Velozipeds, fand das vom Titel versprochene Thema Medizin, für meinen Geschmack zu wenig Raum. Wenngleich ein spannender Blick auf die Pädatrie möglich war. Der Beginn der Geschichte zog sich für mich deutlich zu lange hin, erst in der 2. Buchhälfte wurde sie nach und nach mitreißender. Von den fünf Protagonistinnen konnte ich leider keiner wirklich nahe kommen, was meine Verbindung zum Buch bedauerlicherweise nicht besonders eng werden ließ. Was klar zutage trat, war die Tatsache, welche große Entwicklung die Rechtegleichheit, bei allen Baustellen, die es diesbezüglich noch gibt, seither gemacht hat. Bleibt zu hoffen, dass wir auf diesem bleiben.

    16. März 2025

  • krokussine.liest
    krokussine.liest

    116 Follower

    3,5

    «Derjenige Staat, in dem die Weiber professions- oder sportmässig in die politischen und wissenschaftlichen Berufe hineinpfuschen, ist dem Untergang geweiht.» - aus Goldene Träume, die Münchner Ärztinnen – Am Ende des 19. Jahrhunderts herrschte verbreitet die Ansicht, gebildete erwerbstätige, geschweige denn studierte Frauen würden die Gesellschaft schwächen, ja gar vergraulen. Ein akademischer Werdegang von Frauen war kaum möglich und wurde unter der Annahme belächelt, Frauen hätten dafür sowieso zu kleine Gehirne. Im konservativen München war diese Meinung noch verbreiteter als in den moderneren Städten wie Berlin. Trotzdem verbündeten sich immer mehr Leute – nicht nur Frauen – und forderten die gleichen gesellschaftlichen Rechte wie sie den Männern uneingeschränkt zustanden. Auch die drei jungen Frauen Lulu, Elsa und Fanny träumen von einer Zukunft als Ärztinnen, sie werden durch eine Zufällige Begegnung an einem Heiligen Abend schon bald zu Freundinnen und verbündeten. Nur stellt ihnen das Leben und die Gesellschaft auf ihrem Weg immer wieder grosse Hürden in den Weg und die Frauen müssen teils widrige Wege einschlagen. Können die drei Frauen trotz den konservativen Konventionen auf eine Zukunft als Ärztinnen hoffen? Fazit: Am Anfang zog sich die Geschichte für mich ziemlich in die Länge, dies wandelte sich jedoch je weiter ich las und schlussendlich packte mich die Geschichte doch noch. Ich litt mit den drei Hauptprotagonistinnen mit, wie wenig eine Frau zu jener Zeit zu sagen hatte, lässt mich immer wieder sprachlos zurück. Der Einblick in das damalige Medizinstudium hat mir gut gefallen, obwohl die Beschreibungen für meinen Geschmack zeitweise zu ausführlich waren. Die in der Geschichte entstehende Freundschaft zwischen den Hauptprotagonistinnen fand ich authentisch und bereichernd, auch die beiden Nebenprotagonistinnen Änny und Ida finden ihren passenden Platz im Buch. Das Buch ist von Anfang bis Ende sehr gut recherchiert, die Lebensarten der Münchner Bevölkerung kommt sehr gut zur Geltung. Ich werde die Fortsetzung dieser Ärztinnen-Saga auf jeden Fall weiterverfolgen, Band zwei erscheint bereits in den folgenden Tagen.

    12. Jan. 2025

3 von 8 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 576100%
alicek
alicek17. Dez. 2025

Ein sehr tolles Buch aus drei unterschiedlichen Perspektiven, freue mich auf den nächsten Teil :)

Autorin / Autor

Über Ina Bach

Ina Bach ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die bereits Kriminalromane veröffentlich hat. Neben dem Nervenkitzel gehört ihr Herz seit jeher den außergewöhnlichen Frauen im historischen Kontext. »Goldene Träume« ist der Auftakt ihrer mitreißenden Ärztinnen-Saga im München der Jahrhundertwende.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick