Dein falsches Herz
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Stephanie Scott ist britisch-singapurischer Abstammung und wuchs überwiegend in Südostasien auf. Sie studierte Literatur und Creative Writing in Cambridge und Oxford. Bereits für die Recherchen zu »Dein falsches Herz«, das auf einer wahren Begebenheit beruht, erhielt sie ein Stipendium. Der Roman wurde mit einem Literaturpreis als bestes Debüt ausgezeichnet.
Beiträge
Ein schönes Buch für zwischendurch, wenn man mal vom alltäglichen Stress runterkommen möchte mit vielen großartigen Einblicken in die Kultur Japans. ☺️
Meine Beziehung mit diesem Buch hat wirklich gut begonnen. Ins Äußere habe ich mich direkt verliebt und auch der Klappentext klang super vielversprechend. Die ersten Seiten haben mich definitiv sofort in die Geschichte eintauchen lassen und ich konnte mich in die Charaktere verlieben, die durch die Bank weg alle einfach großartig von der Autorin gezeichnet wurden. Während des Lesens lernt man nicht nur die Protagonisten immer mehr zu lieben, sondern man lernt auch einiges über Japans Kultur und Traditionen was mir richtig gut gefallen hat. Insgesamt war das Buch ein sehr ruhiges und langsames Buch was ich wirklich oftmals gerne lese. Ab der Hälfte wurde mir das Buch dann leider etwas zu langsam und ruhig und das Lesen hat sich sehr gezogen. Meiner Meinung nach hätte man hier einiges kürzen können, da sich in der Mitte des Buches relativ wenig getan hat und das Ganze ein bisschen langweilig wurde. Gegen Ende hin nimmt das Buch dann wieder ein bisschen Fahrt auf und endet relativ seicht, was meiner Meinung nach aber wieder sehr gut zum Rest des Buches passt. Das Buch ist einfach slowburn durch und durch was auf keinen Fall etwas Schlechtes ist, aber mich einfach in dem Moment nicht 100% abholen konnte. Fazit: Ein schönes Buch für zwischendurch, wenn man mal vom alltäglichen Stress runterkommen möchte mit vielen großartigen Einblicken in die Kultur Japans. ☺️

Ein packender Roman über leidenschaftliche Liebe mit tödlichem Ausgang. Mischung aus Ermittlergeschichte und Familiendrama
Eigentlich bin ich kein typischer Leser von "Frauenromanen" - also den gefühlvolleren Geschichten um Liebe und Leidenschaft. Doch hier kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie einen so überwältigenden Roman gelesen habe. Es handelt sich keinesfalls um einen stupiden Liebesroman, welcher einer 08-15-Formel folgt. Eher sind hier fünf Lebensgeschichten miteinander verworren: das kleine Mädchen Sumiko, welches als erwachsene Frau die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter erfährt und weitere Nachforschungen anstellt; ihr Großvater Yoshi, der versucht hat, ihr eine behütete Kindheit zu ermöglichen, sie vor der Wahrheit zu beschützen und seine getötete Tochter zu ersetzen; Rina, eine junge Mutter, unglücklich verheiratet und "Opfer" eines wakaresaseya, eines engagierten Ehesaboteurs; Kaitarō, welcher seinen Auftrag vernachlässigt, weil er sich innig in sein "Opfer" verliebt und Rina von nun an beschützen und besitzen will; und letzten Endes Satō, der unzufriedene Ehemann, verletzt in seiner Eitelkeit und gelangweilt von seiner Ehefrau, welcher Kaitarō engagiert, um bei der Scheidung als Gewinner hervorzugehen. All ihre Schicksale laufen in diesem einen Todesfall zusammen, welcher selbst noch nach 20 Jahren immense Auswirkungen hat. "Dein falsches Herz" bietet einerseits einen brutalen Einblick in das unbarmherzige japanische Rechtssystem, wenn sich Ehepartner scheiden lassen wollen. Es beleuchtet aber auch einen Geschäftszweig mit zwei Medaillenseiten: Menschen, welche die Treue des Partners beweisen bzw. Untreue provozieren sollen, damit der Scheidungskrieg zu deren Gunsten ausfällt. Eine rührende und tragische Geschichte über verbotene Liebe und tödliche Leidenschaft, die direkt unter die Haut geht. Eine rasante Erzählung, welche mich mitfiebern ließ und letzten Endes schwer erschüttert hat.

Meine Meinung zum Buch: Die Grundidee des Buches hörte sich für mich nach einer tollen Geschichte an. Der Japaner Kaitarõ übt einen sehr speziellen Beruf aus, er ist professioneller Ehesaboteur. So wird er auch von Rina's Ehemann engagiert, er soll sie verführen, damit Rina's Ehemann eine einfachere, schnellere Scheidung bekommt - denn eben diese ist im Hinblick auf das Scheidungsrecht in Japan eher kompliziert. Es kommt, wie es kommen muss - Kaitarõ verliebt sich unsterblich in Rina. Die Liebesgeschichte an sich war ganz nett, hat mich aber nicht richtig "gefangen". Es lag vielleicht daran, dass man nur Teile davon mitbekommen hat obwohl sie eigentlich eine zentrale Rolle spielt. Rina stirbt - Kaitarõ steht unter Verdacht. Hat er sie tatsächlich getötet? Oder starb Rina wirklich bei einem Autounfall? Sumiko, Rina's Tochter, ist auf der Suche nach der Wahrheit, denn gerade damit nimmt es ihre Familie nicht so genau. Sie erinnert sich nur noch bruchstückhaft an ihre Mutter und alles, was ihr Großvater Yoshi über Rina erzählte, ließ sie zwar behütet aufwachsen, geriet aber ins Wanken, als Sumiko ein rätselhafter Anruf erreichte. So begann sie, die Nachforschungen auf eigene Faust anzustellen. Die Kapitel um Sumiko fand ich im ersten Drittel des Buches mitreißend. Leider gab es dann einige Längen, die mir ein wenig das Mitfiebern genommen haben. Was ich für meinen Teil erfrischend fand, war der Bezug zum japanischen Rechtssystem, vorallem da es auf wahren Begebenheiten beruhte. Für Japanfans ist dieses Buch bestimmt eine spannende Geschichte, ich habe etwas mehr erwartet und würde sagen, es ist ein nettes Buch für zwischendurch. Zum Ende des Buches wurde es dann nochmal etwas spannender, das große Finale blieb aber eher aus. Die Frage WARUM Sumiko's Mutter tot ist, brachte lediglich zum Nachdenken: Wozu sind wir fähig, wenn wir lieben?

Eigentlich bin ich kein typischer Leser von "Frauenromanen" - also den gefühlvolleren Geschichten um Liebe und Leidenschaft. Doch hier kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie einen so überwältigenden Roman gelesen habe. Es handelt sich keinesfalls um einen stupiden Liebesroman, welcher einer 08-15-Formel folgt. Eher sind hier fünf Lebensgeschichten miteinander verworren: das kleine Mädchen Sumiko, welches als erwachsene Frau die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter erfährt und weitere Nachforschungen anstellt; ihr Großvater Yoshi, der versucht hat, ihr eine behütete Kindheit zu ermöglichen, sie vor der Wahrheit zu beschützen und seine getötete Tochter zu ersetzen; Rina, eine junge Mutter, unglücklich verheiratet und "Opfer" eines wakaresaseya, eines engagierten Ehesaboteurs; Kaitarō, welcher seinen Auftrag vernachlässigt, weil er sich innig in sein "Opfer" verliebt und Rina von nun an beschützen und besitzen will; und letzten Endes Satō, der unzufriedene Ehemann, verletzt in seiner Eitelkeit und gelangweilt von seiner Ehefrau, welcher Kaitarō engagiert, um bei der Scheidung als Gewinner hervorzugehen. All ihre Schicksale laufen in diesem einen Todesfall zusammen, welcher selbst noch nach 20 Jahren immense Auswirkungen hat. "Dein falsches Herz" bietet einerseits einen brutalen Einblick in das unbarmherzige japanische Rechtssystem, wenn sich Ehepartner scheiden lassen wollen. Es beleuchtet aber auch einen Geschäftszweig mit zwei Medaillenseiten: Menschen, welche die Treue des Partners beweisen bzw. Untreue provozieren sollen, damit der Scheidungskrieg zu deren Gunsten ausfällt. Eine rührende und tragische Geschichte über verbotene Liebe und tödliche Leidenschaft, die direkt unter die Haut geht. Eine rasante Erzählung, welche mich mitfiebern ließ und letzten Endes schwer erschüttert hat.
INHALT: In diesem Buch geht es um eine große Liebe und ein ebenso großes Familiengeheimnis. Denn als Sumiko zufällig ans Telefon geht, als ihr Großvater einen Anruf erhält, spricht sie mit einer Justizbeamtin. Auf einmal kommen die Steine ins Rollen und sie erfährt, dass ihre Mutter ermordet wurde, wovon sie bisher nichts wusste. Nun will sie mehr über die Umstände und den Mörder erfahren und deckt dabei auch Probleme in ihrer Familie auf. Parallel dazu wird die Liebesgeschichte von Sumikos Mutter erzählt. Ein Ehesaboteur wurde auf sie angesetzt, doch er entwickelt echte Gefühle für sie. Kann diese Liebe Bestand haben? Richtig kompliziert wird es, als Sumiko herausfindet, dass eben dieser Saboteur der Mörder ihrer Mutter sein soll. Sie versucht, Klarheit in die Situation zu bringen und der Leser begleitet sie auf einer verwirrenden und zugleich spannenden Reise in die Gefühlswelt einer ganzen Familie. SCHREIBSTIL: Die zwei Erzählstränge machen das Buch sehr interessant, denn neue Informationen erhält der Leser durch diese sich ergänzenden Handlungen. Mit Sumiko habe ich die ganze Zeit mitgefiebert und das Buch ist nicht nur gefühlvoll und spannend, sondern arbeitet auch mit vielen kleinen Details, die irgendwann im Verlauf der Handlung nochmals aufgegriffen werden. Ein sehr feinsinniger Roman, der vor allem die Beziehungen zwischen allen Charakteren in den Fokus stellt. FAZIT: Das Buch ist ein wirklich tolles Debüt und konnte mich wirklich begeistern. Leider war das Ende meiner Meinung nach zu schwach für die restliche starke Handlung. Die Auflösung, wer und warum Sumikos Mutter getötet hat, hat mich dann irgendwie doch etwas enttäuscht zurückgelassen. Dennoch ist es eine empfehlenswerte Lektüre, die mich überrascht hat und das auch fernab meiner typischen Genres. Eine feinsinnige Kriminalgeschichte, die den Fokus auf die Beziehungen der Charaktere legt. Vor allem der ausgefeilte Schreibstil hat mich bei diesem Debüt begeistert. Leider war das Ende etwas unausgereift und mir fehlten Wendungen, aber es war dennoch eine lohnende Lektüre.
Rezension Moin an Alle! Mögt ihr japanische Settings? Ich habe gerade,, Dein falsches Herz", von Stephanie Scott beendet. Dieser Roman fängt so stark an, aber ab der zweiten Hälfte entwickelt er sich zu einer langweiligen Odyssee. Ich hab mich wahnsinnig, über das Buch gefreut da mich der Klappentext sehr begeisterte und es nach einer romantischen, dramatischen Geschichte sich anhörte. Bekommen hab ich zum Schluss langweilige Gedankengänge und Beschreibungen. Das einzige was mich interessierte, was mit Rina Sato passiert ist. Am Anfang baute sich eine Menge Spannung auf, da die Tochter immer weiter nach der echten Wahrheit sucht. Warum ihre Mutter starb. Ich hatte stellenweise das Gefühl das ich einen leichten Krimi lese, fand ich gut beim Lesen. Auch die Einblicke in das Leben von Sumiko, als sie ein Kind war und von ihrer Mutter und Kaitaro. Sumikos Großvater hat man auch kennengelernt. Die Figuren im Buch sind tiefgründig beschrieben, doch ich konnte keinen großen Draht zu ihnen knüpfen. Der Schreibstil ist am Anfang so wunderschön, locker doch im Laufe des Buches verflog der Zauber. Das einzige was ich schön finde, der Beginn von der verbotenen Liebesgeschichte und die melancholischen Momenten. Diese hat die Autorin perfekt getroffen. Das Setting ist ihr ebenfalls gelungen. Trotzdem sehr enttäuschend! Noch eine Randinformation die Geschichte beruht auf wahren Ereignissen aus dem Jahr 2010. Handlungsort und Personen wurden verändert. Ps:Dieses Buch enthält einer der längsten Danksagungen die ich je gelesen hab. Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an den Verlag und Bloggerportal! Alles Gute eure Jassy!
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Stephanie Scott ist britisch-singapurischer Abstammung und wuchs überwiegend in Südostasien auf. Sie studierte Literatur und Creative Writing in Cambridge und Oxford. Bereits für die Recherchen zu »Dein falsches Herz«, das auf einer wahren Begebenheit beruht, erhielt sie ein Stipendium. Der Roman wurde mit einem Literaturpreis als bestes Debüt ausgezeichnet.
Beiträge
Ein schönes Buch für zwischendurch, wenn man mal vom alltäglichen Stress runterkommen möchte mit vielen großartigen Einblicken in die Kultur Japans. ☺️
Meine Beziehung mit diesem Buch hat wirklich gut begonnen. Ins Äußere habe ich mich direkt verliebt und auch der Klappentext klang super vielversprechend. Die ersten Seiten haben mich definitiv sofort in die Geschichte eintauchen lassen und ich konnte mich in die Charaktere verlieben, die durch die Bank weg alle einfach großartig von der Autorin gezeichnet wurden. Während des Lesens lernt man nicht nur die Protagonisten immer mehr zu lieben, sondern man lernt auch einiges über Japans Kultur und Traditionen was mir richtig gut gefallen hat. Insgesamt war das Buch ein sehr ruhiges und langsames Buch was ich wirklich oftmals gerne lese. Ab der Hälfte wurde mir das Buch dann leider etwas zu langsam und ruhig und das Lesen hat sich sehr gezogen. Meiner Meinung nach hätte man hier einiges kürzen können, da sich in der Mitte des Buches relativ wenig getan hat und das Ganze ein bisschen langweilig wurde. Gegen Ende hin nimmt das Buch dann wieder ein bisschen Fahrt auf und endet relativ seicht, was meiner Meinung nach aber wieder sehr gut zum Rest des Buches passt. Das Buch ist einfach slowburn durch und durch was auf keinen Fall etwas Schlechtes ist, aber mich einfach in dem Moment nicht 100% abholen konnte. Fazit: Ein schönes Buch für zwischendurch, wenn man mal vom alltäglichen Stress runterkommen möchte mit vielen großartigen Einblicken in die Kultur Japans. ☺️

Ein packender Roman über leidenschaftliche Liebe mit tödlichem Ausgang. Mischung aus Ermittlergeschichte und Familiendrama
Eigentlich bin ich kein typischer Leser von "Frauenromanen" - also den gefühlvolleren Geschichten um Liebe und Leidenschaft. Doch hier kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie einen so überwältigenden Roman gelesen habe. Es handelt sich keinesfalls um einen stupiden Liebesroman, welcher einer 08-15-Formel folgt. Eher sind hier fünf Lebensgeschichten miteinander verworren: das kleine Mädchen Sumiko, welches als erwachsene Frau die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter erfährt und weitere Nachforschungen anstellt; ihr Großvater Yoshi, der versucht hat, ihr eine behütete Kindheit zu ermöglichen, sie vor der Wahrheit zu beschützen und seine getötete Tochter zu ersetzen; Rina, eine junge Mutter, unglücklich verheiratet und "Opfer" eines wakaresaseya, eines engagierten Ehesaboteurs; Kaitarō, welcher seinen Auftrag vernachlässigt, weil er sich innig in sein "Opfer" verliebt und Rina von nun an beschützen und besitzen will; und letzten Endes Satō, der unzufriedene Ehemann, verletzt in seiner Eitelkeit und gelangweilt von seiner Ehefrau, welcher Kaitarō engagiert, um bei der Scheidung als Gewinner hervorzugehen. All ihre Schicksale laufen in diesem einen Todesfall zusammen, welcher selbst noch nach 20 Jahren immense Auswirkungen hat. "Dein falsches Herz" bietet einerseits einen brutalen Einblick in das unbarmherzige japanische Rechtssystem, wenn sich Ehepartner scheiden lassen wollen. Es beleuchtet aber auch einen Geschäftszweig mit zwei Medaillenseiten: Menschen, welche die Treue des Partners beweisen bzw. Untreue provozieren sollen, damit der Scheidungskrieg zu deren Gunsten ausfällt. Eine rührende und tragische Geschichte über verbotene Liebe und tödliche Leidenschaft, die direkt unter die Haut geht. Eine rasante Erzählung, welche mich mitfiebern ließ und letzten Endes schwer erschüttert hat.

Meine Meinung zum Buch: Die Grundidee des Buches hörte sich für mich nach einer tollen Geschichte an. Der Japaner Kaitarõ übt einen sehr speziellen Beruf aus, er ist professioneller Ehesaboteur. So wird er auch von Rina's Ehemann engagiert, er soll sie verführen, damit Rina's Ehemann eine einfachere, schnellere Scheidung bekommt - denn eben diese ist im Hinblick auf das Scheidungsrecht in Japan eher kompliziert. Es kommt, wie es kommen muss - Kaitarõ verliebt sich unsterblich in Rina. Die Liebesgeschichte an sich war ganz nett, hat mich aber nicht richtig "gefangen". Es lag vielleicht daran, dass man nur Teile davon mitbekommen hat obwohl sie eigentlich eine zentrale Rolle spielt. Rina stirbt - Kaitarõ steht unter Verdacht. Hat er sie tatsächlich getötet? Oder starb Rina wirklich bei einem Autounfall? Sumiko, Rina's Tochter, ist auf der Suche nach der Wahrheit, denn gerade damit nimmt es ihre Familie nicht so genau. Sie erinnert sich nur noch bruchstückhaft an ihre Mutter und alles, was ihr Großvater Yoshi über Rina erzählte, ließ sie zwar behütet aufwachsen, geriet aber ins Wanken, als Sumiko ein rätselhafter Anruf erreichte. So begann sie, die Nachforschungen auf eigene Faust anzustellen. Die Kapitel um Sumiko fand ich im ersten Drittel des Buches mitreißend. Leider gab es dann einige Längen, die mir ein wenig das Mitfiebern genommen haben. Was ich für meinen Teil erfrischend fand, war der Bezug zum japanischen Rechtssystem, vorallem da es auf wahren Begebenheiten beruhte. Für Japanfans ist dieses Buch bestimmt eine spannende Geschichte, ich habe etwas mehr erwartet und würde sagen, es ist ein nettes Buch für zwischendurch. Zum Ende des Buches wurde es dann nochmal etwas spannender, das große Finale blieb aber eher aus. Die Frage WARUM Sumiko's Mutter tot ist, brachte lediglich zum Nachdenken: Wozu sind wir fähig, wenn wir lieben?

Eigentlich bin ich kein typischer Leser von "Frauenromanen" - also den gefühlvolleren Geschichten um Liebe und Leidenschaft. Doch hier kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie einen so überwältigenden Roman gelesen habe. Es handelt sich keinesfalls um einen stupiden Liebesroman, welcher einer 08-15-Formel folgt. Eher sind hier fünf Lebensgeschichten miteinander verworren: das kleine Mädchen Sumiko, welches als erwachsene Frau die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter erfährt und weitere Nachforschungen anstellt; ihr Großvater Yoshi, der versucht hat, ihr eine behütete Kindheit zu ermöglichen, sie vor der Wahrheit zu beschützen und seine getötete Tochter zu ersetzen; Rina, eine junge Mutter, unglücklich verheiratet und "Opfer" eines wakaresaseya, eines engagierten Ehesaboteurs; Kaitarō, welcher seinen Auftrag vernachlässigt, weil er sich innig in sein "Opfer" verliebt und Rina von nun an beschützen und besitzen will; und letzten Endes Satō, der unzufriedene Ehemann, verletzt in seiner Eitelkeit und gelangweilt von seiner Ehefrau, welcher Kaitarō engagiert, um bei der Scheidung als Gewinner hervorzugehen. All ihre Schicksale laufen in diesem einen Todesfall zusammen, welcher selbst noch nach 20 Jahren immense Auswirkungen hat. "Dein falsches Herz" bietet einerseits einen brutalen Einblick in das unbarmherzige japanische Rechtssystem, wenn sich Ehepartner scheiden lassen wollen. Es beleuchtet aber auch einen Geschäftszweig mit zwei Medaillenseiten: Menschen, welche die Treue des Partners beweisen bzw. Untreue provozieren sollen, damit der Scheidungskrieg zu deren Gunsten ausfällt. Eine rührende und tragische Geschichte über verbotene Liebe und tödliche Leidenschaft, die direkt unter die Haut geht. Eine rasante Erzählung, welche mich mitfiebern ließ und letzten Endes schwer erschüttert hat.
INHALT: In diesem Buch geht es um eine große Liebe und ein ebenso großes Familiengeheimnis. Denn als Sumiko zufällig ans Telefon geht, als ihr Großvater einen Anruf erhält, spricht sie mit einer Justizbeamtin. Auf einmal kommen die Steine ins Rollen und sie erfährt, dass ihre Mutter ermordet wurde, wovon sie bisher nichts wusste. Nun will sie mehr über die Umstände und den Mörder erfahren und deckt dabei auch Probleme in ihrer Familie auf. Parallel dazu wird die Liebesgeschichte von Sumikos Mutter erzählt. Ein Ehesaboteur wurde auf sie angesetzt, doch er entwickelt echte Gefühle für sie. Kann diese Liebe Bestand haben? Richtig kompliziert wird es, als Sumiko herausfindet, dass eben dieser Saboteur der Mörder ihrer Mutter sein soll. Sie versucht, Klarheit in die Situation zu bringen und der Leser begleitet sie auf einer verwirrenden und zugleich spannenden Reise in die Gefühlswelt einer ganzen Familie. SCHREIBSTIL: Die zwei Erzählstränge machen das Buch sehr interessant, denn neue Informationen erhält der Leser durch diese sich ergänzenden Handlungen. Mit Sumiko habe ich die ganze Zeit mitgefiebert und das Buch ist nicht nur gefühlvoll und spannend, sondern arbeitet auch mit vielen kleinen Details, die irgendwann im Verlauf der Handlung nochmals aufgegriffen werden. Ein sehr feinsinniger Roman, der vor allem die Beziehungen zwischen allen Charakteren in den Fokus stellt. FAZIT: Das Buch ist ein wirklich tolles Debüt und konnte mich wirklich begeistern. Leider war das Ende meiner Meinung nach zu schwach für die restliche starke Handlung. Die Auflösung, wer und warum Sumikos Mutter getötet hat, hat mich dann irgendwie doch etwas enttäuscht zurückgelassen. Dennoch ist es eine empfehlenswerte Lektüre, die mich überrascht hat und das auch fernab meiner typischen Genres. Eine feinsinnige Kriminalgeschichte, die den Fokus auf die Beziehungen der Charaktere legt. Vor allem der ausgefeilte Schreibstil hat mich bei diesem Debüt begeistert. Leider war das Ende etwas unausgereift und mir fehlten Wendungen, aber es war dennoch eine lohnende Lektüre.
Rezension Moin an Alle! Mögt ihr japanische Settings? Ich habe gerade,, Dein falsches Herz", von Stephanie Scott beendet. Dieser Roman fängt so stark an, aber ab der zweiten Hälfte entwickelt er sich zu einer langweiligen Odyssee. Ich hab mich wahnsinnig, über das Buch gefreut da mich der Klappentext sehr begeisterte und es nach einer romantischen, dramatischen Geschichte sich anhörte. Bekommen hab ich zum Schluss langweilige Gedankengänge und Beschreibungen. Das einzige was mich interessierte, was mit Rina Sato passiert ist. Am Anfang baute sich eine Menge Spannung auf, da die Tochter immer weiter nach der echten Wahrheit sucht. Warum ihre Mutter starb. Ich hatte stellenweise das Gefühl das ich einen leichten Krimi lese, fand ich gut beim Lesen. Auch die Einblicke in das Leben von Sumiko, als sie ein Kind war und von ihrer Mutter und Kaitaro. Sumikos Großvater hat man auch kennengelernt. Die Figuren im Buch sind tiefgründig beschrieben, doch ich konnte keinen großen Draht zu ihnen knüpfen. Der Schreibstil ist am Anfang so wunderschön, locker doch im Laufe des Buches verflog der Zauber. Das einzige was ich schön finde, der Beginn von der verbotenen Liebesgeschichte und die melancholischen Momenten. Diese hat die Autorin perfekt getroffen. Das Setting ist ihr ebenfalls gelungen. Trotzdem sehr enttäuschend! Noch eine Randinformation die Geschichte beruht auf wahren Ereignissen aus dem Jahr 2010. Handlungsort und Personen wurden verändert. Ps:Dieses Buch enthält einer der längsten Danksagungen die ich je gelesen hab. Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an den Verlag und Bloggerportal! Alles Gute eure Jassy!








